Wall Street-Schluss: Kräftige Abschläge, Zukunft des Ret.


02.10.08 22:22
Meldung
 
New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Donnerstag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel gehen. Das geplante Rettungspaket für den angeschlagenen Finanzsektor hat am Vorabend eine erste parlamentarische Hürde genommen.
So hat der Senat den Plänen der Regierung zugestimmt. Die Entscheidung des Repräsentantenhauses steht allerdings noch aus. Ob diese aber überhaupt noch kommt ist weiter offen.

Der Auftragseingang für Industriegüter ist im August 2008 deutlich geschrumpft. So verringerte sich die Anzahl der Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 4,0 Prozent, während Volkswirte nur eine Abnahme um 2,9 Prozent prognostiziert hatten. Für Juli war noch ein Plus von revidiert 0,7 (vorläufig: 1,3) Prozent gemeldet worden.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Woche zum 28. September 2008 unerwartet verschlechtert. So wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 1.000 auf 497.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 475.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 493.000 auf 496.000 korrigiert.

Der Dow Jones verlor am Ende 3,22 Prozent auf 10.482,85 Punkte, der S&P 500 gab 4,03 Prozent auf 1.114,28 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Minus von 4,48 Prozent auf 1.976,72 Punkte.

Die Aktie von Micron Technology stach mit einem Plus von über 4 Prozent hervor. Der Speicherchip-Hersteller meldete gestern nachbörslich seine Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Dabei ist der Konzern tiefer in die roten Zahlen gerutscht als von Analysten befürchtet.

Der Hotelbetreiber Marriott hat im letzten Vierteljahr auf bereinigter Basis unerwartet gut verdient. Angesichts der zuletzt deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen erwartet man für das laufende Quartal und das Fiskaljahr 2009 allerdings ein Ergebnis unterhalb der Analystenschätzungen. Die Anleger straften den Wert mit einem Minus von knapp 5 Prozent.

Für Merck & Co. ging es 3 Prozent nach unten, obwohl der Pharmakonzern die Entwicklung eines Medikaments zur Behandlung von Fettleibigkeit eingestellt hat.

Dagegen brachen Papiere des Düngemittelherstellers Mosaic nach enttäuschenden Geschäftszahlen um über 41 Prozent ein. In der Folge gaben auch Aktien des Agrarkonzerns Monsanto mehr als 16 Prozent nach, obwohl der Konzern seinen Gewinnausblick für 2008 angehoben hat.

Die Drugstorekette Rite Aid verzeichnete im September einen Umsatzanstieg. So verzeichnete man bei den vergleichbaren Filialumsätzen einen Anstieg von 1,7 Prozent. Die Aktie verlor 6 Prozent.

Die Drugstore-Kette Walgreen verzeichnete im September auf Konzernebene einen Umsatzanstieg von 10,0 Prozent auf 4,85 Mrd. Dollar. Die vergleichbaren Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, erhöhten sich um 4,7 Prozent. Die Aktie gab 2 Prozent nach. (02.10.2008/ac/n/m)


 

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