Wall Street: Nach schwachen Arbeitsmarktdaten im Minus,.


13.11.08 16:04
Meldung
 
New York (aktiencheck.de AG) - Nach der schwachen Vortagesentwicklung hat die Wall Street heute mit grünen Vorzeichen eröffnet. Inzwischen sind die Indizes aber wieder in die Verlustzone gerutscht.
Der Dow Jones gibt aktuell 0,24 Prozent ab und notiert bei 8.262,03 Punkten. Der S&P 500 sackt daneben um 0,24 Prozent ab auf 850,26 Zähler. Der NASDAQ Composite fällt gleichzeitig um 0,73 Prozent zurück auf 1.488,24 Punkte.

Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich in der Vorwoche deutlich verschlechtert. Laut Angaben des Arbeitsministeriums wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 32.000 auf 516.000, wogegen Volkswirte im Vorfeld eine Abnahme auf 479.000 prognostiziert hatten. Dagegen fiel das Handelsbilanzdefizit im September weniger hoch aus als befürchtet.

Der Einzelhandelsgigant Wal-Mart hat sein Ergebnis im dritten Quartal um 10 Prozent gesteigert und die Gewinnerwartungen damit übertroffen. Die Jahresprognose wurde allerdings gesenkt. Die Aktie verliert aktuell fast 2 Prozent. Für Dr Pepper Snapple geht es um über 10 Prozent in die Tiefe. Der Softdrink-Hersteller hat zuvor enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt und seinen Ausblick nach unten revidiert.

Anteilsscheine von Intel geben 1,5 Prozent ab, nachdem der Chip-Konzern am Vorabend seine Umsatzprognose deutlich gesenkt hat. Applied Materials legen dagegen mehr als 1 Prozent zu. Der Chip-Ausrüster hat im vergangenen Quartal Rückgänge bei Umsatz- und Gewinn hinnehmen müssen, die Prognosen aber übertroffen. Gleichzeitig wurde ein schwacher Ausblick geben und ein umfassender Stellenabbau angekündigt. Computer Sciences verlieren nach Ergebnisvorlage rund 1 Prozent.

Nach einer Abstufung durch Goldman Sachs verschlechtern sich Dell zur Stunde um mehr als 3 Prozent. Dagegen gewinnen Apple trotz einer Kurszielsenkung der Credit Suisse leicht.

Unternehmensmeldungen:

Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039 / WKN 860853 ), der größte Einzelhändler der Welt, gab heute bekannt, dass sie ihren Gewinn im dritten Quartal um 10 Prozent steigern und die Gewinnerwartungen damit übertreffen konnte. Die Jahresprognose wurde indes gesenkt. Der Gesamtumsatz kletterte im Berichtszeitraum um gut 7 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine EPS-Prognose (laufendes Geschäft) von bisher 3,43 bis 3,50 Dollar auf 3,42 bis 3,46 Dollar nach unten korrigiert. Analysten sehen hier derzeit einen Gewinn von 3,49 Dollar pro Aktie.

Der amerikanische Softdrink-Hersteller Dr Pepper Snapple Group Inc. (ISIN US26138E1091 / WKN A0MV07 ) meldete heute, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 31 Prozent gesunken ist, was u.a. mit dem Verlust des Glaceau-Produktvertriebs zusammenhängt. Zudem wurde die Jahresprognose reduziert. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag deutlich unter den Erwartungen. Der Umsatz verringerte sich leicht. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 1,83 bis 1,86 Dollar (zuvor: mindestens 1,94 Dollar) vor Einmaleffekten. Die durchschnittliche Marktschätzung sieht hier einen Gewinn von 1,95 Dollar pro Aktie vor. Der Umsatz soll laut dem Konzern um rund 1 Prozent wachsen.

Die amerikanische Intel Corp. (ISIN US4581401001 / WKN 855681 ), der größte Chip-Hersteller der Welt, gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass sie ihre Umsatzprognose für das vierte Quartal um rund 14 Prozent nach unten korrigiert hat. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Umsatz von 9 Mrd. Dollar mit einer Schwankung von 300 Mio. Dollar nach unten oder nach oben, gegenüber bisher erwarteten 10,1 bis 10,9 Mrd. Dollar. Analysten stellen für das Schlussquartal Erlöse in Höhe von 10,36 Mrd. Dollar in Aussicht. Grund für die schwächere Prognose ist laut dem Konzern die geringere Nachfrage weltweit für sämtliche seiner Produkte. Die Bruttomarge soll nun bei rund 55 Prozent liegen. Zuvor hatte Intel noch eine Bruttomarge von rund 59 Prozent prognostiziert.

Die amerikanische Applied Materials Inc. (ISIN US0382221051 / WKN 865177 ) veröffentlichte am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal. Dabei musste der größte Chip-Ausrüster in den USA deutliche Rückgänge bei Umsatz- und Gewinn hinnehmen, konnte die Erwartungen aber schlagen. Zudem gab der Konzern bekannt, dass er 1.800 Arbeitsplätze bzw. 12 Prozent der Belegschaft abbauen wird. Zudem wurde davor gewarnt, dass der Gewinn im laufenden Quartal die Markterwartungen aufgrund der sich abschwächenden Weltwirtschaft voraussichtlich verfehlen wird. Demnach rechnet man für das erste Quartal mit einem Gewinn von 0 bis 4 Cents pro Aktie bei einem sequenziellen Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent. Analysten stellen hier ein EPS-Ergebnis von 16 Cents in Aussicht.

Der amerikanische IT-Dienstleister Computer Sciences Corp. (CSC) (ISIN US2053631048 / WKN 855862 ) meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal. Der Nettogewinn konnte dabei kräftig gesteigert werden. Der Gewinnsprung war auf eine Steuerrückzahlung zurückzuführen. Das um Einmaleffekte bereinigte Ergebnis lag allerdings unter den Erwartungen. Der Umsatz verbesserte sich um 5 Prozent. (13.11.2008/ac/n/m)


 

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