New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen tendieren zum Mittag uneinheitlich. Eine Fülle von Konjunkturdaten nimmt die Aufmerksamkeit der Investoren in Anspruch.
Der Dow Jones verzeichnet ein Plus von 0,31 Prozent auf 10.766,47 Punkte, während der NASDAQ Composite 0,01 Prozent auf 2.389,24 Punkte gewinnt. Der S&P 500 gibt derweil 0,18 Prozent auf 1.164,06 Zähler.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der vergangenen Woche weiter verbessert. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 457.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 455.000 prognostiziert hatten. Die US-Verbraucherpreise haben sich im Februar 2010 stabilisiert. So verharrte der Verbraucherpreisindex auf dem Vormonatsniveau, während er im Januar um 0,2 Prozent angestiegen war. Volkswirte hatten eine Preiserhöhung um 0,1 Prozent erwartet. Das Realeinkommen in den USA ist im Februar preis- und saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent geschrumpft. Im Januar war es hingegen um 0,4 Prozent angestiegen. Das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit wies im vierten Quartal 2009 einen Zuwachs aus. Nach Angaben des US-Handelsministeriums vergrößerte sich das Defizit um 12,9 Prozent auf 115,6 Mrd. Dollar, während Volkswirte sogar eine Zunahme auf 119,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.
Die US-Frühindikatoren sind im Februar 2010 weiter gestiegen. Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board verbesserte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,1 Prozent, während Volkswirte ein Plus von 0,1 Prozent prognostiziert hatten. Der an den US-Finanzmärkten viel beachtete Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia hat sich im Februar 2010 von 17,6 Punkten im Januar auf nun 18,9 Punkte angewachsen. Volkswirte waren im Vorfeld von einer Zunahme auf 18,0 Punkte ausgegangen.
Die Aktien von Nike (
ISIN US6541061031 /
WKN 866993 ) und Guess? (
ISIN US4016171054 /
WKN 902204 ) gewinnen nach Zahlen 5,14 Prozent und 0,94 Prozent. Beide Unternehmen konnten die Markterwartungen des vergangenen Geschäftsquartals hinsichtlich Umsatz und Nettogewinn übertreffen.
GameStop (
ISIN US36467W1099 /
WKN A0HGDX ) steigen um fast 7 Prozent. Der Nettogewinn belief sich im vierten Quartal auf 215,9 Mio. Dollar bzw. 1,29 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu 232,3 Mio. Dollar bzw. 1,39 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 0,9 Prozent auf 3,52 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,28 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 3,45 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Gewinn von 2,58 bis 2,68 Dollar pro Aktie sowie einem Umsatz von 9,44 bis 9,62 Mrd. Dollar.
Der US-Industriegashersteller Air Products & Chemicals (
ISIN US0091581068 /
WKN 854912 ) hat am Donnerstag eine Erhöhung der Quartalsdividende auf 49 Cents je Aktie angekündigt, nachdem man zuvor 45 Cents je Anteilsschein ausbezahlt hatte. Derzeit bemüht sich der Konzern um die Übernahme seines Konkurrenten Airgas (
ISIN US0093631028 /
WKN 872942 ). Dieser hatte jedoch zuletzt die Übernahmeofferte in Höhe von 60 Dollar je Aktie abgelehnt. Air Products & Chemical und Airgas verlieren 0,20 Prozent und 0,74 Prozent.
Titel von Ross Stores (
ISIN US7782961038 /
WKN 870053 ) geben 3,34 Prozent ab. Im vierten Quartal belief sich der Nettogewinn auf 142,9 Mio. Dollar bzw. 1,16 Dollar pro Aktie, nach 97,4 Mio. Dollar bzw. 0,76 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 14,2 Prozent auf 1,98 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,16 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 1,96 Mrd. Dollar ausgegangen.
Der US-Schuhhändler Shoe Carnival (
ISIN US8248891090 /
WKN 923814 ) verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz von 170,8 Mio. Dollar, was einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 2,6 Mio. Dollar bzw. 0,20 Dollar je Aktie verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettoverlust von 3,0 Mio. Dollar bzw. 0,24 Dollar je Anteilsschein verzeichnet hatte. Insgesamt habe man dank geringerer Kosten sowie dem erfolgreichen Abbau von Lagerbeständen bei niedrigpreisigen Produkten ein deutlich verbessertes Ergebnis erzielen können, so der Konzern. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,12 Dollar bei Umsatzerlösen von 171,5 Mio. Dollar erwartet. Die Unternehmensaktie rückt 6,63 Prozent vor.
Winnebago Industries (
ISIN US9746371007 /
WKN 857479 ) rutschen inzwischen 6,74 Prozent ab. Der größte US-amerikanische Hersteller von Wohnmobilen hat im zweiten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzsprungs einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 0,7 Mio. Dollar bzw. 0,02 Dollar pro Aktie, nach einem Verlust von 10,4 Mio. Dollar bzw. 0,36 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz kletterte von 31,8 Mio. Dollar im Vorjahr auf 110,5 Mio. Dollar im Berichtszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 0,09 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 112,7 Mio. Dollar ausgegangen.
Der US-Logistikkonzern FedEx (
ISIN US31428X1063 /
WKN 912029 ) hat im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz von 8,70 Mrd. Dollar erzielt und lag damit über dem Vorjahreswert von 8,14 Mrd. Dollar. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 239 Mio. Dollar bzw. 0,76 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 97 Mio. Dollar bzw. 0,31 Dollar je Anteilsschein im Vorjahresquartal. Neben höheren Volumina habe man von niedrigeren Treibstoffkosten sowie den konsequent umgesetzten Sparmaßnahmen profitieren können. Analysten hatten zuvor ein EPS von 0,72 Dollar sowie einen Umsatz von 8,37 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern ein EPS von 1,17 bis 1,37 Dollar, während man für das Gesamtjahr von einem EPS von 3,60 bis 3,80 Dollar ausgeht. Zuvor hatte man für das laufende Fiskaljahr ein EPS von 3,45 bis 3,75 Dollar in Aussicht gestellt. FedEx rücken in New York derzeit 1,04 Prozent vor.
Barnes & Noble (
ISIN US0677741094 /
WKN 887840 ), der größte Buchhändler der Welt, gab am Donnerstag bekannt, dass William Lynch zum neuen CEO bestellt wurde. Den Angaben zufolge tritt Lynch (39) die Nachfolge von Steve Riggio (55) an, der Vice Chairman bleibt und aktiv in das Unternehmen involviert sein wird. Lynch kam im Februar 2009 als President von Barnes & Noble.com in das Unternehmen, hieß es. Zudem wurde COO Mitchell Klipper (52) zum CEO der Retail-Sparte ernannt, die das Barnes & Noble Retail-Geschäft sowie den Bereich Barnes & Noble College Booksellers umfasst. Barnes & Noble gewinnen 2,37 Prozent. (18.03.2010/ac/n/m)