Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Bullen haben sich nun offenbar komplett aus dem Markt verabschiedet. Der
DAX setzt seine steile Talfahrt in unvermindertem Tempo fort und bricht aktuell um 5,35 Prozent ein auf 4.277,68 Indexpunkte.
Der MDAX rutscht um 4,36 Prozent ab und notiert bei 5.035,05 Zählern. Die Vorgaben waren durchwachsen. Nach einer späten Aufholjagd konnte der Dow Jones am Vorabend rund 2 Prozent zulegen. Im Technologiesektor waren dagegen rote Vorzeichen auszumachen. Die asiatischen Börsen sind heute allerdings regelrecht abgestützt. Der Nikkei-Index verlor in Tokio 9,6 Prozent und schloss damit auf dem tiefsten Stand seit April 2003.
Die Aktie von MAN bricht um über 9 Prozent ein. Der schwedische Mischkonzern Volvo hat im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang eingefahren. Besonders stark getroffen wurde Volvo durch die rückläufige Nachfrage bei Nutzfahrzeugen in Europa und Nordamerika. Hohe Rohstoffpreise hätten ebenfalls belastet. Für Daimler geht es einen Tag nach den Zahlen um 9,3 Prozent in die Tiefe. BMW sacken um 6,2 Prozent und Continental um 9 Prozent ab. Bei Volkswagen ist ein Minus von 7,9 Prozent auszumachen. Einem Pressebericht zufolge plant der Automobilkonzern angesichts der Krise in der internationalen Automobilindustrie harte Einschnitte bei der Belegschaft. Zu allem Überfluss haben außerdem die beiden französischen Automobilkonzerne Peugeot und Renault ihre Prognosen gesenkt.
Im Finanzsektor verlieren die Allianz und die HRE jeweils mehr als 8 Prozent und die Deutsche Postbank 6 Prozent. Mit im unteren Indexdrittel finden sich außerdem Siemens (-7,8 Prozent), SAP (-6,2 Prozent) und E.ON (-4,8 Prozent). Gewinner sind momentan nicht auszumachen.
Nicht besser ist die Lage in der zweiten Reihe. Kursverluste von jeweils mehr als 10 Prozent sind bei Premiere und der Aareal Bank auszumachen. Daneben verlieren Heidelberger Druck, Demag Cranes und KlöCo jeweils mehr als 8 Prozent. Zulegen können einzig Krones (+0,8 Prozent).
Unternehmensmeldungen:
Der Automobilkonzern Volkswagen AG (
ISIN DE0007664005 /
WKN 766400 ) plant einem Pressebericht zufolge angesichts der Krise in der internationalen Automobilindustrie harte Einschnitte bei der Belegschaft. Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zeigte sich der Vorstandschef Martin Winterkorn im Rahmen eines Treffens mit Führungskräften des Konzerns besorgt über die Heftigkeit des derzeitigen Konjunkturabschwungs. Beim Blick auf das nächste Jahr schlug Winterkorn starke Moll-Töne an: "2009 wird ein schwieriges, ein sehr schwieriges Jahr - für die gesamte Automobilindustrie und für den Volkswagen-Konzern." Nach Informationen der Zeitung plant der Konzern, einen Großteil der weltweit insgesamt 25.000 Leiharbeiter abzubauen. (24.10.2008/ac/n/m)