New York (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Indizes an der Wall Street weisen am Dienstagmittag New Yorker Zeit wegen schwächer als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätzen rote Vorzeichen aus.
Der Dow Jones (
ISIN US2605661048 /
WKN 969420 ) verschlechtert sich um 0,5 Prozent auf 12.816 Punkte, während der NASDAQ Composite (
ISIN XC0009694271 /
WKN 969427 ) 0,6 Prozent auf 2.915 Zähler nachgibt. Für den S&P 500 (
ISIN US78378X1072 /
WKN A0AET0 ) geht es um 0,6 Prozent nach unten auf 1.344 Punkte.
Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Januar 2012 erhöht. Auf Monatssicht stiegen die Umsatzerlöse um 0,4 Prozent, während sie im Dezember unverändert geblieben waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Zuwachs um 0,8 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche zogen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent an. Experten waren von einem Plus von 0,5 Prozent ausgegangen, gegenüber einer Abnahme um 0,5 Prozent im Vormonat. Daneben haben sich auch die Außenhandelspreise im Januar erhöht. Demnach stiegen die Ausfuhrpreise um 0,2 Prozent, gegenüber einem Minus von 0,5 Prozent im Vormonat. Bereinigt um Agrargüter verharrten die Exportpreise auf dem Vormonatsniveau, während sie im vorangegangenen Monat um 0,2 Prozent nachgegeben hatten. Die Einfuhrpreise verzeichneten einen Anstieg um 0,3 Prozent, gegenüber einem Preisrückgang um 0,1 Prozent im Dezember. Ferner stiegen die um Ölimporte bereinigten Importpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, nachdem im Dezember ein Plus von 0,2 Prozent gemeldet worden war. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen sind im Dezember 2011 gegenüber dem Vormonat angestiegen. So kletterten die Lagerbestände gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten zuvor einen Zuwachs von 0,5 Prozent erwartet. Im Vormonat war bei den Lagerbeständen ein Plus von 0,3 Prozent ermittelt worden.
Für eine Enttäuschung sorgte heute der Reifenhersteller Goodyear (
ISIN US3825501014 /
WKN 851204 ). Zwar konnte man im vierten Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis zulegen. Allerdings wurden die Erwartungen der
Analysten bei beiden Kennziffern verfehlt. So lag der Umsatz mit 5,68 Mrd. US-Dollar über dem Vorjahreswert von 5,07 Mrd. US-Dollar. Unter dem Strich wurde beim Nettoergebnis ein Gewinn von 18 Mio. US-Dollar bzw. 7 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 177 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis beinhaltet dabei positive Einmaleffekte in Höhe von 4 Cents je Aktie. Analysten hatten zuvor ein EPS von 20 Cents bei Umsatzerlösen von 5,88 Mrd. US-Dollar erwartet. Die Aktie rollt mit einem Abschlag von 5,1 Prozent hinterher. Daneben verteuern sich BorgWarner (
ISIN US0997241064 /
WKN 887320 ) um 0,4 Prozent. Der Automobilzulieferer hat im vierten Quartal erneut von der starken Nachfrage aus der Automobilindustrie profitiert und erzielte einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Auf bereinigter Basis lag der Gewinn dabei über den Erwartungen der Analysten.
Omnicom Group (
ISIN US6819191064 /
WKN 871706 ) geben 0,6 Prozent nach. Der größte Werbekonzern der Welt hat im abgelaufenen Quartal vor allem angesichts deutlich gestiegener internationaler Umsätze einen höheren Gewinn erzielt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Marsh & McLennan (
ISIN US5717481023 /
WKN 858415 ) verlieren 1,6 Prozent an Wert. Der Versicherungsbroker hat im abgelaufenen Quartal angesichts einer starken Entwicklung im Segment Risk and Insurance Services einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden damit übertroffen.
Positiv aufgenommen wird heute der Zahlenausweis von Valspar (
ISIN US9203551042 /
WKN 856365 ). Der Chemiekonzern hat im ersten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums einen höheren Gewinn erwirtschaftet. Die Erwartungen wurden auf bereinigter Basis klar geschlagen. Zudem wurde der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Titel rückt um 4,5 Prozent vor. Avon Products (
ISIN US0543031027 /
WKN 853836 ) verbessern sich indes nach Zahlen zum vierten Quartal um 3,2 Prozent. Der Kosmetikkonzern verzeichnete im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang und rutschte beim Nettoergebnis knapp in die Verlustzone. Die Erwartungen der Analysten wurden auch auf bereinigter Basis nicht erreicht. Schließlich geht es für Fossil (
ISIN US3498821004 /
WKN 886238 ) um 12,6 Prozent nach oben. Der Uhrenhersteller hat seinen Gewinn im vierten Quartal vor dem Hintergrund eines starken Umsatzwachstums gesteigert. Die Erwartungen konnten damit geschlagen werden. Jedoch wurde ein schwacher Ausblick auf das laufende Quartal gegeben. (14.02.2012/ac/n/m)