New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichneten nach neuen Sorgen mit Blick auf Griechenland merkliche Verluste. Nach einem Kommentar der britischen Lloyds standen heute Bankentitel im Fokus, während Palm nach Zahlen abstürzten.
Der Dow Jones verzeichnete ein Minus von 0,35 Prozent auf 10.741,98 Punkte. Währenddessen gaben der NASDAQ Composite 0,71 Prozent auf 2.374,41 Punkte und der S&P 500 0,51 Prozent auf 1.159,88 Zähler nach.
Die Aktie des US-Pharmakonzerns AP Pharma (
ISIN US00202J2033 /
WKN A0MSUD ) brach massiv ein und verlor gut 42 Prozent. Einer Pressemitteilung zufolge hat die US-Gesundheitsbehörde den Antrag auf die Zulassung des Medikaments APF530 zur Vorbeugung von Brechreiz und Übelkeit als Folgen einer Chemotherapie abgelehnt. Dabei verwies die FDA unter anderem auf Unzulänglichkeiten bei der Medikamentenproduktion, die bei verschiedenen Inspektionen bei AP Pharma selbst und einigen Zulieferern des Konzerns zutage getreten waren. Außerdem seien nach Aussage der Gesundheitsbehörde weitere klinische Tests für das Medikament notwendig.
Die Aktie des US-amerikanischen Handheld-Herstellers Palm (
ISIN US6966431057 /
WKN A0ETPB ) brach um rund 29 Prozent ein. Das Unternehmen hat gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2009/10 gemeldet. Im Berichtszeitraum wurde ein Umsatz in Höhe von 349,9 Mio. Dollar erzielt, nach 90,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Ferner wurde ein Nettoverlust von 22,0 Mio. Dollar oder 0,13 Dollar je Aktie gemeldet. Im Vorjahreszeitraum hatte Palm ein Nettoergebnis von -98,0 Mio. Dollar bzw. -0,89 Dollar je Aktie erwirtschaftet. Auf bereinigter Basis wurde ein Nettoverlust von 102,8 Mio. Dollar oder 0,61 Dollar je Aktie erlitten.
Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 316,2 Mio. Dollar und einem EPS von -0,42 Dollar gerechnet. Im laufenden Quartal sehen sie einen Umsatz von 305,8 Mio. Dollar und ein EPS von -0,43 Dollar.
Die Aktie von Cintas (
ISIN US1729081059 /
WKN 880205 ) lag am Ende mit 1,22 Prozent im Plus. Der größte US-Hersteller von Uniformen hat gestern nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2009/10 gemeldet. Demnach wurde ein Umsatz in Höhe von 861,8 Mio. Dollar erzielt, nach 908,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde mit 50,0 Mio. Dollar oder 0,32 Dollar je Aktie angegeben. Im Vorjahresquartal hatte Cintas ein Nettoergebnis von 71,8 Mio. Dollar bzw. 0,47 Dollar je Anteilschein erzielt. Im Vorfeld hatten Analysten einen Umsatz von 853,6 Mio. Dollar und ein EPS von 0,30 Dollar prognostiziert. Für das laufende Quartal erwarten sie einen Umsatz von 878,6 Mio. Dollar und ein Ergebnis von 0,33 Dollar. Das Unternehmen selbst sieht hier einen Umsatz im Bereich von 870 Mio. bis 890 Mio. Dollar sowie ein EPS von 0,30 Dollar bis 0,34 Dollar.
Boeing (
ISIN US0970231058 /
WKN 850471 ) konnten mit einem Kursgewinn von 0,30 Prozent schließen. Einer Unternehmensmeldung zufolge will Boeing die Produktionszahlen für die Modelle "777" und "747" steigern, um der zunehmenden Kundennachfrage gerecht zu werden. So werde die Produktion der "777" von fünf auf sieben Einheiten pro Monat erhöht. Die Produktionssteigerung werde von Anfang 2012 auf Mitte 2011 vorgezogen. Die geplante Produktionssteigerung der "747"-Reihe von 1,5 auf 2 Einheiten je Monat werde auf Mitte 2012 vorgezogen. Ursprünglich sei sie für Mitte 2013 vorgesehen gewesen. Das Unternehmen erwartet in diesem Jahr eine wirtschaftliche Erholung der Fluggesellschaften. Im kommenden Jahr werde die Branche wieder profitabel sein, woraufhin die Nachfrage ab 2012 zunehmen werde. Boeing zufolge wird die Änderung keine Auswirkungen auf die Zahlen des laufenden Jahres haben
Die britische Bankgesellschaft Lloyds Banking Group (
ISIN GB0008706128 /
WKN 871784 ) geht für 2010 von einer Rückkehr in die Gewinnzone aus. Daraufhin verloren die Aktien der Bank of America 1,46 Prozent, von J.P. Morgan Chase 0,46 Prozent und von Morgan Stanley 1,83 Prozent. Wells Fargo lagen mit 0,36 Prozent knapp vorn. (19.03.2010/ac/n/m)