New York (aktiencheck.de AG) - Beflügelt von Hoffnungen auf eine Beruhigung der Finanzmärkte ist die Wall Street mit Aufschlägen in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones kann aktuell 0,88 Prozent zulegen auf 8.930,19 Punkte.
Der S&P 500 klettert daneben um 1,16 Prozent auf 951,42 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum verfestigt sich um 0,86 Prozent auf 1.726,03 Punkte.
Im Energiesektor sorgt eine milliardenschwere Übernahme für Aufsehen. Wie der Kraftwerksbetreiber Exelon am Sonntag bekannt gab, will er den Energieversorger NRG Energy für rund 6,2 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Mit einer Erzeugungskapazität von rund 47.000 Megawatt würde durch einen Zusammenschluss der größte Energieversorger in den USA entstehen. Die Aktie von NRG liegt aktuell mit rund 25 Prozent im Plus, während Titel von Exelon fast 4 Prozent abgeben.
Daneben steht ein Pressebericht im Blick, demzufolge die Hoffnungen auf eine Übernahme von Chrysler durch General Motors schwinden, da GM nach wie vor nicht in der Lage ist, die für eine Transaktion notwendige Finanzierung zu sichern. Die Aktie von GM tendiert rund 2,5 Prozent fester.
Die Aktie von Halliburton verfestigt sich um knapp 17 Prozent. Der Ölfeld-Servicedienstleister musste im dritten Quartal aufgrund von negativen Einmaleffekten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen allerdings mehr als erfüllt. Papiere des Industriekonzerns Eaton, der seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal unerwartet deutlich gesteigert hat, ziehen um 2,5 Prozent. Der gesenkte Ausblick wird dabei offenbar nur am Rande wahrgenommen.
Der Spielwarenhersteller Mattel hat im letzten Vierteljahr etwas mehr verdient. An den Erwartungen der
Analysten ist der Konzern allerdings vorbeigeschrammt. Die Aktie verliert daraufhin 0,6 Prozent. Anteilsscheine des Mitbewerbers Hasbro, der die Prognosen trotz Ergebnisrückgang übertroffen hat, geben mehr als 2 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Der US-Kraftwerksbetreiber Exelon Corp. (
ISIN US30161N1019 /
WKN 852011 ) teilte am Sonntag mit, dass er den US-Energieversorger NRG Energy Inc. (ISIN US6293775085/ A0BLR4) für rund 6,2 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen will. Den Angaben zufolge würde durch einen Zusammenschluss der größte Energieversorger in den USA entstehen, mit einer Erzeugungskapazität von rund 47.000 Megawatt. Damit könnten fast 45 Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden, hieß es.
Presseangaben zufolge schwinden derzeit die Hoffnungen auf eine Übernahme der Chrysler LLC durch den US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (
ISIN US3704421052 /
WKN 850000 ), da GM nach wie vor nicht in der Lage ist, die für eine Transaktion notwendige Finanzierung zu sichern. Wie das "Wall Street Journal" (Montagsausgabe) berichtet, haben der GM-Konzern, seine Kreditgeber sowie Chrysler in den vergangenen Tagen versucht, Investoren von einem Zusammenschluss zu überzeugen. Demnach würde das fusionierte Unternehmen Einsparungen von bis zu 10 Mrd. Dollar generieren, eine umgehende Umsatzsteigerung mit sich bringen und auf mehr Barmittel zugreifen können, hieß es. Jedoch würde der neue Konzern zur Finanzierung von Abfindungsangeboten und Entlassungen - insgesamt könnten 40.000 Stellen betroffen sein - die Zuführung finanzieller Mittel von außen benötigen, so die Zeitung.
Der amerikanische Ölfeld-Servicedienstleister Halliburton Co. (
ISIN US4062161017 /
WKN 853986 ) musste im dritten Quartal aufgrund von negativen Einmaleffekten einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserten sich die Umsatzerlöse um 24 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde hingegen ein Verlust ausgewiesen, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten und Sonderbelastungen in Zusammenhang mit im Golf von Mexiko verursachten Sturmschäden wurden die Schätzungen der Analysten allerdings übertroffen.
Die Mattel Inc. (
ISIN US5770811025 /
WKN 851704 ), der größte Spielwarenhersteller in den USA, meldete heute, dass sie im dritten Quartal einen leicht höheren Gewinn erwirtschaftet hat, was mit gestiegenen Umsätzen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch aufgrund höherer Ausgaben verfehlt. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 6 Prozent zu.
Die Hasbro Inc. (
ISIN US4180561072 /
WKN 859888 ), der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA, meldete heute, dass ihr Gewinn im dritten Quartal um 14 Prozent gesunken ist, was vor allem auf einen Einmalertrag im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden jedoch geschlagen. Der Umsatz nahm um 6 Prozent zu.
Der amerikanische Industriekonzern Eaton Corp. (
ISIN US2780581029 /
WKN 850940 ) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 22 Prozent gestiegen ist, was mit einem starken Umsatzplus zusammenhängt. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis geschlagen. Die Jahresprognose wurde indes gesenkt. Der Umsatz erhöhte sich um 24,7 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten EPS-Ergebnis von 7,45 bis 7,55 Dollar. Analysten sehen das Ergebnis pro Aktie hier bei 7,60 Dollar. (20.10.2008/ac/n/m)