New York (aktiencheck.de AG) - Nach den Abschlägen am Montag gehen die US-Börsen heute uneinheitlich in den Handel. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Handelsbeginn 0,18 Prozent hinzu und notiert aktuell bei 8.434,15 Punkten.
Der NASDAQ Composite verzeichnet hingegen ein Minus von 0,02 Prozent auf 1.730,94 Zähler, während der S&P 500 um 0,08 Prozent auf 909,97 Punkte klettert.
Laut US-Handelsministerium hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im März 2009 vergrößert. So erhöhte sich das Handelsbilanzdefizit um 5,5 Prozent auf 27,6 Mrd. Dollar, während Volkswirte einen stärkeren Anstieg auf 29,0 Mrd. Dollar erwartet hatten. Die Exporte schrumpften um 2,4 Prozent auf 123,6 Mrd. Dollar, während die Importe um 1,0 Prozent auf 151,2 Mrd. Dollar nachgaben.
Finanztitel zeigen sich nach den Einbußen am gestrigen Tag heute etwas stabiler. Citigroup und Goldman Sachs können jeweils über 1 Prozent hinzugewinnen. JP Morgan Chase und Wells Fargo liegen aktuell nur knapp im Minus. Die Aktie von U.S. Bancorp gibt rund 4 Prozent ab, während Capital One Financial über 1 Prozent gewinnt. Capital One Financial plant durch die Ausgabe neuer Aktien Einnahmen von 1,75 Mrd. Dollar. U.S. Bancorp hat inzwischen die Details zur bereits angekündigten Kapitalerhöhung veröffentlicht. Die Großbank plant die Platzierung von 139 Millionen neuen Anteilsscheinen zu 18,00 Dollar je Aktie. Die zu erwartenden Nettoerlöse wurden auf 2,4 Mrd. Dollar beziffert.
Die angeschlagene Großbank Bank of America hat dem "Wall Street Journal" zufolge rund ein Drittel ihres knapp 16,7-prozentigen Anteils an der China Construction Bank (CCB) veräußert und sich damit 7,3 Mrd. Dollar gesichert. Nun hält die Bank of America noch 10,6 Prozent an der CCB. Die Bank of America gehört zu den zehn US-Finanzinstituten, die nach den Ergebnissen der so genannten Stresstests ohne zusätzliches Kapital eine Verschärfung der Krise nicht überstehen würden. Dabei schnitt der Konzern von allen getesteten Banken mit Abstand am schlechtesten ab. Die Aktie der Bank of America kann aktuell über 2 Prozent zulegen.
Der Anteilschein von Ford Motor knickt indes um über 10 Prozent ein. Der Automobilhersteller meldete am Montag nach Börsenschluss, dass er sich durch die Ausgabe von 300 Millionen Stammaktien frisches Kapital verschaffen will. Mit den Erlösen ist unter anderem geplant, Verpflichtungen gegenüber den Gewerkschaften im Zusammenhang mit einem Gesundheitsfonds für Betriebsrentner (Voluntary Employee Beneficiary Association, VEBA) nachzukommen.
Die Supermarktkette Great Atlantic & Pacific Tea (A&P) teilte mit, dass sich ihr Verlust im vierten Quartal vergrößert hat, was mit einem Rückgang der Verbraucherausgaben und hohen Kosten zusammenhängt. Der Nettoverlust belief sich auf 111,1 Mio. Dollar bzw. 4,15 Dollar pro Aktie, nach einem Minus von 61,5 Mio. Dollar bzw. 1,73 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Verlust aus dem laufenden Geschäft lag bei 3,33 Dollar pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich von 2,2 Mrd. Dollar auf 2,29 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Verlust von 31 Cents pro Aktie ausgegangen. Die A&P-Aktie verliert entsprechend über 6 Prozent.
Das Wertpapier des Uhrenherstellers Fossil schießt hingegen fast 15 Prozent nach oben. Fossil legte die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Angesichts der weltweit rückläufigen Konsumnachfrage verringerten sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum um 9,3 Prozent auf 323 Mio. Dollar. Der Nettogewinn wurde auf 17,3 Mio. Dollar bzw. 26 Cents je Aktie beziffert. Analysten hatten für das erste Quartal lediglich ein EPS von 16 Cents erwartet. Zudem sieht das Fossil-Management trotz der weiter bestehenden konjunkturellen Unsicherheiten Anzeichen einer Stabilisierung.
(12.05.2009/ac/n/m)