Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind deutlich schwächer in den Tag gestartet. Belastet von negativen Vorgaben aus Übersee verliert der Dow Jones EURO STOXX 50 aktuell 1,32 Prozent auf 2.790,41 Punkte.
Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es daneben um 1,06 Prozent nach unten auf 2.488,58 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 büßt 0,90 Prozent ein auf 660,70 Stellen. Auch an den europäischen Länderbörsen haben die Bären die Oberhand.
Die Wall Street hat am Vorabend nach zwischenzeitlich deutlichen Gewinnen mit Verlusten geschlossen. Der Dow Jones ging am Ende knapp behauptet in den Feierabend. Der NASDAQ Composite verlor 0,3 Prozent. Daneben kam der S&P 500 um 0,4 Prozent zurück. Nachbörslich konnte der Internetkonzern Yahoo mit besser als erwarteten Zahlen auftrumpfen. Der Nikkei-Index gab heute in Tokio 0,7 Prozent ab. Zudem hatten auch die übrigen asiatischen Aktienmärkte mit Verlusten zu kämpfen. Im weiteren Handelsverlauf werden Ergebnisse unter anderem von Boeing, Caterpillar, ConocoPhillips, General Dynamics, QUALCOMM und United Technologies erwartet. Auf der Konjunkturseite stehen in den USA die Verkäufe neuer Häuser und am Abend das Fed-Sitzungsergebnis zur Veröffentlichung an.
Der britische Ölkonzern Tullow Oil (
ISIN GB0001500809 /
WKN 591219 ) wird insgesamt etwa 80,4 Millionen neue Aktien ausgeben, was rund 9,99 Prozent des ausstehenden Grundkapitals entspricht. Auf Basis des letzten Schlusskurses der Aktie würde sich der Erlös aus der Kapitalerhöhung auf knapp 978 Mio. Britische Pfund (GBP) belaufen. Die Mittel aus der Kapitalerhöhung werden dabei zur Stärkung der Konzernbilanz sowie zur Erweiterung der Explorationsaktivitäten verwenden. Für das Fiskaljahr 2009 sieht man sich weiter auf Kurs und erwartet eine Ölproduktion von 58.300 Barrel Öläquivalent pro Tag, was im Rahmen der konzerneigenen Prognose liegt. Für 2010 erwartet Tullow Oil eine Produktion von 55.000 bis 57.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Die Aktie bricht im FTSE 100 in London um 5 Prozent ein. Daneben geben unter anderem Xstrata 4 Prozent, Fresnillo 3,5 Prozent und Anglo American 3,2 Prozent ab. Im Finanzsektor verlieren Barclays 4,1 Prozent, RBS 3,9 Prozent und Lloyds 3,1 Prozent.
Der Chip-Hersteller STMicroelectronics (
ISIN NL0000226223 /
WKN 893438 ) meldete am Vorabend, dass er im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet hat, was mit einem klaren Umsatzwachstum zusammenhängt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 70 Mio. Dollar bzw. 8 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 366 Mio. Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 4 Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich um gut 13 Prozent auf 2,58 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,56 Mrd. Dollar ausgegangen. STMicroelectronics kommen im CAC40 in Paris um 1,2 Prozent zurück. Renault geben als Schlusslicht fast 3 Prozent ab. Deutlich unter Druck stehen unter anderem auch Lafarge, ArcelorMittal und Peugeot.
Wie die spanische Großbank BBVA (
ISIN ES0113211835 /
WKN 875773 ) bekannt gab, ist ihr Gewinn im vierten Quartal um 94 Prozent eingebrochen ist, was auf massive Goodwill-Abschreibungen in Zusammenhang mit ihrem US-Geschäft und höhere Rückstellungen für faule Kredite zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 31 Mio. Euro, gegenüber 519 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,05 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich von 3,09 Mrd. Euro auf 3,59 Mrd. Euro. BBVA verlieren im IBEX 35 rund 5 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.790,41 (-1,32 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,58 (-1,06 Prozent) EURONEXT 100: 660,70 (-0,90 Prozent) FTSE 100 (London): 5.208,21 (-1,30 Prozent) CAC40 (Paris): 3.756,31 (-1,33 Prozent) MIB (Mailand): 22.126,94 (-1,25 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.098,60 (-2,19 Prozent) SMI (Zürich): 6.458,75 (-0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.526,78 (-0,74 Prozent) (27.01.2010/ac/n/m)