New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen konnten am Donnerstag nach einer Rekordrallye mit kräftigen Zugewinnen aus dem Handel gehen. Nachdem der Dow Jones zwischenzeitlich sogar die 8.000er Marke durchbrochen hat, erholte er sich im Tagesverlauf in der Spitze um mehr als 800 Punkte.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche deutlich verschlechtert. Laut Angaben des Arbeitsministeriums wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 32.000 auf 516.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 479.000 prognostiziert hatten. Dagegen fiel das Handelsbilanzdefizit im September weniger hoch aus als befürchtet. So hat es sich um 4,4 Prozent auf 56,5 Mrd. Dollar reduziert, während Volkswirte nur einen Rückgang auf 57,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Zudem stieg das US-Haushaltsdefizit im Oktober wegen des Bailouts auf 237,2 Mrd. Dollar.
Der Dow Jones gewann am Ende 6,67 Prozent auf 8.835,25 Punkte, der S&P 500 legte 6,92 auf 911,29 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Plus von 6,50 Prozent auf 1.596,70 Punkte.
Der Einzelhandelsgigant Wal-Mart hat sein Ergebnis im dritten Quartal um 10 Prozent gesteigert und die Gewinnerwartungen damit übertroffen. Die Jahresprognose wurde allerdings gesenkt. Die Aktie gewann am Ende 4,4 Prozent.
Für Dr Pepper Snapple ging es um rund 13 Prozent in die Tiefe. Der Softdrink-Hersteller hat zuvor enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt und seinen Ausblick nach unten revidiert.
Anteilsscheine von Intel legten knapp 7 Prozent zu, obwohl der Chip-Konzern am Vorabend seine Umsatzprognose deutlich gesenkt hat. Applied Materials legten sogar über 14 Prozent zu. Der Chip-Ausrüster hat im vergangenen Quartal Rückgänge bei Umsatz- und Gewinn hinnehmen müssen, die Prognosen aber übertroffen. Gleichzeitig wurde ein schwacher Ausblick geben und ein umfassender Stellenabbau angekündigt.
Der IT-Dienstleister Computer Sciences konnte seinen Nettogewinn kräftig steigern. Der Gewinnsprung war auf eine Steuerrückzahlung zurückzuführen. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis lag allerdings unter den Erwartungen. Die Aktien gewannen dennoch über 9 Prozent. (13.11.2008/ac/n/m)