New York (aktiencheck.de AG) - Finanztitel stehen heute unter Druck, nachdem einige Banken Kapitalerhöhungen in Milliardenhöhe angekündigt hatten.
Der Dow Jones und der S&P 500 liegen unverändert auf einem schwachen Niveau, während der NASDAQ 100 seine Verluste vom Vormittag fast ausgeglichen hat.
Der Dow Jones verliert derzeit 1,48 Prozent auf 8.447,53 Punkte. Währenddessen geben der NASDAQ Composite 0,26 Prozent auf 1.734,51 Indexpunkte und der S&P 500 1,78 Prozent auf 912,65 Zähler ab.
Die Aktien von U.S. Bancorp (-6,13 Prozent), BB&T (-5,51 Prozent) und Capital One Financial (-11,23 Prozent) stehen unter Druck. Die amerikanische Großbank U.S. Bancorp plant die Ausgabe von Stammaktien mit einem Volumen von rund 2,5 Mrd. Dollar. Unternehmensangaben vom Montag zufolge sollen die zufließenden Mittel zur Rückzahlung von Staatshilfen verwendet werden. So sollen Vorzugsaktien und damit zusammenhängende Zertifikate zurückgekauft werden, die das Finanzministerium im Rahmen des Rettungspakets erhalten hatte. BB&T will ebenfalls neue Aktien im Wert von 1,5 Mrd. Dollar ausgeben. Zudem wurde eine deutliche Dividendenkürzung vorgenommen. Mit den Erlösen aus den Maßnahmen will man die Mittel zurückzahlen, die der Bank im Rahmen des TARP Capital Purchase Program des US-Finanzministeriums zur Verfügung gestellt wurden. Capital One Financial plant durch Ausgabe neuer Aktien die Einnahme von 1,75 Mrd. Dollar.
Auch die US-Bankgesellschaft KeyCorp hat am Montag in Zusammenhang mit den von den US-Aufsichtsbehörden durchgeführten Stress-Tests eine Kapitalerhöhung angekündigt. Demnach will der Finanzkonzern eigene Aktien im Wert von insgesamt 750 Mio. Dollar ausgeben. Die neuen Anteilsscheine sollen im Rahmen einer so genannten "at the market"-Emission platziert werden. Im Zuge der Ergebnisse des Stress-Tests benötigt man insgesamt 1,8 Mrd. Dollar an frischem Eigenkapital, um die Kernkapitalquote Tier 1 zu stärken. Der Kreditkartenanbieter und Bankkonzern Capital One will ebenfalls 56 Mio. neue Aktien zu jeweils 27,75 Dollar ausgeben. Die Aktien von KeyCorp und Capital One verlieren derzeit 5,45 Prozent bzw. rund 11 Prozent.
Die Aktie von Conseco schießt derweil mehr als 23 Prozent nach oben. Der US-Versicherungskonzern meldete am Montag, dass er im ersten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat. Der Nettogewinn belief sich nach einem Verlust von 7,2 Mio. Dollar im Vorjahr demnach auf 24,5 Mio. Dollar. Der operative Gewinn lag bei 17 Cents pro Aktie (Vorjahr: 11 Cents). Der Umsatz wurde von 1,03 Mrd. Dollar auf 1,07 Mrd. Dollar gesteigert.
Clear Channel Outdoor meldete für das erste Quartal einen Verlust und enttäuschte damit die Erwartungen. Dies ist neben einem Einmalertrag im Vorjahr das Ergebnis eines schwachen Werbemarktes und negativer Währungseffekte. Demnach belief sich der Nettoverlust auf 87,9 Mio. Dollar, nach einem Gewinn von 88,9 Mio. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 24,9 Prozent auf 582,2 Mio. Dollar ab. Die Aktie von Clear Channel Outdoor bricht derzeit um 8,50 Prozent ein.
King Pharmaceuticals ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Wie der Konzern am Montag erklärte, lag der Umsatz im Berichtszeitraum bei 429,1 Mio. Dollar (Vorjahreszeitraum: 432,0 Mio. Dollar). Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 10,7 Mio. Dollar ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 85,6 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Insgesamt zeigte sich der Konzern trotz des Ergebnisrückgangs mit der Entwicklung im ersten Quartal zufrieden, wobei man die Integration des im Dezember 2008 übernommenen Konkurrenten Alpharma nahezu abgeschlossen habe. Negativ auf die Umsatzentwicklung habe sich allerdings die verstärkte Generika-Konkurrenz für das Bluthochdruck-Mittel Altace ausgewirkt. Die Aktie des US-amerikanischen Pharmakonzerns gewinnt aktuell 5,17 Prozent.
Die Aktie von Southern Union verliert aktuell 0,41 Prozent. Das US-amerikanische Unternehmen präsentierte am Montag die Geschäftszahlen für das erste Quartal und bestätigte im Anschluss die Prognosen für das laufende Fiskaljahr. Demnach lag der Nettogewinn des Erdgasversorgers im Berichtszeitraum bei 44,1 Mio. Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Nettogewinn von 78,6 Mio. Dollar gemeldet werden konnte. Der Umsatz reduzierte sich von 952,7 Mio. Dollar auf 683,9 Mio. Dollar. Das Ergebnis im ersten Quartal wurde vor allem durch rückläufige Absatzpreise geprägt, hieß es.
Titel von Playboy Enterprises verlieren aktuell 3,32 Prozent. Der US-amerikanische Verlags- und Medienkonzern musste im ersten Quartal 2009 einen größeren Verlust ausweisen. Belastet wurde das Ergebnis von sinkenden Werbeeinnahmen und einer schwächeren Nachfrage infolge der Wirtschaftskrise. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, verringerten sich die Umsatzerlöse aufgrund von Outsourcing-Maßnahmen auf 61,6 Mio. Dollar, nach 78,5 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. Gleichzeitig stieg der Nettoverlust von 4,2 Mio. Dollar auf nun 13,7 Mio. Dollar. (11.05.2009/ac/n/m)