New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen sind mit moderaten Verlusten in den Handel gegangen. Die Stimmung wird von einem Arbeitsmarktbericht getrübt, nachdem die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld weniger stark gesunken ist als angenommen.
Der Dow Jones hat den Börsentag mit einem Minus von 0,33 Prozent auf 10.202,53 Punkte begonnen. Währenddessen verlieren der NASDAQ Composite 0,67 Prozent auf 2.206,50 Punkte und der S&P 500 0,23 Prozent auf 1.084,96 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche verbessert. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 8.000 auf 470.000, während Volkswirte im Vorfeld hingegen einen Rückgang auf 450.000 prognostiziert hatten. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen im Dezember 2009 um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 2,0 Prozent prognostiziert hatten.
US-Präsident Barack Obama hat sich am Mittwochabend in einer viel beachteten Rede für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Reformkurses der US-Regierung und für eine Stärkung der mittleren und kleineren Firmen ausgesprochen. Als Kernpunkte nannte Obama dabei vor allem wirkungsvolle Maßnahmen zur Bekämpfung der weiter steigenden Arbeitslosigkeit. Um der zuletzt deutlich gestiegenen Staatsverschuldung Herr zu werden, kündigte Obama außerdem ein Einfrieren der Staatsausgaben für die kommenden drei Jahre an.
Symantec (
ISIN US8715031089 /
WKN 879358 ) hat gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2009/10 vorgelegt, wonach das Ergebnis in den positiven Bereich zurückgekehrt ist. QUALCOMM (
ISIN US7475251036 /
WKN 883121 ) meldete gestern ebenfalls nach Handelsschluss eine deutliche Steigerung des Nettoergebnisses. Die Aktien von Symantec und QUALCOMM verlieren im NASDAQ 100 5,59 Prozent und fast 12 Prozent.
Der US-Telekommunikationskonzern AT&T (
ISIN US00206R1023 /
WKN A0HL9Z ) konnte im vierten Quartal 2009 dank Kosteneinsparungen und einem Anstieg der Mobilfunkkunden ein Gewinnwachstum verzeichnen. Wie der Konzern erklärte, schrumpfte der Umsatz auf 30,86 Mrd. Dollar, nach 31,08 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Dagegen kletterte der Nettogewinn um 25,6 Prozent von 2,40 Mrd. Dollar bzw. 0,41 Dollar je Aktie auf nun 3,01 Mrd. Dollar bzw. 0,51 Dollar je Aktie.
Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,51 Dollar sowie Umsätze von 30,86 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie gibt 0,47 Prozent ab.
Titel von Time Warner Cable (
ISIN US88732J2078 /
WKN A0RGAZ ) rücken hingegen 3,97 Prozent vor. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich im vierten Quartal 2009 auf 322 Mio. Dollar bzw. 0,91 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 8,16 Mrd. Dollar bzw. 25,07 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf rund 4,53 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,88 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 4,53 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-Pharmakonzern Eli Lilly and Co. (
ISIN US5324571083 /
WKN 858560 ) verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz von 5,93 Mrd. Dollar, womit dieser um 14 Prozent über dem Vorjahreswert von 5,20 Mrd. Dollar lag. Beim Nettoergebnis konnte der Pharmahersteller einen Gewinn von 915,4 Mio. Dollar bzw. 0,83 Dollar je Aktie ausweisen, nachdem man im Vorjahreszeitraum aufgrund hoher Einmalbelastungen einen Verlust von 3,63 Mrd. Dollar bzw. 3,31 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Um Einmaleffekte bereinigt hatte der Gewinn im Berichtszeitraum bei 0,91 Dollar je Aktie gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,92 Dollar sowie einen Umsatz von 5,68 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie von Eli Lilly verliert 2,39 Prozent.
Die Aktie von Motorola (
ISIN US6200761095 /
WKN 853936 ) bricht um mehr als 9 Prozent ein. Die Erwartungen an das vierte Quartal wurden beim Gewinn übertroffen, während die Umsatzschätzungen aufgrund geringer als erwarteter Handyauslieferungen verfehlt wurden. Der Nettogewinn belief sich auf 142 Mio. Dollar bzw. 0,06 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 3,66 Mrd. Dollar bzw. 1,61 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 0,09 Dollar pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 20 Prozent auf 5,72 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,08 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 5,94 Mrd. Dollar ausgegangen.
Ebenfalls abwärts (-1,02 Prozent) geht es für Lockheed Martin (
ISIN US5398301094 /
WKN 894648 ). Im vierten Quartal 2009 lag der Umsatz mit 12,52 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 11,13 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich leicht auf 827 Mio. Dollar bzw. 2,17 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 823 Mio. Dollar bzw. 2,05 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum hat der Konzern dabei insgesamt negative Einmaleffekte in Höhe von 0,16 Dollar je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,99 Dollar sowie einen Umsatz von 12,47 Mrd. Dollar erwartet.
Der US-Tabakkonzern Altria Group (
ISIN US02209S1033 /
WKN 200417 ) hat im vierten Quartal einen Umsatz von 6,01 Mrd. Dollar erzielt, der damit über dem Vorjahreswert von 4,65 Mrd. Dollar lag. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg auf 725 Mio. Dollar bzw. 0,35 Dollar je Aktie ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 679 Mio. Dollar bzw. 0,33 Dollar je Aktie verzeichnet hatte. Um Einmaleffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie im Berichtszeitraum bei 0,39 Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,40 Dollar sowie einen Umsatz von 4,14 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie gibt aktuell 0,60 Prozent ab.
Das Wertpapier von Ford Motor (
ISIN US3453708600 /
WKN 502391 ) rückt 0,09 Prozent vor. Der Nettogewinn belief sich im vierten Quartal 2009 auf 868 Mio. Dollar bzw. 0,25 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Verlust von 5,98 Mrd. Dollar bzw. 2,51 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz im Automobilbereich erhöhte sich von 25,3 Mrd. Dollar auf 32,6 Mrd. Dollar, der Gesamtumsatz stieg von 29,0 Mrd. Dollar auf 35,4 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,26 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 32,60 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (
ISIN US7427181091 /
WKN 852062 ) steigerte die Umsatzerlöse im zweiten Geschäftsquartal um 6 Prozent auf 21,03 Mrd. Dollar, nach 19,76 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dagegen fiel der Nettogewinn um 7 Prozent von 5,00 Mrd. Dollar bzw. 1,58 Dollar je Aktie auf nun 4,66 Mrd. Dollar bzw. 1,49 Dollar je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,01 Dollar. Analysten hatten zuvor nur ein EPS von 1,43 Dollar bei Umsätzen von 21,07 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie legt 3,88 Prozent zu. (28.01.2010/ac/n/m)