New York (aktiencheck.de AG) - Nach der gestrigen Kursrallye ist die Wall Street mit roten Vorzeichen in die Sitzung gestartet. Der Dow Jones verliert kurz nach Handelsstart 0,88 Prozent und notiert bei 9.183,79 Punkten.
Der S&P 500 gibt daneben 1,21 Prozent ab auf 973,46 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum büßt 1,53 Prozent ein auf 1.742,87 Punkte.
Die Berichtssaison läuft inzwischen auf Hochtouren. Gegen den Trend legen Anteilsscheine von Pfizer gut 1 Prozent zu. Der größte Pharmahersteller der Welt hat im abgelaufenen Quartal deutlich mehr verdient. Das bereinigte Ergebnis lag dabei über den Schätzungen des Marktes. Der Chemiekonzern DuPont hat im dritten Quartal ohne die Berücksichtigung von Einmalbelastungen ein besser als erwartetes Ergebnis ausgewiesen. Allerdings wurde die Ergebnisprognose nach unten revidiert. In der Folge sackt der Titel um fast 5 Prozent ab.
Die Aktie des Mischkonzerns 3M, der im abgelaufenen Quartal dank gestiegener Umsatzerlöse und verbesserter Margen ein operatives Ergebnisplus verzeichnet hat, legt knapp 5 Prozent zu. Für Caterpillar geht es indes um gut 1 Prozent nach unten. Der Baumaschinenhersteller teilte zuvor mit, dass sein Gewinn im dritten Quartal stärker als von
Analysten erwartet gesunken ist. Der Ausblick für 2008 wurde allerdings bestätigt.
Leicht grüne Vorzeichen prägen das Bild bei American Express. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise musste der Finanzkonzern im letzten Vierteljahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Dennoch wurden die Schätzungen übertroffen.
Papiere von Lockheed Martin sind ebenfalls einen Blick wert. Der Rüstungskonzern hat unerwartet gute Quartalszahlen auf den Tisch gelegt, beim Ausblick für das kommende Jahr aber enttäuscht. Die Anleger strafen den Titel mit einem Minus von annähernd 5 Prozent ab. Mit einem Abschlag von mehr als 10 Prozent trifft es die Aktie von Texas Instruments noch wesentlich härter. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips musste im abgelaufenen Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen und ist an den Erwartungen vorbeigeschrammt. Für Sun Microsystems geht es um mehr als 13 Prozent in die Tiefe, nachdem der Konzern seine Anleger mit unerwartet schwachen vorläufigen Geschäftszahlen geschockt hat. Anteilsscheine des Pharmakonzerns Schering-Plough rücken nach Ergebnisvorlage um mehr als 4 Prozent vor.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Pfizer Inc. (
ISIN US7170811035 /
WKN 852009 ), der größte Pharmahersteller der Welt, meldete heute, dass sich ihr Gewinn im dritten Quartal verdreifacht hat, was mit geringeren Kosten und dem schwächeren Dollar zusammenhängt. Zudem wurde das Vorjahresergebnis durch eine Sonderbelastung beeinträchtigt. Der bereinigte Gewinn lag dabei über den Erwartungen des Analysten. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem unbereinigten EPS-Ergebnis von 1,61 bis 1,71 Dollar (zuvor: 1,73 bis 1,88 Dollar) und einem bereinigten von 2,36 bis 2,41 Dollar (zuvor: 2,35 bis 2,45 Dollar). Analysten prognostizieren hier einen Gewinn von 2,37 Dollar pro Aktie.
