New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Montagmittag New Yorker Zeit mit deutlichen Gewinnen.
US-Notenbankchef Bernanke hat sich heute in einer Rede vor dem US-Repräsentantenhaus für weitreichende Maßnahmen zur Stimulierung der derzeit angeschlagenen US-Konjunktur ausgesprochen. Nach Aussage von Bernanke haben die zuletzt verabschiedeten Maßnahmen zur Stabilisierung der internationalen Finanzmärkte zu einer deutlichen Beruhigung der Gesamtlage beigetragen. Dennoch gebe es in der Realwirtschaft nach wie vor unübersehbare Anzeichen für einen Abschwung der sich über mehrere Quartale hinziehen könnte.
Die US-Frühindikatoren des Conference Board sind im September 2008 überraschend angewachsen. Auf Monatssicht erhöhte sich die wirtschaftliche Aktivität um 0,3 Prozent, wogegen Volkswirte einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent prognostiziert hatten. Für August wurde die Abnahme um vorläufig 0,5 auf 0,9 Prozent revidiert.
Der Dow Jones gewinnt derzeit 1,65 Prozent auf 8.998,29 Punkte, der S&P 500 legt aktuell 1,90 Prozent auf 958,42 Zähler zu. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnet wiederum momentan ein Plus von 0,51 Prozent auf 1.720,05 Punkte.
Im Energiesektor sorgt eine milliardenschwere Übernahme für Aufsehen. Wie der Kraftwerksbetreiber Exelon am Sonntag bekannt gab, will er den Energieversorger NRG Energy für rund 6,2 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen. Mit einer Erzeugungskapazität von rund 47.000 Megawatt würde durch einen Zusammenschluss der größte Energieversorger in den USA entstehen. Die Aktie von NRG liegt aktuell mit rund 22 Prozent im Plus, während Titel von Exelon fast 4 Prozent abgeben.
Daneben steht ein Bericht des "Wall Street Journal" im Blick, demzufolge die Hoffnungen auf eine Übernahme von Chrysler durch General Motors schwinden, da GM nach wie vor nicht in der Lage ist, die für eine Transaktion notwendige Finanzierung zu sichern. Die Aktie von GM tendiert rund 1,5 Prozent fester.
Die Aktie von Halliburton verfestigt sich um knapp 7 Prozent. Der Ölfeld-Servicedienstleister musste im dritten Quartal aufgrund von negativen Einmaleffekten einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen allerdings mehr als erfüllt.
Papiere des Industriekonzerns Eaton, der seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal unerwartet deutlich gesteigert hat, ziehen leicht an. Der gesenkte Ausblick wird dabei offenbar nur am Rande wahrgenommen.
Der Spielwarenhersteller Mattel hat im letzten Vierteljahr etwas mehr verdient. An den Erwartungen der
Analysten ist der Konzern allerdings vorbeigeschrammt. Die Aktie verliert daraufhin knapp 4 Prozent. Anteilsscheine des Mitbewerbers Hasbro, der die Prognosen trotz Ergebnisrückgang übertroffen hat, geben mehr als 7 Prozent ab. (20.10.2008/ac/n/m)