New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit deutlichen Zuwächsen in den Tag gestartet. Der Dow Jones gewinnt kurz nach Handelsstart 1,17 Prozent und notiert bei 9.368,42 Indexpunkten.
Der S&P 500 kann 1,11 Prozent zulegen auf 995,92 Zähler. Gleichzeitig rückt der NASDAQ Composite um 1,67 Prozent vor auf 1.769,48 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche verbessert. Laut Angaben des Arbeitsministeriums fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 20.000 auf 478.000. Volkswirte hatten allerdings eine Abnahme auf 475.000 prognostiziert.
Überraschend hat der Technologiekonzern IBM gestern nach Börsenschluss seine vorläufigen Ergebnisse zum dritten Quartal bekannt gegeben. Dabei konnte das Ergebnis stärker als von
Analysten erwartet gesteigert werden. Obwohl die Umsatzentwicklung hinter den Schätzungen zurückgeblieben ist, gewinnt die Aktie im frühen Handel mehr als 4 Prozent.
Wie so oft steht auch der Finanzsektor verstärkt im Blick. Der schwer angeschlagene Versicherungskonzern AIG erhält von der Fed einen weiteren Kredit in Höhe von bis zu 37,8 Mrd. Dollar, nachdem dem Versicherer erst im September ein Darlehen über 85 Mrd. Dollar gewährt wurde. Die AIG-Aktie verliert leicht. Einem Pressebericht zufolge sind die Gespräche zwischen der Citigroup, Wells Fargo und der US-Regierung über einen Weg zur Aufteilung von Wachovia ins Stocken geraten. So seien beide Interessanten überrascht über die Konzentration minderwertiger Assets bei Wachovia. Papiere der Citigroup legen fast 6 Prozent zu, Titel von Wells Fargo geben indes über 1 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Der US-Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (
ISIN US4592001014 /
WKN 851399 ) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss früher als geplant seine vorläufigen Ergebnisse zum dritten Quartal bekannt. Dabei konnte das Ergebnis deutlich gesteigert werden, womit die Erwartungen übertroffen wurden. Der Umsatz verfehlte jedoch die Marktschätzungen. Die Jahresplanung wurde indes bestätigt. Der Nettogewinn stieg demnach um 20 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich um 5 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem EPS-Ergebnis von mindestens 8,75 Dollar, während die durchschnittliche Marktschätzung hier einen Wert von 8,76 Dollar vorsieht.
Der US-Flugzeughersteller Boeing Co. (
ISIN US0970231058 /
WKN 850471 ) und seine seit Wochen streikenden Mechaniker könnten Presseangaben zufolge bereits in wenigen Tagen an den Verhandlungstisch zurückkehren. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, standen der Konzern und Führer der Gewerkschaft International Association of Machinists and Aerospace Workers zuletzt in informellem Kontakt. Am 6. September sind die rund 27.000 Arbeiter der Mechanikergewerkschaft in den Ausstand getreten, um gegen den zuletzt vom Unternehmen vorgeschlagenen Arbeitsvertrag zu demonstrieren.
Der schwer angeschlagene US-Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (
ISIN US0268741073 /
WKN 859520 ) erhält von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) einen weiteren Kredit in Höhe von bis zu 37,8 Mrd. Dollar. Dies gab die Fed am Mittwoch bekannt. Den Angaben zufolge bekommt die Notenbank im Gegenzug als Sicherheit festverzinsliche Anleihen. Der jüngste Milliarden-Kredit für AIG durch die Fed ist bereits der zweite innerhalb von wenigen Wochen. Bereits im September hat die Federal Reserve Bank of New York dem Versicherer im Zuge eines Rettungsplans ein Darlehen über 85 Mrd. Dollar gewährt. Im Rahmen der Kreditfazilität mit einer Laufzeit von zwei Jahren erhält die US-Regierung im Gegenzug eine Beteiligung in Höhe von 79,9 Prozent an AIG.
Presseangaben zufolge sind die Gespräche zwischen der Citigroup Inc. (
ISIN US1729671016 /
WKN 871904 ), der Wells Fargo & Co. (
ISIN US9497461015 /
WKN 857949 ) und der US-Regierung über einen Weg zur Aufteilung der Wachovia Corp. (
ISIN US9299031024 /
WKN 868326 ) unter den beiden Bietern aufgrund mehrerer ungeklärter Schlüsselfragen ins Stocken geraten. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, zeigten sich Citigroup und Wells Fargo nach der genaueren Einsicht in die Wachovia-Bücher überrascht über die Konzentration von Assets, die sie als minderwertig einstufen. Beide Banken seien nun darüber besorgt, dass sie selbst bei einer teilweisen Übernahme des angeschlagenen Konkurrenten mit größeren Verlusten konfrontiert wären als bisher erwartet.
Die MetLife Inc. (
ISIN US59156R1086 /
WKN 934623 ), der größte Lebensversicherer in den USA, hat Presseangaben zufolge zuletzt den Lebens- und Sachversicherer Hartford Financial Services Group Inc. (
ISIN US4165151048 /
WKN 898521 ) bezüglich einer möglichen Fusion kontaktiert. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, haben die Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss jedoch zu keinem Ergebnis geführt.
Die US-Regionalbank National City Corp. (
ISIN US6354051038 /
WKN 851820 ) befindet sich Presseangaben zufolge derzeit in Gesprächen mit einer Reihe von Banken über einen möglichen Verkauf. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, gehören die PNC Financial Services Group Inc. (
ISIN US6934751057 /
WKN 867679 ), die größte Bankgesellschaft im US-Bundesstaat Pennsylvania, und die kanadische Bank of Nova Scotia (Scotiabank) (
ISIN CA0641491075 /
WKN 850388 ) zu den potenziellen Bietern. (09.10.2008/ac/n/m)