Griechenland ist beordnet, aber weiter im Fokus


22.02.12 14:58
Meldung
 
Bremen (www.aktiencheck.de) - Der Euro eröffnet heute (07:40 Uhr) bei 1,3240, nachdem im Verlauf der letzten 24 Handelsstunden Tiefstkurse im europäischen Handel bei 1,3200 markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.


Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 80,05. In der Folge notiere EUR/JPY bei 105,95, während EUR/CHF bei 1,2075 oszilliere.

Griechenland sei zunächst beordnet, aber Hellas bleibe dennoch im Fokus. Die Augen würden sich jetzt auf die Umsetzung der noch nicht verabschiedeten Reformgesetze im Parlament richten. Wesentlich sei darüber hinaus, dass der freiwillige Schuldenschnitt das angezielte Volumen erreiche. Zuversicht sei hier geboten. Die Einlassungen seitens des IIF würden keine andere Deutung zulassen. Der Markt bleibe jedoch skeptisch.

Für den Fall, dass die Annahmebereitschaft unter 66% bei dem freiwilligen Schuldenschnitt liege, bereite das griechische Parlament ein Gesetz vor, dass die privaten Gläubiger zwingen würde, den Schuldenschnitt und Anleihetausch anzunehmen. Eine derartige Wendung hätte noch einmal eine Zuspitzung zur Folge, da Ratingagenturen sich dann dem Thema "freiwilligen Schuldenschnitt" in ihrer Bewertung verweigern würden.

Gestern hätten "Gerüchte/Nachrichten" über eine vertrauliche Analyse seitens der Troika kursiert. In dieser Analyse solle vor dem Risiko wieder steigender Schulden in Griechenland gewarnt worden sein. Die wirtschaftliche Genesung würde Jahre in Anspruch nehmen, heiße es.

Die Analysten würden diese Meldungen zur Kenntnis nehmen und sich fragen, was an diesen Sichtweisen neu sei. Allen Beteiligten sei bewusst, dass Griechenlands Position fragil sei. Daraus eine "pulsierende" Schlagzeile zu produzieren, erscheine den Analysten bezüglich des Informationsgehalts ambitioniert.

Die Fragilität gelte übrigens nicht nur für den fiskalischen und ökonomischen, sondern insbesondere auch für den politischen Sektor bezüglich der anstehenden Wahlen. Um gesellschaftspolitische, ökonomische und fiskalische Stabilität für Griechenland, aber auch für die Eurozone und Europa zu gewährleisten sei eine Art "Marshallplan" unumgänglich. Diesbezüglich seien die Einlassungen von US-Präsident Obama sachlich richtig. US-Präsident Barack Obama habe die Einigung auf ein neues Griechenland-Hilfsprogramm begrüßt, zugleich aber weitere Schritte angemahnt, um die Staatsschuldenkrise in Europa dauerhaft einzudämmen.

Wer glaube, dass die aktuellen Maßnahmen bereits eine umfassende Lösung darstellen würden, der irre. Der beschrittene Weg ist richtig, es liegt aber noch Wegstrecke vor uns, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Diese Wegstrecke habe maßgeblich mit Konjunkturimpulsen und Veränderung der völlig zerstörten Zuversicht der Wirtschaftssubjekte in Griechenland zu tun.

Einige der Kollegen würden sich wie gewohnt bemühen, das Griechenlandprogramm schon jetzt zu zerreden und damit eine negative Marktpsychologie zu beflügeln. Die Analysten würden diesen Damen und Herren empfehlen, sich einmal mit der Frage der Qualität von öffentlicher Neuverschuldung auseinanderzusetzen. Es gebe konsumtive und investive Neuverschuldung.

In den USA und Japan sei die Neuverschuldung sehr hoch und tendenziell konsumtiv. In der Eurozone sei sie im Vergleich deutlich niedriger und tendenziell investiv, da hier Reformen umgesetzt würden, die unproduktive Teile der Ökonomie eliminieren und mittel und langfristig das Potentialwachstum erhöhen würden. Die Analysten seien in Bremen erstaunt, dass diese hochbrisanten Unterschiede von der "Elite" der deutschen Ökonomen, aber auch der Medien so sträflich vernachlässigt wird …"Food for thought!"

Der von HSBC berechnete "Flash"-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende/Produzierende Gewerbe habe per Berichtsmonat Februar von zuvor 48,8 auf 49,7 Punkte zugelegt und den höchsten Wert seit vier Monaten markiert. Das freue die Analysten. Noch mehr freue sie, dass der offizielle Einkaufsmanagerindex Chinas per Januar bereits oberhalb der zwischen Wachstum und Kontraktion unterscheidenden Marke von 50 Punkten stehe.

Der "Chicago FED National Activity Index" (Sammelindex aus 85 Einzelindices der gesamten US-Wirtschaft) habe sich per Berichtsmonat Januar auf +0,22 Punkte gestellt und den höchsten Wert seit März 2011 markiert. Der Vormonatswert sei drastisch von +0,17 Punkten auf +0,54 Zähler revidiert worden. Diese drastische Revision impliziere, dass der Konjunkturverlauf in den USA aller Voraussicht bisher unterschätzt worden sei.

Die Analysten würden auch für den Berichtsmonat Januar nicht ausschließen, dass es zu einer markanten Revision kommen werde. Der aussagefähigere 3-Monatsdurchschnittwert habe von +0,06 auf +0,14 Punkte zugenommen und stehe damit den zweiten Monat in Folge auf positivem Terrain. Hier sei das höchste Niveau seit Januar 2011 erreicht worden.

Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das den EUR gegenüber dem USD favorisiere. Ein nachhaltiges Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1,2940 und 1,2970 neutralisiere das positive Bias des Euros. (22.02.2012/ac/a/m)


 

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