New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Donnerstagmittag New Yorker Zeit mit kräftigen Abschlägen. Erneut belasten die Sorgen um die US-Wirtschaft die Stimmung an der Wall Street.
In der Folge durchbrach der Dow Jones sogar kurzzeitig die 8.000er Marke.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche deutlich verschlechtert. Laut Angaben des Arbeitsministeriums wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 32.000 auf 516.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 479.000 prognostiziert hatten. Dagegen fiel das Handelsbilanzdefizit im September weniger hoch aus als befürchtet. So hat es sich um 4,4 Prozent auf 56,5 Mrd. Dollar reduziert, während Volkswirte nur einen Rückgang auf 57,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.
Der Dow Jones verliert derzeit 2,56 Prozent auf 8.070,40 Punkte, der S&P 500 gibt aktuell 2,33 Prozent auf 832,43 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Minus von 3,12 Prozent auf 1.452,49 Punkte.
Der Einzelhandelsgigant Wal-Mart hat sein Ergebnis im dritten Quartal um 10 Prozent gesteigert und die Gewinnerwartungen damit übertroffen. Die Jahresprognose wurde allerdings gesenkt. Die Aktie verliert aktuell fast 2 Prozent.
Für Dr Pepper Snapple geht es um über 14 Prozent in die Tiefe. Der Softdrink-Hersteller hat zuvor enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt und seinen Ausblick nach unten revidiert.
Anteilsscheine von Intel geben mehr als 4 Prozent ab, nachdem der Chip-Konzern am Vorabend seine Umsatzprognose deutlich gesenkt hat. Applied Materials legen dagegen mehr als ein Prozent zu. Der Chip-Ausrüster hat im vergangenen Quartal Rückgänge bei Umsatz- und Gewinn hinnehmen müssen, die Prognosen aber übertroffen. Gleichzeitig wurde ein schwacher Ausblick geben und ein umfassender Stellenabbau angekündigt.
Der IT-Dienstleister Computer Sciences konnte seinen Nettogewinn kräftig steigern. Der Gewinnsprung war auf eine Steuerrückzahlung zurückzuführen. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis lag allerdings unter den Erwartungen. Die Aktien verlieren in der Folge rund 1,6 Prozent. (13.11.2008/ac/n/m)