USD/JPY Griechenland-Einigung verteuert Dollar auf über 80 Yen


22.02.12 15:38
Meldung
 
Hannover (www.aktiencheck.de) - Die sich herauskristallisierende Einigung über das zweite Rettungspaket für Griechenland hat zu weiteren Abwertungen des japanischen Yen geführt, so die Analysten der Nord LB.


Der Trend habe sich mit der tatsächlichen Einigung verfestigt. Mittlerweile sei ein Kurs von 80 Yen pro Dollar deutlich überschritten. Die weniger gut ausgefallenen japanischen Konjunkturindikatoren hätten zusätzlich in die ähnliche Richtung gewirkt: Der Saldo der Handelsbilanz etwa habe sich weiter stark verschlechtert, sodass im Januar das größte Defizit überhaupt zu verzeichnen gewesen sei. Immerhin seien dies nicht mehr die Spätfolgen der thailändischen Flut. Einen belastenden Sonderfaktor habe das chinesische Neujahr dargestellt, was man auch daran sehe, dass das Exportvolumen nach Asien mit -4,4% M/M stärker nachgegeben habe als jenes in die Vereinigten Staaten (-3,5% M/M).

Nichtsdestotrotz bleibe die Nachfrage nach japanischen Produkten im Ausland anscheinend weiter schwach. Ein anderer Faktor, der momentan in die Richtung einer Yen-Abwertung deute, seien Spekulationen, dass aufgrund der positiveren US-Wirtschaftssituation das Quantitative Easings der FED zumindest nicht ausgeweitet werde. Damit werde die Zinsdifferenz möglicherweise für eine Trendumkehr sprechen.

In schöner Regelmäßigkeit würden die Ratingagenturen auf die Schuldensituation in Japan aufmerksam machen. Zuletzt habe dies einmal wieder Standard & Poor's getan. Die Agentur habe zwar das Rating bei AA und den Ausblick bei negativ belassen, habe aber darauf hingewiesen, dass ein Downgrade erfolgen werde, wenn sich die mittelfristigen Wachstumsaussichten weiter verschlechtern würden.

Japan verfüge zwar über große Devisenreserven, ein stabiles Finanzsystem sowie eine gut diversifizierte Wirtschaft, das Land habe jedoch strukturelle Probleme insbesondere im Sozialsystem und im Hinblick auf die alternde Bevölkerung. Im Gegensatz zu anderen Ländern seien die Auswirkungen von Ratingänderungen auf den Wechselkurs in Japan aufgrund des hohen Anteils im Inland gehaltener Anleihen aber sehr gering.

Es gebe drei markante Zahlen im japanischen Konjunkturkalender der kommenden Woche. Die wichtigste Zahl sei die Industrieproduktion, die am 29. Februar zur Publikation anstehe. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde diese im Januar eher einen Rückgang zu verzeichnen haben, die stark verschlechterte Handelsbilanz deute in diese Richtung. Die gleichentags publizierten Baubeginne hätten schon im Dezember einen Rückgang hingewiesen und würden abermals nicht überzeugen können.

Die Januar-Einzelhandelszahlen würden am Dienstag nächster Woche ebenfalls wenig Anlass zum Feiern bieten, was schlechte Zahlen von den bereits publizierten Kaufhausumsätze (-1,1% Y/Y) und Supermarktumsätze (-1,2% Y/Y) nahe legen würden. Insgesamt komme aus Japan eher ein Abwertungsdruck auf den Yen. Optimistisch gestimmte Verbraucher in den Vereinigten Staaten (University of Michigan 24.02., Conference Board 28.02.) würden diesen weiter verstärken. Allerdings könnten die Auftragseingänge langlebiger Güter dem ganzen wiederum am 28.02. einen Dämpfer versetzten.

Insgesamt glauben die Analysten der Nord LB, dass der Dollar in den nächsten Tagen durchaus deutlich mehr als 80 Yen kosten wird, wenn nicht neue Hiobsbotschaften aus Griechenland über uns kommen. (22.02.2012/ac/a/m)


 

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