Europa-Schluss: Schwarzer Freitag mit kräftigen Abschlägen


24.10.08 20:45
Meldung
 
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Freitag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. An dem erneuten Schwarzen Freitag sorgten schwache Vorhaben aus Asien und Rezessionsängste für einen negativen Wochenausklang.


Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 4,84 Prozent auf 2.333,28 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab 4,87 Prozent auf 2.118,33 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Minus von 3,59 Prozent auf 539,66 Punkte.

Automobilwerte haben es besonders schwer. In Stockholm verloren Volvo über 14 Prozent. Der Mischkonzern hat im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang eingefahren. Besonders stark getroffen wurde Volvo durch die rückläufige Nachfrage bei Nutzfahrzeugen in Europa und Nordamerika. Hohe Rohstoffpreise hätten ebenfalls belastet.

Der Nutzfahrzeughersteller Scania hat in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Ergebnisanstieg ausweisen können. Angesichts der eingetrübten konjunkturellen Rahmenbedingungen sowie der deutlich rückläufigen Auftragseingänge blieb man allerdings einen Ausblick für das Fiskaljahr 2009 schuldig. Der Wert verlor knapp 9 Prozent.

In Paris lagen Peugeot und Renault mit 1,5 bzw. mit 12,5 Prozent im Minus. Beide Automobilkonzerne haben zuvor die Umsatzzahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben und gleichzeitig die Prognosen gesenkt.

Air France-KLM knickten um fast 3 Prozent ein, obwohl der Ölpreis trotz der beschlossenen Förderkürzung der OPEC nach wie vor nur den Weg nach Süden kennt. Wie die Airline zuvor erklärte, sehe man in Zusammenhang mit den derzeitigen konjunkturellen Rahmenbedingungen Schwierigkeiten, das Planziel beim operativen Ergebnis für das Gesamtjahr erreichen zu können.

Papiere des Einzelhandelskonzerns Carrefour, der seinen Umsatz im dritten Quartal um 7 Prozent steigern konnte, entwickeln sich mit einem Plus von 4 Prozent deutlich besser als der Gesamtmarkt.

Gegen den Trend gewannen Ahold in Amsterdam gut 11 Prozent. Der Einzelhandelskonzern gab heute bekannt, dass er seinen Umsatz im dritten Quartal um 3,9 Prozent steigern konnte.

Prudential, einer der größten Versicherungskonzerne in Großbritannien, ist nach Angaben der "Financial Times" zufolge nicht nur an den Asien-Aktivitäten der American International Group (AIG) interessiert. Wie die Zeitung unter Berufung auf Prudential-CEO Mark Tucker berichtet, hält der britische Versicherer derzeit auch Ausschau nach potenziell zu erwerbenden AIG-Unternehmensteilen, die über das Asien-Geschäft hinausgehen, wie etwa Teile des US-Lebensversicherungsgeschäfts. Die Aktie verlor heute mehr als 13 Prozent. (24.10.2008/ac/n/m)


 

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