New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen setzen ihre Abwärtsbewegung auch zur Wochenmitte fort. Im Mittelpunkt des Handels stehen weiterhin die Sorgen um das Ausmaß des globalen Wirtschaftsabschwungs.
Der
Dow Jones Industrial Average verliert derzeit 3,10 Prozent auf 8.419 Punkte. Der S&P 500 gibt um 3,42 Prozent auf 868 Zähler nach. Der NASDAQ Composite verzeichnet ein Minus von 3,35 Prozent und notiert aktuell bei 1.528 Punkten.
Von Konjunkturseite stehen heute keine wichtigen Veröffentlichungen an. Auf die Stimmung drücken jedoch die Äußerungen von Henry Paulson. Dem US-Finanzminister zufolge zeigen die bisherigen staatlichen Hilfen für den Finanzsektor zwar Wirkung, reichen seiner Ansicht nach aber nicht aus. Paulson will Mittel aus dem 700 Mrd. Dollar schweren Rettungspaket auch zur Stützung des Verbraucherkreditmarktes verwenden.
Die Aktie von American Express verliert im laufenden Handel 8 Prozent und ist damit das Schlusslicht unter den 30 Dow-Titeln. Einem Pressebericht zufolge will der US-Kreditkartenkonzern das staatliche Rettungspaket nutzen. Demnach will der Konzern im Rahmen des 700 Mrd. Dollar schweren Hilfsfonds zur Linderung der Finanzkrise Mittel im Gesamtvolumen von rund 3,5 Mrd. Dollar in Anspruch nehmen.
Dagegen verbucht die Aktie von General Motors ein Plus von 8 Prozent. Offenbar gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass die angeschlagenen Autokonzerne Hilfe von der amerikanischen Regierung bekommen werden. Die Papiere von Ford können derzeit um 6 Prozent zulegen.
Papiere von Best Buy geben um 8 Prozent nach. Aufgrund der anhaltend schwachen Konsumnachfrage hat der größte US-Elektronikeinzelhändler seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen erwartet nun nur noch ein Ergebnis von 2,90 Dollar. Bislang hatte Best Buy einen Gewinn zwischen 3,25 und 3,40 Dollar in Aussicht gestellt.
Dagegen konnte die US-Kaufhauskette Macy’s die Erwartungen übertreffen. Das Unternehmen verzeichnete im dritten Quartal zwar einen Verlust, der mit 44 Mio. Dollar aber nicht so hoch ausfiel wie erwartet. Der Umsatz ging um 7 Prozent auf 5,49 Mrd. Dollar zurück. Zudem bestätigte der Konzern die Prognose für das Gesamtjahr: Macy’s geht von einem um Einmaleffekte bereinigten EPS von 1,30 bis 1,50 Dollar aus. Die Aktie ist nach anfänglichen Gewinnen dennoch in die Verlustzone gerutscht und gibt derzeit um fast 5 Prozent nach.
Anteilscheine von Bob Evans Farms verlieren gut 8 Prozent. Die Restaurant-Kette meldete gestern nach Börsenschluss die Ergebnisse des zweiten Quartals und verfehlte dabei die Erwartungen der
Analysten. Der Nettogewinn sank um 27 Prozent auf 11,1 Mio. Dollar. Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 437,2 Mio. Dollar. Gleichzeitig senkte der Konzern seine Gewinnprognose für das laufende Jahr auf 1,75 bis 1,85 Dollar je Aktie. Bislang hatte man ein Ergebnis zwischen 2,00 und 2,10 Dollar prognostiziert.
Der Softwarekonzern Microsoft nähert sich Presseangaben zufolge einem Kooperationsabkommen mit Verizon Wireless. Dabei geht es darum, Microsofts Suchdienst als Standard auf den Handys des Mobilfunkbetreibers zu etablieren, womit man dem Suchmaschinen-Betreiber Google zuvorkommen würde. Papiere von Microsoft geben derzeit um knapp 2 Prozent nach, die Google-Aktie verliert etwas mehr als 2 Prozent. (12.11.2008/ac/n/m)