Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Marktteilnehmer lösen am Donnerstagmorgen massiv Positionen auf. Beim
DAX ist aktuell ein dramatischer Abschlag von 7,81 Prozent auf 4.505,54 Indexpunkte auszumachen.
Im Tief lag das Aktienbarometer mit mehr als 10 Prozent im Minus. Der MDAX bricht um 5,32 Prozent ein und notiert bei 5.407,78 Zählern. Die Wall Street ist am Vorabend mit heftigen Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Weiterhin belastet hat die Finanzmarktkrise. Der Dow Jones verlor am Ende 7,3 Prozent. Die Technologiebörse NASDAQ hielt sich mit -5,5 Prozent vergleichsweise wacker. In Tokio ging es für den Nikkei-Index abermals kräftig nach unten. Der japanische Leitindex schloss letztendlich mit 9,6 Prozent im Minus. Zeitweise sah es sogar noch schlimmer aus.
Hierzulande brechen offenbar alle Dämme. Am Indexende rutschen Papiere der Commerzbank um knapp 11 Prozent ab. Ähnlich starke Abschläge erleiden die Allianz und die Deutsche Bank. Titel der Münchener Rück geben nach einem negativen
Analystenkommentar fast 10 Prozent ab.
Für die beiden Energieriesen E.ON und RWE geht es um jeweils annähernd 10 Prozent in die Tiefe. Zu den größten Verlierern zählen außerdem Bayer mit -9,7 Prozent, die Deutsche Börse mit -9,2 Prozent und BASF mit -8,9 Prozent. Daimler fallen um 9 Prozent und BMW um 8 Prozent zurück. Abermals völlig unbeeindruckt von den Kapriolen gewinnt die Volkswagen-Aktie leicht hinzu. Papiere des Automobilkonzerns General Motors haben gestern massiv an Wert eingebüßt und 31 Prozent schwächer geschlossen. Die Sorge vor einer einbrechenden Nachfrage trieb die Aktie auf den tiefsten Stand seit 1950. Auch Anteilsscheine des Wettbewerbers Ford haben rund 21 Prozent verloren.
Im MDAX verlieren STADA, GAGFAH und Pfleiderer jeweils zweistellig. Bei HOCHTIEF ist ein Minus von 5 Prozent auszumachen. Zuvor wurde bekannt, dass sich der russische Milliardär Oleg Deripaska von seiner über die Holdinggesellschaft Basic Element gehaltenen Beteiligung an dem deutschen Baukonzern trennt.
Unternehmensmeldungen:
Der Industriekonzern Siemens AG (
ISIN DE0007236101 /
WKN 723610 ) gab am Donnerstag bekannt, dass Siemens Energy eine Industriedampfturbine für eines der weltweit ersten kommerziellen Solarturm-Kraftwerke liefert. Demnach wird das spanische Unternehmen Sener das neuartige solarthermische Kraftwerk mit einer Leistung von 19 Megawatt (MW) an einem Standort nahe Sevilla in Andalusien errichten. Siemens liefert für das Projekt "Solar Tres" eine speziell an die Herausforderungen der Solartechnologie angepasste Industriedampfturbine, die damit zum Referenzprodukt für Solarturm-Kraftwerke wird, hieß es.
Der russische Milliardär Oleg Deripaska trennt sich von seiner über die Holdinggesellschaft Basic Element gehaltenen Beteiligung an dem deutschen Baukonzern HOCHTIEF AG (
ISIN DE0006070006 /
WKN 607000 ). Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung der zu Basic Element gehörenden Tochter Rasperia Trading Ltd. hervorgeht, trenne man sich von seiner 9,99-prozentigen Beteiligung an dem Baukonzern. Die gemeinsam mit HOCHTIEF durchgeführten Infrastrukturprojekte sollen hingegen wie geplant fortgesetzt werden, teilte Basic Element mit.
Der Immobilienkonzern DIC Asset AG (
ISIN DE0005098404 /
WKN 509840 ) gab am späten Donnerstag bekannt, dass sein Vorstand beschlossen hat, über die Börse eigene Aktien von bis zu 5 Prozent des Grundkapitals zu erwerben. Den Angaben zufolge können die zurück erworbenen Aktien zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vorgesehenen Zwecken verwendet werden, dazu gehört insbesondere auch die Einziehung der Aktien. (10.10.2008/ac/n/m)