New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen bereits gestern mit klaren Abschlägen geschlossen hatten, weisen sie auch zu Handelsbeginn am Mittwoch angesichts anhaltender Sorgen um das Ausmaß des globalen Abschwungs und vor dem Hintergrund von Ängsten bezüglich der Entwicklung der Verbraucherausgaben rote Vorzeichen auf.
Der
Dow Jones Industrial Average verliert - nach negativen Vorgaben aus Tokio - kurz nach Handelsstart 2,36 Prozent auf 8.488,71 Zähler. Der S&P 500 sinkt um 2,30 Prozent auf 878,30 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum gibt um 1,94 Prozent auf 1.550,24 Punkte ab.
Auf der Unternehmensseite stehen heute vor allem die gesenkten Prognosen von Best Buy sowie das jüngste Zahlenwerk von Macy's im Fokus. Der größte US-Elektronikhändler hat demnach seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert und verwies in diesem Zusammenhang auf die schwachen Verbraucherausgaben. Der Titel von Best Buy gibt derzeit rund 10 Prozent ab. Wie die Kaufhauskette Macy's mitteilte, hat sie im abgelaufenen Vierteljahr einen Verlust erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden indes geschlagen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt. Die Aktie gewinnt derzeit über 2 Prozent. Bereits gestern nach Börsenschluss meldete Bob Evans Farms seine jüngsten Zahlen. Dabei musste die Restaurant-Kette im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem wurde der Ausblick nach unten korrigiert. Ansonsten ist einem aktuellen Pressebericht zu entnehmen, dass der Kreditkartenkonzern American Express das staatliche Rettungspaket in Anspruch nehmen will. Das AmEx-Papier verliert aktuell über 8 Prozent. Zudem nähert sich der Software-Konzern Microsoft Presseangaben zufolge einem Kooperationsabkommen mit Verizon Wireless, womit man dem Konkurrenten Google zuvorkommen würde.
Auf der Konjunkturseite gibt es bisher keine relevanten Nachrichten. Der Ölpreis verliert derzeit rund 2 Dollar und notiert unter der Marke von 58 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten der in Kürze anstehende wöchentliche Ölmarktbericht sowie ein Update von US-Finanzminister Henry Paulson zum Rettungspaket der US-Regierung sorgen.
Unternehmensmeldungen:
Die Elektronikeinzelhandelskette Best Buy Co. Inc. (
ISIN US0865161014 /
WKN 873629 ) hat in Zusammenhang mit der anhaltend schwachen Konsumnachfrage ihre Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert.
Die US-Kaufhauskette Macy’s Inc. (ehemals Federated Department Stores Inc.) (
ISIN US55616P1049 /
WKN A0MS7Y ) verbuchte im dritten Quartal einen Umsatzrückgang und musste einen Verlust ausweisen.
Der US-Kreditkartenkonzern American Express Co. (
ISIN US0258161092 /
WKN 850226 ) will einem Pressebericht zufolge das staatliche Rettungspaket in Anspruch nehmen. Wie das "Wall Street Journal" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, will der Kreditkarten-Anbieter im Rahmen des 700 Mrd. Dollar schweren Hilfsfonds zur Linderung der Finanzkrise Mittel im Gesamtvolumen von rund 3,5 Mrd. Dollar in Anspruch nehmen.
Die amerikanische Restaurant-Kette Bob Evans Farms Inc. (
ISIN US0967611015 /
WKN 868529 ) meldete am Dienstag nach US-Börsenschluss, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 27 Prozent gesunken ist, was mit höheren Rohstoffpreisen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. Zudem wurde der Ausblick nach unten korrigiert.
Der amerikanische Software-Konzern Microsoft Corp. (
ISIN US5949181045 /
WKN 870747 ) nähert sich Presseangaben zufolge einem Kooperationsabkommen mit Verizon Wireless, womit man der Google Inc. (
ISIN US38259P5089 /
WKN A0B7FY ), dem Betreiber der gleichnamigen Internet-Suchmaschine, zuvorkommen würde. Dabei gehe es darum, den eigenen Suchdienst als Standard auf den Handys des Mobilfunkbetreibers zu etablieren.
Der Informations-Dienstleister Thomson Reuters Corp. (
ISIN CA8849031056 /
WKN 864655 ) musste im dritten Quartal 2008 trotz steigender Umsätze einen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis jedoch geschlagen. (12.11.2008/ac/n/m)