Zürich (aktiencheck.de AG) - Vor dem Hintergrund positiver Vorgaben aus Übersee können die europäischen Börsen am Mittwochmorgen überwiegend leichte Gewinne verbuchen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,15 Prozent auf 2.885,17 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt daneben um 0,17 Prozent ab auf 2.572,91 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt indes um 0,18 Prozent auf 686,00 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen zeigen mehrheitlich moderate Aufschläge.
Die wichtigen US-Börsen haben den gestrigen Handelstag mit leichten Gewinnen beendet. Der Dow Jones zog dabei um rund 0,1 Prozent an. Aus Asien kamen dagegen keine Impulse - der Nikkei schloss heute nahezu unverändert. Indes ist die französische Industrieproduktion im Januar 2010 angezogen. Wie heute mitgeteilt wurde, lag die Industrieproduktion um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats, nach einem Minus von revidiert 0,2 (vorläufig: -0,1) Prozent im Dezember. Auch die italienische Industrieproduktion hat sich im Januar 2010 erhöht. Auf Jahressicht kletterte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft um 0,1 Prozent. Für Dezember war ein Minus von 5,4 Prozent ausgewiesen worden. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, die Großhandelsdaten und der Staatshaushalt gemeldet.
In Großbritannien ziehen am Morgen Titel von ICAP um über 5 Prozent an und bilden damit die Spitze des FTSE 100. Dahinter können RBS um 3,8 Prozent, Lloyds um 3,0 Prozent und Petrofac um 2,5 Prozent zulegen. Dagegen müssen Anteilsscheine von Standard Life (
ISIN GB00B16KPT44 /
WKN A0J3TV ) um 0,3 Prozent abgeben. Der britische Lebensversicherer Standard Life plc gab heute bekannt, dass sich sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Kostensenkungen mehr als verdoppelt hat. Auch das operative Ergebnis konnte zulegen und die Erwartungen schlagen. Auch Aktien von Barclays (
ISIN GB0031348658 /
WKN 850403 ) verlieren zurzeit 0,4 Prozent. Die britische Großbank beabsichtigt Presseangaben zufolge, eine Retail-Bank in den USA zu kaufen, um ihre Präsenz auf diesem Markt weiter auszubauen. Jedoch befinde sich das britische Kreditinstitut derzeit noch nicht in Gesprächen mit in Frage kommenden Bankgesellschaften. Eine Transaktion stehe demnach nicht unmittelbar bevor. Dabei suche Barclays nach einem Franchise mit einem starken Filialnetzwerk bzw. einer starken Einlagenbasis, hieß es. Darüber hinaus ziehe Barclays zusätzliche Retail-Akquisitionen in Westeuropa in Betracht. Tullow Oil verbilligen sich ebenfalls um 0,4 Prozent. Die Öl- und Gasfördergesellschaft meldete heute einen deutlichen Gewinnrückgang für 2009. Top-Verlierer sind aktuell BAT mit einem Abschlag von 3,8 Prozent sowie TUI Travel (-2,6 Prozent).
In Frankreich verteuern sich im CAC 40 zurzeit Aktien von Dexia um 2,2 Prozent und stehen damit ganz oben im französischen Leitindex. Ebenfalls gefragt sind AXA mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent. Auf der Verliererseite stechen Peugeot und Carrefour mit einem Minus von jeweils über 1 Prozent ins Auge. Indes geben Titel von JCDecaux (
ISIN FR0000077919 /
WKN 578972 ) rund 1 Prozent ab. Der Werbekonzern gab heute bekannt, dass sein Gewinn im Geschäftsjahr 2009 um 77 Prozent gesunken ist, was mit einem Einbruch des Werbemarktes zusammenhängt. Wie der Spezialist für Außenwerbung erklärte, wird der Vorstand auf der nächsten Jahreshauptversammlung (am 19. Mai 2010) vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 auszuzahlen. Für das erste Quartal 2010 rechnet der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum von ca. 5 Prozent.
Aktien von Fortis (
ISIN BE0003801181 /
WKN 982570 ) gewinnen in Brüssel knapp 2 Prozent. Der belgisch-niederländische Finanzdienstleister teilte heute mit, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war ein drastischer Milliarden-Verlust erwirtschaftet worden, was mit der Abspaltung des Bankgeschäfts zusammenhing. Für das Geschäftsjahr 2009 will der Konzern wieder eine Dividende in Höhe von 8 Cent pro Aktie ausschütten, nachdem im Vorjahr keine Dividende ausbezahlt worden war.
In der Schweiz halten sich Gewinner und Verlierer am Morgen in etwa die Waage. Während Adecco, Richemont und Julius Bär jeweils um 1,2 Prozent anziehen, fallen Roche um 0,7 Prozent zurück. Titel von Swiss Re (
ISIN CH0012332372 /
WKN 852246 ) tendieren 0,6 Prozent leichter. Der Rückversicherer rechnet vorläufig mit einer eigenen Schadenbelastung durch das Erdbeben in Chile von etwa 500 Mio. Dollar. Zudem schätzt Swiss Re ihre eigene Schadenbelastung durch den Wintersturm Xynthia in Europa, abzüglich weiter rückversicherter Schadenleistungen, auf etwa 100 Mio. Dollar vor Steuern.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.885,17 (+0,15 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.572,91 (-0,17 Prozent) EURONEXT 100: 686,00 (+0,18 Prozent) FTSE 100 (London): 5.600,65 (-0,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.916,49 (+0,17 Prozent) MIB (Mailand): 22.414,81 (+0,26 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.044,20 (+0,38 Prozent) SMI (Zürich): 6.858,57 (-0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.491,00 (+0,19 Prozent) (10.03.2010/ac/n/m)