New York (aktiencheck.de AG) - Der Handelstag beginnt für die US-Börsen mit leichten Verlusten. Vor Handelsbeginn wurde eine unerwartet starke Zunahme des US-Handelsbilanzdefizits gemeldet.
Die europäischen Handelsplätze reagierten heute positiv auf Nachrichten über mögliche Finanzhilfen der EU an Griechenland. Der Dow Jones hat den Börsentag mit einem Minus von 0,14 Prozent auf 10.044,96 Punkte begonnen. Währenddessen verlieren der NASDAQ Composite 0,10 Prozent auf 2.148,62 Punkte und der S&P 500 0,19 Prozent auf 1.068,49 Zähler.
Die Mortgage Bankers Association of America ermittelte für die vergangene Woche einen saisonbereinigten Rückgang bei der Zahl der Hypothekenanträge. So verringerte sich der entsprechende Index um 1,2 Prozent. In der Vorwoche war hingegen ein Plus von 21,0 Prozent ausgewiesen worden. Das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen hat sich im Dezember 2009 ausgeweitet. So hat sich das Handelsbilanzdefizit auf 40,2 Mrd. Dollar erhöht, wogegen Volkswirte einen Rückgang auf 35,8 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für November war ein Passivsaldo von 36,4 Mrd. Dollar ausgewiesen worden.
Bereits gestern Abend nach US-Börsenschluss wurden die Quartalszahlen von Walt Disney (
ISIN US2546871060 /
WKN 855686 ) gemeldet. Unternehmensangaben zufolge wurde im ersten Geschäftsquartal ein Umsatz von 9,74 Mrd. Dollar erwirtschaftet, der damit 1 Prozent über dem Vorjahreswert von 9,56 Mrd. Dollar lag. Der Nettogewinn belief sich im Berichtsquartal auf 844 Mio. Dollar bzw. 0,44 Dollar je Aktie, nach 845 Mio. Dollar bzw. 0,45 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Vor Sondereffekten lag das Ergebnis je Aktie bei 0,47 Dollar.
Analysten hatten im Vorfeld lediglich ein EPS von 0,38 Dollar bei einem Umsatz von 9,66 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie verliert zu Handelsbeginn 2,38 Prozent.
Für Sprint Nextel (
ISIN US8520611000 /
WKN 857165 ) geht es derweil 5,21 Prozent abwärts. Im vierten Quartal lag der Umsatz mit 7,87 Mrd. Dollar um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 8,43 Mrd. Dollar. Beim Nettoergebnis stand ein Verlust von 980 Mio. Dollar bzw. 0,34 Dollar je Aktie zu Buche, nachdem man im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 1,62 Mrd. Dollar bzw. 0,57 Dollar je Aktie zu verzeichnen hatte. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 0,19 Dollar je Aktie sowie einen Umsatz von 8,03 Mrd. Dollar erwartet.
Der Versicherungsbroker Marsh & McLennan (
ISIN US5717481023 /
WKN 858415 ) konnte die Umsatzerlöse im vierten Quartal auf 2,73 Mrd. Dollar steigern, nach 2,64 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde auf 38 Mio. Dollar bzw. 0,07 Dollar je Aktie beziffert, nach 80 Mio. Dollar bzw. 0,15 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmalbelastungen in Zusammenhang mit einem Gerichtsvergleich aus dem Jahr 2004 hatte der bereinigte Gewinn im Berichtszeitraum bei 0,38 Dollar je Aktie gelegen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,37 Dollar sowie einen Umsatz von 2,56 Mrd. Dollar erwartet. Titel von Marsh & McLennan geben 1,08 Prozent nach.
Coca-Cola Enterprises (
ISIN US1912191046 /
WKN 871964 ) konnte im vierten Quartal 2009 dank eines starken Europa-Geschäfts einen Gewinn einfahren. Unternehmensangaben zufolge schrumpften die Umsatzerlöse auf 5,12 Mrd. Dollar, nach 5,24 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Damit gaben die Umsätze um 2,5 Prozent nach. Der Nettogewinn betrug 110 Mio. Dollar oder 0,22 Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 1,45 Mrd. Dollar bzw. 2,99 Dollar pro Aktie. Analysten hatten durchschnittlich nur ein EPS von 0,20 Cents sowie Umsätze von 5,28 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie von Coca-Cola Enterprises liegt mit 3,05 Prozent im Minus.
Für Titel der Omnicom Group (
ISIN US6819191064 /
WKN 871706 ) geht es hingegen 0,68 Prozent aufwärts. Im vierten Quartal belief sich der Nettogewinn auf 229,6 Mio. Dollar bzw. 0,73 Dollar pro Aktie, gegenüber 271 Mio. Dollar bzw. 0,87 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 3,1 Prozent auf 3,27 Mrd. Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,72 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 3,18 Mrd. Dollar ausgegangen.
Das US-Verlagshaus New York Times (
ISIN US6501111073 /
WKN 857534 ) konnte sein Ergebnis im vierten Quartal 2009 verbessern. So kletterte der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen von 27,6 Mio. Dollar oder 0,19 Dollar je Aktie auf 90,9 Mio. Dollar bzw. 0,61 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug der Gewinn 0,44 (Vorjahr: 0,36) Dollar pro Anteilschein, wogegen die Prognose der Analysten nur auf 0,38 Dollar pro Aktie lautete. Die Umsatzerlöse sanken auf 681,2 Mio. Dollar, nach 769,5 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Dies bedeutet ein Minus von 11,5 Prozent. Die Aktie von New York Times liegt 4,88 Prozent zurück.
Das Wertpapier von Sonoco Products (
ISIN US8354951027 /
WKN 861171 ) legt mehr als 7 Prozent zu. Im vierten Quartal belief sich der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn auf 47,1 Mio. Dollar bzw. 0,46 Dollar pro Aktie, verglichen mit 36 Mio. Dollar bzw. 0,36 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 0,58 Dollar je Anteilsschein. Der Umsatz erhöhte sich um 7,1 Prozent auf 1,00 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,50 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 971 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Ergebnis von 2,00 bis 2,15 Dollar (zuvor: 1,95 bis 2,05 Dollar) pro Aktie, während der Markt durchschnittlich ein EPS-Ergebnis von 2,03 Dollar prognostiziert. (10.02.2010/ac/n/m)