Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der
DAX kann am Dienstagmorgen massiv zulegen. Aktuell schießt das Aktienbarometer um 8,32 Prozent in die Höhe auf 4.695,09 Indexpunkte.
Das Plus ist allerdings alleine der Volkswagen-Aktie geschuldet. Der MDAX verliert dagegen 0,80 Prozent auf 4.772,10 Zähler. Eine starke Abgabewelle in der letzten Handelsstunde hat die Wall Street am Vorabend kurz vor Sitzungsende noch kräftig in die Minuszone gedrückt. In Asien war heute dagegen eine deutliche Erholung auszumachen. Der Nikkei-Index schloss in Tokio 6,4 Prozent fester.
Am Nachmittag steht in den USA das Verbrauchervertrauen auf dem Programm. Hierzulande wurde der GfK Konsumklimaindex veröffentlicht. Laut Angaben der GfK hat man für November beim Konsumklima eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau ermittelt. Auf die teilweise dramatischen Ereignisse an den internationalen Finanzmärkten haben die Verbraucher laut GfK vergleichsweise besonnen reagiert.
Die Volkswagen-Aktie ist zu einem Spielball der Spekulanten geworden. Aktuell zieht der Wert um rund 87 Prozent an auf mehr als 900 Euro. Das Hoch lag bei 1.005 Euro. Bereits gestern lag der Titel zeitweise mit mehr als 200 Prozent im Plus. Papiere der HRE folgen auf dem zweiten Rang mit einem leichten Aufschlag. Weitere Gewinner sind indes nicht auszumachen.
Der Software-Konzern SAP konnte im dritten Quartal ein kräftiges Umsatzwachstum erzielen. Für das Gesamtjahr wurde allerdings die Prognose kassiert. So erwartet man nur noch eine Non-GAAP-operative-Marge von ungefähr 28 Prozent. Der Wert sackt am Indexende um fast 15 Prozent ab. Continental verlieren über 11 Prozent. Einem Pressebericht zufolge will sich der Familienkonzern Schaeffler von einem Teil der Aktien des Automobilzulieferers trennen. Zweistellige Kursverluste fahren außerdem die Deutsche Post, METRO, die Allianz, Linde und Daimler ein.
Im MDAX sacken Symrise um fast 8 Prozent ab. Der Aromenhersteller meldete heute, dass er Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigern konnte. Der Ausblick hat indes enttäuscht. Am Indexende finden sich FUCHS PETROLUB mit einem Abschlag von mehr als 10 Prozent. Spitzenreiter sind dagegen EADS mit +4,4 Prozent.
Unternehmensmeldungen:
Der Software-Konzern SAP AG (
ISIN DE0007164600 /
WKN 716460 ) konnte im dritten Quartal ein kräftiges Umsatzwachstum erzielen. Unternehmensangaben zufolge wuchsen die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (US-GAAP) um 15 Prozent. Die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (Non-GAAP), die um einmalige Abschreibungen auf die abgegrenzten Support-Erlöse aus der Akquisition von Business Objects bereinigt sind, stiegen um 17 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse bedeutet dies einen Anstieg um 22 Prozent. Die operative Marge (US-GAAP) sank auf 22,2 Prozent (2007: 25,1 Prozent). Die operative Marge (Non-GAAP) stieg hingegen auf 26,1 Prozent (2007: 25,8 Prozent). Ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse lag sie bei 26,3 Prozent. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet SAP nun, dass die Non-GAAP-operative-Marge (ohne Berücksichtigung der Wechselkurseinflüsse), welche um einmalige Abschreibungen auf die abgegrenzten Supporterlöse aus der Akquisition von Business Objects und akquisitionsbedingte Aufwendungen bereinigt ist, bei ungefähr 28,0 Prozent liegen wird.
Der Familienkonzern Schaeffler will sich nach Informationen der "Financial Times Deutschland" von einem Teil der Aktien des Automobilzulieferers Continental AG (
ISIN DE0005439004 /
WKN 543900 ) trennen. Laut dem Bericht sei die Privatbank Sal. Oppenheim mit der Suche nach Partnern, die einen Teil der von Schaeffler gehaltenen 90 Prozent der Continental-Aktien abnehmen, beauftragt worden. Gerüchte, dass die Bank auch Investoren für die Schaeffler KG selbst suche, dementierte Schaeffler.
Der Aromenhersteller Symrise AG (
ISIN DE000SYM9999 /
WKN SYM999 ) meldete heute, dass er Umsatz und Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigern konnte. Demnach stieg der Konzernumsatz um 2,0 Prozent. Währungsbereinigt nahmen die Erlöse um 6,1 Prozent zu. Das EBIT fiel vor allem aufgrund der gestiegenen Umsatzkosten um 2 Prozent geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Der Periodenüberschuss konnte leicht verbessert werden. Für 2008 erwartet der Konzern auch bei den gegenwärtigen Unsicherheiten auf den Weltmärkten weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 6 bis 7 Prozent. Man ist zuversichtlich, für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes EBITA auf dem hohen Niveau des Vorjahres verteidigen zu können und erwartet eine EBITDA-Marge von ca. 20 Prozent. (28.10.2008/ac/n/m)