Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nachdem der deutsche Aktienmarkt gestern mit klaren Abschlägen geschlossen hatte, ist er mit leichten Verlusten in den vorletzten Handelstag der Woche gestartet.
Negative Impulse kommen aus den USA, wo neben den Verwerfungen in der Bankenbranche die jüngste Rettungsaktion beim Versicherer AIG die Börsianer nicht beruhigen konnte und gestern - zusammen mit schwach ausgefallenen Konjunkturdaten - für eine drastische Talfahrt der Märkte gesorgt hat. Die Wall Street schloss gestern im tiefroten Bereich (Dow Jones: -4 Prozent), auch in Tokio musste der Nikkei (-2,2 Prozent) heute Federn lassen. Der
DAX verliert angesichts dessen aktuell 0,32 Prozent und steht bei 5.842,31 Indexpunkten. Gleichzeitig sinkt der MDAX um 0,23 Prozent auf 7.480,13 Zähler.
Größter Verlierer ist derzeit die Aktie der Allianz mit einem Minus von über 6 Prozent. Belastend wirkt sich hier die jüngste Krise beim US-Konkurrenten AIG aus. Zwar hat die Fed einen Notkredit über 85 Mrd. Dollar zur Verfügung gestellt, jedoch kann dies die Märkte nicht nachhaltig beruhigen, zumal auch hinsichtlich der US-Notenbank, die wegen der AIG-Rettung Anleihen über 40 Mrd. Dollar ausgibt, von einigen Börsianern die Sorge um eine knappe Liquidität geäußert wurde. Neben der Allianz müssen im frühen Handel Titel von Commerzbank, Hypo Real Estate, MAN und Infineon abgeben, wobei die Abschläge sich zwischen 1,8 und 3,6 Prozent bewegen. Zulegen kann derzeit Volkswagen mit einem Plus von 2,7 Prozent. Der Sportwagenhersteller Porsche, der zuletzt seinen Anteil an VW erhöht hat, strebt einem Pressebericht zufolge offenbar den Abschluss eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrags mit dem Automobilkonzern an. Darüber hinaus verteuern sich Papiere von Conti, Deutsche Börse, Deutsche Bank und Henkel, wobei der Automobilzulieferer grünes Licht für die Übernahme des finnischen Spike-Herstellers TIKKA Spikes erhalten hat.
Im MDAX geben derzeit GEA Group (-4,8 Prozent), HOCHTIEF (-4,1 Prozent) und FUCHS PETROLUB (-3,5 Prozent) deutlich ab. Am stärksten zulegen können aktuellen K+S mit einem Aufschlag von fast 3 Prozent.
Unternehmensnachrichten:
Der Sportwagenhersteller Porsche Automobil Holding SE (
ISIN DE000PAH0038 /
WKN PAH003 ) strebt einem Pressebericht zufolge offenbar den Abschluss eines Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrags mit dem Automobilkonzern Volkswagen AG (
ISIN DE0007664005 /
WKN 766400 ) an.
Die zuständigen Kartellbehörden haben grünes Licht für die Übernahme des finnischen Spike-Herstellers TIKKA Spikes Oy durch den Automobilzulieferer Continental AG (
ISIN DE0005439004 /
WKN 543900 ) genehmigt. Dies geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervor.
Die zum Pharmakonzern Merck KGaA (
ISIN DE0006599905 /
WKN 659990 ) gehörende Sparte Merck Serono hat eine klinische Phase-III-Studie zur Untersuchung der therapeutischen Wirkung der exklusiven oralen Formulierung von Cladribin (Cladribin-Tabletten) bei Patienten mit Risiko für die Entwicklung Multipler Sklerose (MS) gestartet. (18.09.2008/ac/n/m)