New York (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf den jüngsten Aktionsplan der führenden Industrienationen (G7) zur Stabilisierung des Finanzsystem und überaus positive Vorgaben aus Asien und Europa ist die Wall Street mit deutlich grünen Vorzeichen in die neue Woche gestartet.
Der Dow Jones kann aktuell 4,16 Prozent zulegen und notiert bei 8.802,84 Indexpunkten. Gleichzeitig verfestigt sich der S&P 500 um 4,61 Prozent auf 940,63 Zähler. Der NASDAQ Composite klettert unterdessen um 4,65 Prozent auf 1.726,28 Punkte.
Automobilwerte stehen dabei verstärkt im Fokus. Einem Pressebericht zufolge hat der angeschlagene Autobauer General Motors seinen Konkurrenten Ford wegen einer möglichen Fusion im Vorfeld der jüngsten Gespräche mit Chrysler kontaktiert. Ford habe die Idee jedoch zurückgewiesen. Nach dem dramatischen Kurseinbruch in der vergangenen Woche kann die GM-Aktie kurz nach Handelsstart rund 27 Prozent zulegen. Für Ford geht es um knapp 20 Prozent nach oben. Hier steht außerdem ein Zeitungsbericht im Blick, demzufolge sich der Konzern größtenteils von seiner Beteiligung an dem japanischen Automobilhersteller Mazda trennen könnte. Ferner wurde bereits am Freitag der Rücktritt von CFO Don Leclair bekannt.
Finanzwerte befinden sich ebenfalls auf der Einkaufliste der Anleger. Unter anderem gewinnen Papiere von Morgan Stanley 44 Prozent. Wie heute bekannt wurde, hat die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial ihren Beteiligungserwerb an Morgan Stanley abgeschlossen. Zuletzt hatten Spekulationen um ein mögliches Scheitern der Transaktion die Runde gemacht. Weitere Gewinner sind unter anderem die Citigroup mit +6,7 Prozent, Goldman Sachs mit +7,6 Prozent und Merrill Lynch mit +6,1 Prozent.
Daneben stehen zahlreiche
Analystenkommentare im Blick. Mitunter wurden Titel des Chemiekonzerns Dow Chemical von JP Morgan abgestuft. Der Wert gewinnt dennoch 2,8 Prozent. Für Cisco Systems (+4,6 Prozent) und Coca-Cola (+4,8 Prozent) haben Jefferies respektive UBS die Gewinnschätzungen zurückgenommen.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Automobilkonzern Ford Motor Co. (
ISIN US3453708600 /
WKN 502391 ) erwägt einem Pressebericht zufolge, sich größtenteils von seiner Beteiligung in Höhe von 33,4 Prozent an dem japanischen Automobilhersteller Mazda Motor Corp. (
ISIN JP3868400007 /
WKN 854131 ) zu trennen. Wie der "Nikkei" am Samstag berichtete, beabsichtigt Ford, die Erlöse aus dem Verkauf zur Restrukturierung des eigenen Geschäfts einzusetzen. Einen Teil der Anteile könnte Mazda selbst übernehmen.
Presseangaben zufolge hatte der US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (
ISIN US3704421052 /
WKN 850000 ) die Ford Motor Co. wegen einer möglichen Fusion im Vorfeld der jüngsten Gespräche mit Chrysler kontaktiert. Wie die "New York Times" am Samstag berichtete, wurde Ford im Juli vom GM-Konzern kontaktiert, um über einen potenziellen Zusammenschluss der beiden größten US-Automobilhersteller zu diskutieren. Ford habe die Idee jedoch zurückgewiesen und die Gespräche endeten im September, so die Zeitung.
Presseangaben zufolge gingen dem letztwöchigen Rücktritt von Don Leclair, bis dato CFO des amerikanischen Automobilkonzerns Ford Motor Co., zunehmend Spannungen zwischen seiner Person und anderen Senior-Managern voraus. Der Konzern teilte am Freitag mit, dass sein Finanzchef Don Leclair zum 1. November 2008 aus dem Amt scheiden wird. Nachfolger als CFO soll Lewis Booth werden, der bereits seit einiger Zeit im Konzern tätig ist. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, hatten Top-Manager in den letzten Wochen mit CEO Alan Mulally und Chairman William C. Ford Jr. über ihre Unzufriedenheit in Bezug auf Leclair gesprochen. Dabei hätten mindestens zwei hochrangige Manager in Frage gestellt, ob sie weiterhin mit Leclair als CFO arbeiten wollen.
Die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. (MUFG) (
ISIN JP3902900004 /
WKN 657892 ) hat ihren Beteiligungserwerb an der US-Bankgesellschaft Morgan Stanley (
ISIN US6174464486 /
WKN 885836 ) abgeschlossen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wird Mitsubishi UFJ Financial demnach für insgesamt 9 Mrd. Dollar rund 21 Prozent der Anteile von Morgan Stanley erwerben. Die ursprünglich vereinbarten Konditionen des Abkommens wurden jedoch geändert. Zuletzt war die Aktie von Morgan Stanley in Zusammenhang mit Gerüchten über ein mögliches Scheitern der Transaktion deutlich unter Druck gekommen.
Die spanische Banco Santander S.A. (
ISIN ES0113900J37 /
WKN 858872 ) gab heute bekannt, dass sie sich derzeit in Gesprächen mit der amerikanischen Bankgesellschaft Sovereign Bancorp Inc. (
ISIN US8459051087 /
WKN 884172 ) befindet. Damit bestätigte Spaniens größte Bank jüngste Spekulationen in der Presse. Ob die derzeitigen Gespräche zu einem Abkommen führen oder nicht, sei momentan unklar. Die Banco Santander hält bereits 24,9 Prozent der Anteile an dem US-Konkurrenten. Wie das "Wall Street Journal" am Sonntag in seiner Online-Ausgabe berichtete, wollen die Spanier das Geschäft an diesem Montag abschließen. Dabei soll sich der Kaufpreis am letzten Schlusskurs der Sovereign-Aktie (3,81 Dollar) orientieren, womit die Bank aus Pennsylvania mit rund 2,53 Mrd. Dollar bewertet würde.
Die amerikanische King Pharmaceuticals Inc. (
ISIN US4955821081 /
WKN 911091 ) hat ihre Übernahmeofferte für seinen Konkurrenten Alpharma Inc. (
ISIN US0208131013 /
WKN 868745 ) verlängert. Wie der Konzern heute erklärte, können die Anteilseigner von Alpharma ihre Anteilsscheine nunmehr bis zum 21. November dieses Jahres andienen. Ursprünglich war das Übernahmeangebot in Höhe von 37 Dollar je Aktie bis zum 10. Oktober terminiert. Bis zu diesem Datum konnte sich King Pharmaceuticals rund 45 Prozent der Anteilsscheine von Alpharma sichern.
Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories (
ISIN US0028241000 /
WKN 850103 ) hat heute ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Demnach hat das Board of Directors des Konzerns den Erwerb von eigenen Aktien im Gesamtwert von bis zu 5 Mrd. Dollar genehmigt. Der Erwerb der Anteilsscheine soll sowohl über die Börse als auch durch außerbörsliche Transaktionen erfolgen, teilte der Konzern weiter mit. (13.10.2008/ac/n/m)