New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben am Ende des Tages noch einmal deutlich nachgegeben und tief im Minus geschlossen.
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche überraschend um 8.000 gestiegen, was die Stimmung belastete. Ferner bereitete die Staatsverschuldung Portugals Sorgen über den Zustand der europäischen Staaten. Der Dow Jones verzeichnete ein sattes Minus von 2,61 Prozent auf 10.002,18 Punkte. Währenddessen büßten der Nasdaq Composite 2,99 Prozent auf 2.125,43 Punkte und der S&P 500 3,11 Prozent auf 1.063,11 Zähler ein.
In der vergangenen Woche stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA um 8.000 auf 480.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 455.000 prognostiziert hatten. Die US-Produktivität hat sich im vierten Quartal 2009 weniger als erwartet erhöht. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums wuchs die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorquartal um 6,2 Prozent an. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg um 6,5 Prozent prognostiziert. Die Lohnstückkosten schrumpfen im Vorquartalsvergleich um 4,4 Prozent, nach einem Rückgang des Lohnniveaus um 2,5 Prozent im dritten Quartal. Laut US-Handelsministerium lag die Zahl der Bestellungen bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren im Dezember um 1,0 Prozent über dem Vormonatsniveau. Beim US-Auftragseingang für Industriegüter wurde für den Berichtsmonat ein Plus von 1,0 Prozent ermittelt, während Volkswirte hier ein Plus von 0,5 Prozent erwartet hatten.
Die US-Schnellrestaurantkette Burger King Holdings (
ISIN US1212082010 /
WKN A0JL4A ) verzeichnete im zweiten Quartal einen Ergebnisanstieg. So verbesserten sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf 645,6 Mio. Dollar, nach 534,1 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, wurde ein Rückgang von 2,0 Prozent ausgewiesen. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 50,2 Mio. Dollar bzw. 0,37 Dollar je Aktie verbucht, nach einem Nettogewinn von 44,3 Mio. Dollar bzw. 0,33 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Im Berichtszeitraum verzeichnete der Konzern positive Einmaleffekte in Zusammenhang mit Wechselkursschwankungen in Höhe von 2 Cents je Aktie.
Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,34 Dollar sowie einen Umsatz von 634,8 Mio. Dollar erwartet. Die Burger King-Aktie legte heute 2,91 Prozent zu.
Die US-Kaufhauskette Macy`s (
ISIN US55616P1049 /
WKN A0MS7Y ), die auch die Bloomingdale`s-Geschäfte betreibt, hat ihre vergleichbaren Umsätze im Januar gesteigert. Den Angaben zufolge erhöhten sich die so genannten Same-Store Sales um 3,4 Prozent, während Analysten im Vorfeld keine Veränderung prognostiziert hatten. Der Gesamtumsatz in den vier Wochen zum 30. Januar 2010 nahm um 3,4 Prozent auf 1,26 Mrd. Dollar zu. Die Unternehmensaktie gewann am Ende 2,59 Prozent.
Sara Lee (
ISIN US8031111037 /
WKN 850788 ) gaben 0,88 Prozent ab. Unternehmensangaben zufolge blieben die Umsätze im zweiten Geschäftsquartal mit 2,86 Mrd. Dollar unverändert gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Nettogewinn betrug 371 Mio. Dollar oder 0,53 Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 17 Mio. Dollar bzw. 0,02 Dollar pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf 0,36 (Vorjahr: 0,19) Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 0,23 Dollar je Aktie. Das Unternehmen hob seinen Ausblick für das Gesamtjahr auf ein EPS von 1,00 bis 1,05 (bisher: 0,90 bis 0,96) Dollar an.
Titel des US-Einzelhändlers Big Lots (
ISIN US0893021032 /
WKN 869884 ) rückten 1,51 Prozent vor. Im vierten Quartal lag der konsolidierte Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,45 Mrd. Dollar um 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,36 Mrd. Dollar. Die vergleichbaren Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich um 5,1 Prozent. Damit konnte man die eigene Prognose übertreffen, welche einen Anstieg der so genannten Same Store-Sales um 3,5 bis 4,5 Prozent in Aussicht gestellt hatte.
Titel von Northrop Grumman (
ISIN US6668071029 /
WKN 851915 ) verloren nach einem kurzen Abstecher im grünen Bereich 0,99 Prozent. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz auf 8,93 Mrd. Dollar, nach 8,78 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Das entspricht einem Plus von 2 Prozent. Der Nettogewinn betrug 413 Mio. Dollar bzw. 1,31 Dollar je Aktie, gegenüber einem Vorjahresverlust von 2,53 Mrd. Dollar bzw. 7,75 Dollar je Aktie. Analysten hatten zuvor lediglich ein EPS von 1,26 Dollar sowie einen Umsatz von 9,00 Mrd. Dollar erwartet.
MasterCard (
ISIN US57636Q1040 /
WKN A0F602 ) steigerte den Konzernumsatz von 1,22 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal auf nun 1,30 Mrd. Dollar. Das entspricht einem Plus von 6 Prozent. Ferner kletterte der Nettogewinn um 23 Prozent von 239,4 Mio. Dollar bzw. 1,83 Dollar je Aktie auf nun 294,4 Mio. Dollar bzw. 2,24 Dollar je Aktie. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 2,43 Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 2,44 Dollar bei Umsätzen von 1,29 Mrd. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie büßte mehr als 10 Prozent ihres Wertes ein.
Die US-amerikanische Bekleidungskette Urban Outfitters (
ISIN US9170471026 /
WKN 888903 ) verzeichnete im vierten Quartal beim konsolidierten Konzernumsatz einen Anstieg von 16 Prozent auf 589 Mio. Dollar. Die vergleichbaren Filialumsätze bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, verbesserten sich um 4 Prozent. Inklusive der weiteren Direktvertriebslinien habe der vergleichbare Umsatzanstieg bei 16 Prozent gelegen, hieß es weiter. Analysten hatten Erlöse von 583,9 Mio. Dollar erwartet. Titel von Urban Outfitters lagen 3,53 Prozent zurück.
CIGNA (
ISIN US1255091092 /
WKN 866918 ) verloren 3,54 Prozent. Im vierten Quartal belief sich der Nettogewinn auf 330 Mio. Dollar bzw. 1,19 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 209 Mio. Dollar bzw. 0,77 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 1,03 Dollar (Vorjahr: 0,48 Dollar) pro Aktie. Der Konzernumsatz fiel von 4,82 Mrd. Dollar auf 4,64 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,96 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 4,60 Mrd. Dollar ausgegangen.
Morgen werden um 8 Uhr 30 Washingtoner Ortszeit die Zahl der US-amerikanischen Beschäftigten ohne Landwirtschaft, die Zahl zur US-amerikanischen Arbeitslosenquote und die Zahlen zu den durchschnittlichen Stundenlöhnen für Januar 2010 bekannt gegeben. Um 15 Uhr Ortszeit stehen die Zahlen zu den US-amerikanischen Verbraucherkrediten für Dezember 2009 auf dem Programm. (04.02.2010/ac/n/m)