Wall Street Schluss: Knapp behauptet, Burger King gesucht


09.03.10 22:20
Meldung
 
New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen mussten einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben und schlossen knapp im Plus. Der Dow Jones gewann zuletzt 0,11 Prozent auf 10.564,61 Punkte.
Der NASDAQ Composite kletterte indes 0,36 Prozent auf 2.340,68 Zähler nach oben, und der S&P 500 zog um 0,17 Prozent auf 1.140,43 Punkte an.

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron (ISIN US1667641005 / WKN 852552 ) beabsichtigt, im Downstream-Geschäft die Kosten zu senken, aus Märkten auszusteigen und die Aktivitäten zu verschlanken. Den Angaben zufolge will der Konzern für bestimmte Aktivitäten in Europa (darunter auch die Pembroke-Raffinerie in UK), in der Karibik und in ausgewählten Märkten in Zentralamerika Angebote einholen. Zudem sei geplant, die Geschäftsaktivitäten in Hawaii und Afrika, außerhalb von Südafrika, auf den Prüfstand zu stellen. Im Zuge der Maßnahmen soll die Belegschaft im Downstream-Bereich weiter reduziert werden. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Sonderbelastungen werden für das erste Quartal 2010 auf 150 bis 200 Mio. Dollar nach Steuern geschätzt. Die Chevron-Aktie reagierte auf die Meldung mit einem Minus von einem halben Prozent.

Die Aktie von Kroger (ISIN US5010441013 / WKN 851544 ) knickte um mehr als 2 Prozent ein. Der größte Lebensmittelhändler in den USA musste im vierten Quartal trotz eines Umsatzwachstums um 7,2 Prozent einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 255,4 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie und lag damit 27 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Gewinn von 34 Cents pro Aktie ausgegangen.

Die Einzelhandelskette Stage Stores (ISIN US85254C3051 / WKN 529981 ) meldete heute, dass sie ihren Gewinn im vierten Quartal um 10 Prozent auf 27,9 Mio. Dollar bzw. 72 Cents pro Aktie steigern konnte, was vor allem mit einer starken Bestandskontrolle und Kostensenkungen zusammenhängt. Der Umsatz verringerte sich indes um 5,3 Prozent auf 431,7 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 69 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 432,2 Mio. Dollar ausgegangen. Das Papier von Stage Stores büßte ein halbes Prozent ein.

Die Schnellrestaurantkette Burger King (ISIN US1212082010 / WKN A0JL4A ) rechnet im dritten Quartal mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang als Folge von ungünstigen Wetterverhältnissen. So wurden die vergleichbaren Filialumsätze in den USA und Kanada in den Monaten Januar und Februar 2010 durch widrige Wetterverhältnisse (Winterstürme) im Zentrum und im Osten der USA stark beeinträchtigt. Dabei wurde hier über den Zwei-Monats-Zeitraum zum 28. Februar 2010 ein Umsatzrückgang um 8,2 Prozent verzeichnet, gegenüber einem Wachstum von 3,1 Prozent in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Die Burger King-Aktie kann dennoch mit einem Plus von 2 Prozent aus dem Handel gehen.

Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657 ) legt seine Tiergesundheitssparte mit jener von Merck & Co. (ISIN US58933Y1055 / WKN A0YD8Q ) zusammen. So hat der französische Pharmahersteller von einer entsprechenden Option Gebrauch gemacht, seine Sparte Merial mit Intervet/Schering-Plough, dem Tiergesundheitsgeschäft von Merck, zusammenzuführen. An dem Joint Venture werden beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sein. Im Rahmen der Transaktion leistet Sanofi-Aventis eine Ausgleichszahlung von 250 Mio. Dollar an den US-Konzern. Darüber hinaus wird Sanofi-Aventis weitere 750 Mio. Dollar aus einer früheren Vertragsvereinbarung an Merck & Co. überweisen. Der Anteilschein von Merck & Co. gab knapp 1 Prozent ab.

Die Aktie von Texas Instruments (ISIN US8825081040 / WKN 852654 ) bewegte sich zuletzt mit über 2 Prozent im Minus. Der Halbleiterhersteller hat gestern nach Börsenschluss die Prognosen für das erste Quartal 2010 präzisiert. So wird nun mit einem Umsatz im Bereich von 3,07 Mrd. Dollar bis 3,19 Mrd. Dollar kalkuliert. Bisher lag die Umsatzprognose bei 2,95 Mrd. Dollar bis 3,19 Mrd. Dollar. Ferner rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn je Aktie von 48 Cents bis 52 Cents, gegenüber der vorherigen Prognose von 44 Cents bis 52 Cents. Die Analystenschätzungen für das erste Quartal lagen bei einem EPS von 49 Cents sowie einem Umsatz von 3,08 Mrd. Dollar.

Am morgigen Mittwoch steht unter anderem die Veröffentlichung der Zahlen zum US-Staatshaushalt für Februar 2010 an. Darüber hinaus werden die Zahlen zum Umsatz und zur Lagerhaltung im Großhandel für Januar 2010 publiziert.
(09.03.2010/ac/n/m)


 

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