New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen sind mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gegangen, konnten ihre Tagestiefstände aber hinter sich lassen.
Die Stimmung wurde von einem Arbeitsmarktbericht getrübt, nach dem die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosengeld weniger stark gesunken ist als angenommen. Ferner wurden Technologiewerte von schlechten Quartalszahlen von QUALCOMM und Motorola belastet. Der Dow Jones verzeichnete ein Minus von 1,13 Prozent auf 10.120,46 Punkte. Währenddessen verloren der NASDAQ Composite 1,91 Prozent auf 2.179,00 Punkte und der S&P 500 1,18 Prozent auf 1.084,52 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche verbessert. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 8.000 auf 470.000, während Volkswirte im Vorfeld sogar einen Rückgang auf 450.000 prognostiziert hatten. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren lag die Zahl der Bestellungen im Dezember 2009 um 0,3 Prozent über dem Vormonatsniveau, während Volkswirte eine Zunahme um 2,0 Prozent prognostiziert hatten. Die Federal Reserve Bank of Chicago ermittelte für Dezember eine deutliche Abnahme beim National Activity Index auf -0,61 Punkte. Im Drei-Monats-Durchschnitt, der monatliche Schwankungen ausgleicht, wurde beim CFNAI ein Wert von ebenfalls -0,61 Punkten ausgewiesen.
Symantec (
ISIN US8715031089 /
WKN 879358 ) hat gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2009/10 vorgelegt, wonach das Ergebnis in den positiven Bereich zurückgekehrt ist. QUALCOMM (
ISIN US7475251036 /
WKN 883121 ) meldete gestern ebenfalls nach Handelsschluss eine deutliche Steigerung des Nettoergebnisses. Die Aktien von Symantec und QUALCOMM verloren im NASDAQ 100 6,39 Prozent und über 14 Prozent.
Die Aktie von Motorola (
ISIN US6200761095 /
WKN 853936 ) brach um gut 12 Prozent ein. Die Erwartungen an das vierte Quartal wurden beim Gewinn übertroffen, während die Umsatzschätzungen aufgrund geringer als erwarteter Handyauslieferungen verfehlt wurden. Der Nettogewinn belief sich auf 142 Mio. Dollar bzw. 0,06 Dollar pro Aktie, verglichen mit einem Verlust von 3,66 Mrd. Dollar bzw. 1,61 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der jüngste Gewinn bei 0,09 Dollar pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 20 Prozent auf 5,72 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,08 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 5,94 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb (
ISIN US1101221083 /
WKN 850501 ) meldete für das vierte Quartal 2009 einen Umsatzanstieg auf 5,03 Mrd. Dollar, nach 4,54 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg von 1,24 Mrd. Dollar bzw. 0,63 Dollar je Aktie auf nun 8,03 Mrd. Dollar bzw. 4,06 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 0,47 Dollar. Analysten hatten durchschnittlich nur ein EPS von 0,41 Cents bei Erlösen von 5,38 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie verlor 0,78 Prozent an Wert.
Für Titel von Raytheon (
ISIN US7551115071 /
WKN 785159 ) ging es 1,46 Prozent abwärts. Im vierten Quartal lag der Umsatz mit 6,67 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 6,09 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 517 Mio. Dollar bzw. 1,30 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 428 Mio. Dollar bzw. 1,06 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,23 Dollar sowie einen Umsatz von 6,64 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern ein EPS von 4,75 bis 4,90 Dollar.
L-3 Communications Holdings (
ISIN US5024241045 /
WKN 914398 ) verloren 1,36 Prozent. Im vierten Quartal 2009 lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 4,21 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 4,01 Mrd. Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 227 Mio. Dollar bzw. 1,93 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 264 Mio. Dollar bzw. 2,17 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,86 Dollar sowie einen Umsatz von 4,11 Mrd. Dollar erwartet. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet der Konzern ein EPS von 8,00 bis 8,20 Dollar.
Der US-Telekommunikationskonzern AT&T (
ISIN US00206R1023 /
WKN A0HL9Z ) konnte im vierten Quartal 2009 dank Kosteneinsparungen und einem Anstieg der Mobilfunkkunden ein Gewinnwachstum verzeichnen. Wie der Konzern erklärte, schrumpfte der Umsatz auf 30,86 Mrd. Dollar, nach 31,08 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Dagegen kletterte der Nettogewinn um 25,6 Prozent von 2,40 Mrd. Dollar bzw. 0,41 Dollar je Aktie auf nun 3,01 Mrd. Dollar bzw. 0,51 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,51 Dollar sowie Umsätze von 30,86 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie verlor 0,31 Prozent.
Abwärts (-1,30 Prozent) ging es für Lockheed Martin (
ISIN US5398301094 /
WKN 894648 ). Im vierten Quartal 2009 lag der Umsatz mit 12,52 Mrd. Dollar über dem Vorjahreswert von 11,13 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich leicht auf 827 Mio. Dollar bzw. 2,17 Dollar je Aktie, nach einem Nettogewinn von 823 Mio. Dollar bzw. 2,05 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum hat der Konzern dabei insgesamt negative Einmaleffekte in Höhe von 0,16 Dollar je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,99 Dollar sowie einen Umsatz von 12,47 Mrd. Dollar erwartet.
Das Wertpapier von Ford Motor (
ISIN US3453708600 /
WKN 502391 ) gab 1,13 Prozent ab. Der Nettogewinn belief sich im vierten Quartal 2009 auf 868 Mio. Dollar bzw. 0,25 Dollar pro Aktie, gegenüber einem Verlust von 5,98 Mrd. Dollar bzw. 2,51 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz im Automobilbereich erhöhte sich von 25,3 Mrd. Dollar auf 32,6 Mrd. Dollar, der Gesamtumsatz stieg von 29,0 Mrd. Dollar auf 35,4 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,26 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 32,60 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (
ISIN US7427181091 /
WKN 852062 ) steigerte die Umsatzerlöse im zweiten Geschäftsquartal um 6 Prozent auf 21,03 Mrd. Dollar, nach 19,76 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dagegen fiel der Nettogewinn um 7 Prozent von 5,00 Mrd. Dollar bzw. 1,58 Dollar je Aktie auf nun 4,66 Mrd. Dollar bzw. 1,49 Dollar je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 1,01 Dollar. Analysten hatten zuvor nur ein EPS von 1,43 Dollar bei Umsätzen von 21,07 Mrd. Dollar erwartet. Die Aktie legte 1,43 Prozent zu.
Morgen werden um 8 Uhr 30 New Yorker Ortszeit die Zahlen der offiziellen Vorabschätzung zum US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2009 vorgelegt. Erwartet wird die erste BIP-Schätzung im Bereich 4,6 bis 6,4 Prozent nach 2,2 Prozent im Quartal zuvor. Um 9 Uhr 45 und 10 Uhr folgen die Zahlen zum Chicagoer Einkaufsmanagerindex für Januar 2010 und die endgültigen Zahlen zum Index der Verbraucherstimmung der Universtät Michigan für Januar 2010. Während Volkswirte den Einkaufsmanagerindex bei 55,0 bis 57,4 Punkten nach zuvor 58,7 Zählern sehen, wird der revidierte Verbraucherstimmungsindex im Bereich von 72,4 bis 73 Punkten erwartet. (28.01.2010/ac/n/m)