Der US-Chemiekonzern E. I. Du Pont de Nemours and Co. (DuPont) (
ISIN US2635341090 /
WKN 852046 ) verbuchte im dritten Quartal dank der starken Nachfrage in den Emerging Markets einen Umsatzanstieg. Beim Ergebnis musste der Konzern jedoch aufgrund von Einmalbelastungen einen Rückgang ausweisen. Ohne die Berücksichtigung von Einmalbelastungen in Zusammenhang mit Sturmschäden lag der Gewinn je Aktie deutlich über den Erwartungen. Für das laufende Fiskaljahr wurde die Ergebnisprognose vor Einmaleffekten von zuletzt 3,45 bis 3,55 Dollar je Aktie auf 3,25 bis 3,30 Dollar nach unten revidiert. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 3,48 Dollar aus.
Die American Express Co. (
ISIN US0258161092 /
WKN 850226 ) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal bekannt. Der US-Finanzkonzern musste dabei einen deutlichen Gewinnrückgang im Zusammenhang mit der US-Finanzkrise hinnehmen, dennoch konnten die Erwartungen deutlich übertroffen werden. Die Umsätze nach Zinsen konnten gesteigert werden.
Der amerikanische Mischkonzern 3M Co. (
ISIN US88579Y1010 /
WKN 851745 ) verbuchte im dritten Quartal dank gestiegener Umsatzerlöse und verbesserter Margen ein operatives Ergebnisplus. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz um 6,2 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten verbesserte sich der Nettogewinn stärker als erwartet. Für das laufende Fiskaljahr stellt der Konzern ein EPS von 5,40 bis 5,48 Dollar in Aussicht. Analysten gehen hier von einem EPS von 5,45 Dollar aus.
Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. (
ISIN US1491231015 /
WKN 850598 ) teilte heute mit, dass sein Gewinn im dritten Quartal unerwartet deutlich um gut 6 Prozent gesunken ist, was auf höhere Produktionskosten - vor allem wegen höheren Rohstoffkosten - zurückzuführen ist. Indes wurde der Ausblick für 2008 bestätigt. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent.
Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin Corp. (
ISIN US5398301094 /
WKN 894648 ) verbuchte im dritten Quartal trotz gesunkener Umsatzerlöse einen Gewinnanstieg. Wie der Auftragshersteller für die Rüstungsindustrie am Dienstag erklärte, sank der Umsatz im Berichtszeitraum um 5 Prozent. Der Nettogewinn stieg indes um 2 Prozent. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Für das Gesamtjahr hat der Konzern seine EPS-Prognose um 10 Cents auf 7,55 bis 7,70 Dollar angehoben. Analysten erwarten hier 7,75 Dollar. Für das kommende Jahr stellt der Konzern ein EPS von 7,65 bis 7,90 Dollar in Aussicht. Die Marktschätzung beläuft sich hier auf 8,39 Dollar.
Die Texas Instruments Inc. (
ISIN US8825081040 /
WKN 852654 ) hat am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Dabei musste der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen und verfehlte damit die Erwartungen. Der Ausblick enttäusche ebenfalls. Für das laufende vierte Quartal erwarten Analysten ein EPS von 43 Cents bei Umsatzerlösen von 3,34 Mrd. Dollar. Texas Instruments selbst erwartet einen Umsatz von 2,83 bis 3,07 Mrd. Dollar sowie ein EPS von 30 bis 36 Cents.
Die Sun Microsystems Inc. (
ISIN US8668102036 /
WKN A0M7N9 ) legte am Montag nach US-Börsenschluss die vorläufigen Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Demnach rechnet der auf die Bereiche Server und Software spezialisierte Konzern mit einem Verlust von 2 bis 12 Cents pro Aktie vor Einmaleffekten. Analysten gehen derzeit von einem EPS-Ergebnis von -1 Cent aus. Im Vorjahr erzielte Sun einen Gewinn.
Der US-Pharmakonzern Schering-Plough Corp. (
ISIN US8066051017 /
WKN 850469 ) gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinnrückgang um 23 Prozent ausweisen musste, was auf höhere Kosten zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis konnte das Ergebnis jedoch die Erwartungen der Analysten schlagen. Der Umsatz erhöhte sich um 62,7 Prozent. (21.10.2008/ac/n/m)