Gefühlte Inflation weicht weit ab von der publizierten


22.02.12 14:46
Meldung
 
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Zum Thema "Inflation" kann gegenwärtig eine große Diskrepanz festgestellt werden zwischen dem Empfinden der Konsumenten und den von den Behörden veröffentlichten Inflationsraten, so Dr.
Eberhardt Unger von "fairesearch".

Während Erstere nicht müde würden, zu sagen, alles sei teurer geworden, würden die Statistiker mit ihren ermittelten Lebenshaltungskosten (CPI) auf ein hohes Maß an Preisstabilität verweisen. Wer habe nun Recht? Fehler könne man auf beiden Seiten erkennen, die "wahre Teuerung" dürfte eher in der Mitte zwischen beiden liegen.

Dem Konsument seien wohl eher die Preise bewusst, mit denen er sehr häufig Umgang habe und ihm sich Änderungen schnell ins Bewusstsein festsetzen würden. Die wöchentliche Fahrt an die Tankstelle und der kontinuierliche Einkauf von Lebensmitteln würden bei ihm das Gefühl aufkommen lassen, die Preise würden stark steigen. Zumal diese beiden Kategorien in den letzten Jahren weltweit den stärksten Anstieg gezeigt hätten. Einen Flachbildschirm werde er dagegen nur alle zwei bis drei Jahre kaufen und den Preisrückgang kaum erkennen. Der Statistiker dagegen ermittle die Teuerung anhand eines Warenkorbes, in dem alle Waren und Leistungen für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt enthalten seien.

Andererseits seien den Statistikern aber auch ständige Änderungen ihrer Berechnungsmethoden vorzuhalten. Das Institut Shadow Government Statistics habe festgestellt, würde man die US-Konsumentenpreise nach der Methode errechnen, die bis in die 1980er Jahre angewendet worden sei, habe sich der CPI-Anstieg auf rund 10% gestellt. Stattdessen liege der vom Arbeitsministerium veröffentlichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr bei 2,9%. Zum Standardmaß für die Lebenshaltungskosten in den USA sei die "Kernrate" ermittelt worden. Sie liege bei 2,3%. Die "Core Rate" sei vom früheren Zentralbankpräsidenten Paul Volcker eingeführt worden und sollte die wahre, zugrunde liegende Inflation spiegeln ohne Energie und Nahrungsmittel, gegen die die FED ohnehin nichts ausrichten könne.

Doch welche Verbraucher seien das, die im Alltag ohne Energie und Nahrungsmittel auskommen würden? Es seien diejenigen Amerikaner, die nichts essen oder trinken, niemals Auto fahren oder fliegen und ihre Wohnungen wieder heizen noch kühlen würden. Andere fragwürdige Rechenmethoden, die die Inflation niedrig ausfallen lassen würden, seien der hedonische Preisansatz mit dem technologische Fortschritte ein Produkt automatisch gegenüber dem Vorjahresprodukt preiswerter machen und die Teuerungsrate schön rechnen würden oder der Surrogatansatz, bei dem Produkte im Warenkorb mit starkem Preisanstieg gegen andere preisstabilere ersetzt würden.

Es sei unwahrscheinlich, dass die Finanzmärkte die Notenbankpolitik wegen ihrer Inflationsgefahren künftig nicht doch kritischer hinterfragen würden. (22.02.2012/ac/a/m)


 

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