Wall Street Schluss: US-Börsen schließen mit deutlichen .


29.03.11 22:32
Meldung
 
New York (aktiencheck.de AG) - Nach schwächerem Start haben die US-Indizes am Dienstag ins Plus gedreht und mit deutlichen Gewinnen in der Nähe ihrer Tageshochs geschlossen.
Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420 ) gewann 0,67 Prozent auf 12.279,01 Punkte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0 ) verbesserte sich um 0,71 Prozent auf 1.319,44 Zähler. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427 ) legte um 0,96 Prozent auf 2.756,89 Punkte zu.

Keine negativen Auswirkungen auf die Aktienkurse hat das US-Verbrauchervertrauen, das sich im März unerwartet deutlich verschlechtert hat. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board am Dienstag bekanntgab, sank der entsprechende Index auf 63,4 Punkte, nach revidiert 72,0 (vorläufig: 70,4) Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Wert von 65,0 Punkten erwartet.

Wie aus dem S&P Case/Shiller Homeprice-Index hervorgeht, sind die Immobilienpreise in den USA im Januar 2011 gegenüber dem Vormonat erneut gefallen. So sanken die Häuserpreise im Berichtsmonat in den wichtigsten 20 Städten gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent, nach einem Minus von 1,0 Prozent im Dezember 2010. Dabei habe sich das Preisniveau in 19 der 20 Städte im Vormonatsvergleich verschlechtert, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde im Berichtszeitraum ein Rückgang der Häuserpreise um 3,1 Prozent ausgewiesen.

Größter Gewinner unter den 30 Dow-Jones-Werten war die Aktie von Home Depot (ISIN US4370761029 / WKN 866953 ) mit einem Aufschlag von 2,9 Prozent. Wie die weltgrößte Baumarktkette gestern mitteilte, wird sie eigene Aktien im Wert von 1 Mrd. US-Dollar über ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm erwerben. Zudem wurde der Umsatz- und Ergebnisausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt.

Um 3,1 Prozent verbesserten sich Papiere von Amazon.com Inc. (ISIN US0231351067 / WKN 906866 ). Der amerikanische Onlinehändler will künftig neue, auf der Cloud-Technologie basierende Dienstleistungen anbieten. Demnach sollen Nutzer künftig die Möglichkeit haben, digitale Musikdateien, Fotos oder Videos auf die Amazon-Server hochzuladen. Diese können dann mit Hilfe des Amazon Cloud Players über das Internet oder auch über mobile Geräte wieder von jedem Ort wieder abgerufen werden. Es sei geplant, einen Speicherplatz von 5 Gigabyte kostenlos anzubieten. Ein Speicherplatz von 20 Gigabyte soll 20 US-Dollar pro Jahr kosten. Beim Kauf eines MP3-Albums soll ein 20-Gigabyte-Speicherplatz für ein Jahr kostenlos angeboten werden.

Im Fokus standen auch General Electric (GE) (ISIN US3696041033 / WKN 851144 ). Der Mischkonzern gab bekannt, dass seine Energie-Sparte ein Abkommen zur Übernahme von rund 90 Prozent an Converteam, einem Spezialisten im Bereich der Energieumwandlung, geschlossen hat. Demnach erwirbt der GE-Konzern die Anteile von einem Konsortium, dem das Management, Barclays Private Equity und LBO France angehören, für rund 3,2 Mrd. US-Dollar. Das Senior Management von Converteam wird zunächst mit rund 10 Prozent an dem Unternehmen beteiligt bleiben. Die Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2011 abgeschlossen. Die GE-Aktie gewann 0,35 Prozent.

Ebenfalls im Blick befand sich Hertz (ISIN US42805T1051 / WKN A0LC3E ), dessen Aktie um 5,4 Prozent einknickte. Der Fahrzeugvermieter teilte bereits gestern Abend mit, dass sich drei Großaktionäre von Anteilsscheinen des Konzerns getrennt haben. Demnach haben sich Fonds der Clayton Dubilier & Rice LLC, der Carlyle Group und der Bank of America Merrill Lynch von insgesamt 50 Millionen Hertz-Aktien getrennt. Nach der Platzierung halten die drei genannten Großaktionäre zusammen insgesamt 160 Millionen Anteilsscheine von Hertz, was ungefähr 39 Prozent der ausstehenden Aktien des Konzerns entspricht. Wie der Konzern weiter mitteilte, erwartet man für das erste Quartal gegenüber der Vorjahresperiode einen Umsatzanstieg von 6 bis 7 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis werde im ersten Quartal im Bereich von -22,2 bis -17,3 Mio. US-Dollar liegen. Analysten gehen für das erste Quartal von einem Verlust von 5 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 1,76 Mrd. US-Dollar aus.

Papiere von Halliburton Co. (ISIN US4062161017 / WKN 853986 ) legten um 2,3 Prozent zu, obwohl der zweitgrößte Ölfeld-Servicedienstleister der Welt für das laufende erste Quartal gesenkt hat. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Spannungen in Nordafrika und im Mittleren Osten das Ergebnis im laufenden ersten Quartal mit 3 bis 4 Cents je Aktie belasten. Darüber hinaus kündigte Halliburton an, dass man davon ausgehe, seine Aktivitäten im Manifa-Projekt in Saudi-Arabien verstärken zu können. Dadurch sei man voraussichtlich in der Lage, die Belastungen zumindest teilweise auszugleichen.

Lennar (ISIN US5260571048 / WKN 851022 ) präsentierte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal. Dabei konnte der Baukonzern wieder in die Gewinnzone zurückkehren und die Erwartungen deutlich schlagen. Jedoch hat man weniger Eigenheime fertiggestellt, zudem gingen die Aufträge zurück. Dabei leidet die Branche unter einem generell schwachen Markt sowie unter niedrigen Preisen bei bestehenden Häusern. Die Aktie verlor vor diesem Hintergrund 3,5 Prozent.

Quartalszahlen meldete auch McCormick (ISIN US5797802064 / WKN 858250 ). Der Gewürzhersteller konnte die Erwartungen im ersten Quartal übertreffen. Dabei habe man im Berichtszeitraum unter anderem von höheren Umsatzerlösen sowie positiven Effekten aus dem initiierten Kostensenkungsprogramm profitieren können. Neben einer starken Entwicklung auf dem Heimatmarkt habe man vor allem in Mexiko und China deutliche Zugewinne zu verzeichnen gehabt. Als "herausfordernd" bezeichnete der Konzern hingegen das Umfeld in Europa. Für das Gesamtjahr erwartet McCormick einen Gewinn im Rahmen der Marktschätzungen. Die Papiere des Unternehmens verbilligten sich um 1,7 Prozent.

Titel der Apollo Group (ISIN US0376041051 / WKN 898968 ) rutschen um 4,3 Prozent ab. Der Betreiber der University of Phoenix musste für das zweite Geschäftsquartal infolge hoher Abschreibungen einen Verlust ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. (29.03.2011/ac/n/m)


 

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