Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Am deutschen Aktienmarkt sind am Freitagmorgen deutliche Kursgewinne auszumachen. Der
DAX schiebt sich aktuell um 3,81 Prozent vor und steht bei 4.826,57 Punkten.
Gleichzeitig klettert der MDAX um 3,70 Prozent auf 5.531,65 Indexpunkte. Rückenwind kommt dabei aus Übersee. Ohne grundlegende Neuigkeiten gewann der Dow Jones am Vorabend 6,7 Prozent. In Tokio war die Stimmung heute nicht ganz so euphorisch. Der Nikkei schloss mit 2,7 Prozent im Plus.
Mit einem Aufschlag von gut 10 Prozent avancieren Continental zum Spitzenreiter. Dahinter legen die Deutsche Bank gut 7 Prozent und die Commerzbank fast 6 Prozent zu. Titel der Allianz stehen ebenfalls weit oben auf der Einkaufliste der Anleger. Im Automobilsektor stechen Daimler mit einem Plus von 5 Prozent ins Auge. BMW und VW bleiben indes hinter dem Gesamtmarkt zurück. Nur knapp hinter Daimler folgen Henkel, K+S und ThyssenKrupp. Verlierer sind derzeit im DAX nicht auszumachen.
Im MDAX springen Salzgitter um gut 8 Prozent. Der Stahlkonzern hat in den ersten neun Monaten trotz der konjunkturellen Unsicherheiten einen deutlichen Ergebnisanstieg verbucht. Zudem wurden die Prognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. KlöCo gewinnen daneben fast 8 Prozent. Der Stahl- und Metallhandelskonzern konnte in den ersten drei Quartalen dank hoher Einmalerträge einen kräftigen Ergebnisanstieg ausweisen.
Für EADS geht es um 7 Prozent nach oben. Zuvor hat der Luft- und Raumfahrtkonzern einen Blick in seine Bücher gewährt. Auch der Hafenbetreiber HHLA hat in den ersten neun Monaten trotz der eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg verbucht. Die Aktie gewinnt mehr als 5 Prozent. TUI ziehen um gut 3 Prozent an. Der Konzern hat Umsatz und operatives Ergebnis im dritten Quartal steigern können. Außerdem rücken Titel des Bau- und Maschinenbaukonzerns BAUER nach Zahlenvorlage um mehr als 4 Prozent vor.
Unternehmensmeldungen:
Der Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) gab heute bekannt, dass er in den ersten neun Monaten 2008 vielversprechende Ergebnisse erzielt hat, jedoch in entscheidenden Programmen vor Herausforderungen steht. Den Angaben zufolge erhöhte sich der Umsatz um 7 Prozent. Wie die Muttergesellschaft des Flugzeugherstellers Airbus weiter mitteilte, war das Konzernergebnis deutlich positiv, nach einem Verlust im Vorjahr. Der Umsatz von EADS soll 2008 über 40 Mrd. Euro erreichen. Angesichts eines EBIT von 2,0 Mrd. Euro in den ersten neun Monaten 2008 sollte EADS die EBIT-Prognose für das Gesamtjahr in Höhe von 1,8 Mrd. Euro übertreffen mit Blick auf die starke grundlegende Performance. Darin sind jedoch keine weiteren sich aus den Unsicherheiten im A400M-Programm ergebenden Einflüsse enthalten.
Der Stahlkonzern Salzgitter AG (
ISIN DE0006202005 /
WKN 620200 ) verbuchte in den ersten neun Monaten trotz der konjunkturellen Unsicherheiten einen deutlichen Ergebnisanstieg. Im Anschluss wurden die Prognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 29 Prozent. Der Gewinn nach Steuern übertraf den Vorjahreswert um 16 Prozent.
Der Stahl- und Metallhandelskonzern Klöckner & Co SE (
ISIN DE000KC01000 /
WKN KC0100 ) verbuchte in den ersten drei Quartalen dank hoher Einmalerträge einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz um 12 Prozent. Das Konzernergebnis konnte dabei mehr als vervierfacht werden. Für das laufende Fiskaljahr werde man die Zielsetzung eines operativen EBITDA von 500 Mio. Euro nur dann erreichen, wenn die Stahlpreise, die in den letzten Wochen deutlich nachgegeben haben, nicht bis in das erste Quartal 2009 weiter absinken. Sollte dies der Fall sein, müsste der Konzern Abschreibungen auf Lagerbestände vornehmen. Angesichts der derzeitigen weltwirtschaftlichen Lage wurde auf eine Prognose für das Fiskaljahr 2009 verzichtet. Es sei aber davon auszugehen, dass sich die Ertragslage gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr deutlich verschlechtern werde, erklärte der Konzern.
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (
ISIN DE000A0S8488 /
WKN A0S848 ) verbuchte in den ersten neun Monaten trotz der eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Ergebnisanstieg. Die Prognosen für das laufende Fiskaljahr wurden im Anschluss bestätigt. Wie der Hafenbetreiber heute erklärte, stieg der Umsatz um 15,4 Prozent. Beim Nachsteuerergebnis nach Anteilen Dritter stand ein Anstieg um rund 71 Prozent zu Buche. Die weiteren Konjunkturaussichten für das Geschäftsjahr 2009 sind angesichts der aktuellen tiefgreifenden Krise mit großen Unsicherheiten behaftet. Der Konzern hat Umsatz und operatives Ergebnis im dritten Quartal steigern können.
Die TUI AG (
ISIN DE000TUAG000 /
WKN TUAG00 ) hat Unternehmensangaben von heute zufolge wuchs der Umsatz der Sparten des Konzerns (Touristik, Zentralbereich, Containerschifffahrt) um rund 16 Prozent. Das bereinigte Sparten-EBITA des Konzerns wuchs um rund 3 Prozent. Auf Grund von Sondereinflüssen blieb das Konzernergebnis um rund 3 Prozent unter dem Vergleichswert. Für den Gesamtkonzern erwartet der Vorstand auf Grund der bisherigen operativen Entwicklung in der Touristik und der Containerschifffahrt unverändert einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses im Gesamtjahr.
Die BAUER AG (
ISIN DE0005168108 /
WKN 516810 ) konnte in den ersten neun Monaten trotz der eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen. Wie der weltweit tätige Bau- und Maschinenbaukonzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse um 22,5 Prozent. Das Periodenergebnis vor Anteilen Dritter kletterte dabei überproportional. Vor dem Hintergrund der bisher erfreulichen Geschäftsentwicklung und der derzeit guten Auftragslage in allen Teilen des Konzerns bekräftigt Bauer die Prognosen für das Gesamtjahr. (14.11.2008/ac/n/m)