Wochenrückblick KW 10


12.03.10 18:21
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - In der vergangenen Woche haben sich die internationalen Leitindizes durchweg freundlicher entwickelt.
So zog der DAX im Wochenvergleich um 1,7 Prozent an, während der Dow Jones STOXX 50 einen Zuwachs von knapp 0,4 Prozent vorzuweisen hatte. Der japanische Nikkei-Index legte im Wochenvergleich um knapp 3,8 Prozent zu. In den USA steht beim Dow Jones gegenüber dem letzten Handelstag der Vorwoche bis dato ein Plus von 0,8 Prozent zu Buche.

Am deutschen Aktienmarkt haben die deutschen Standardwerte am Montag behauptet geschlossen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Anstieg bei der Erzeugung im Produzierenden Gewerbe für den Monat Januar ausgewiesen. Demnach hat sich die Produktion im Produzierenden Gewerbe im Berichtszeitraum nach vorläufigen Berechnungen auf preis- und saisonbereinigter Basis um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht. Im Vormonat hatte sie um 1,0 Prozent abgenommen. Mit unter den gefragtesten Werten war der Einzelhandelskonzern METRO zu finden. Einem Medienbericht zufolge will die Konzerntochter Media-Saturn ihr Online-Angebot deutlich ausbauen und die Expansion in China vorantreiben. Daneben konnte die Aktie des führenden deutschen Einzelhandelskonzerns von positiven Analystenkommentaren profitieren. Auch die Aktie von Volkswagen konnte nach den Absatzzahlen der Tochter AUDI deutliche Aufschläge vorweisen. Zuvor hatten die Ingolstädter für den Monat Februar ein Absatzplus von 19,9 Prozent ausgewiesen. Leichte Abschläge waren beim Industriekonzern Siemens zu verzeichnen. Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, hat man im Vorfeld der in rund 50 Tagen beginnenden Expo 2010 in Schanghai Aufträge im Gesamt wert von gut 1 Mrd. Euro erhalten. Davon entfielen den Angaben zufolge rund 90 Prozent auf grüne Produkte und Lösungen. Auf der Unternehmensseite standen am Dienstag die Anteilsscheine der Deutschen Post im Rampenlicht, nachdem der Logistikkonzern am Morgen seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt hatte. Dabei konnte man mit einem EBIT vor Einmaleffekten von 1,47 Mrd. Euro die im November 2009 erhöhte Prognose von 1,35 Mrd. Euro übertreffen. Zusätzlich zu den operativen Verbesserungen hätten positive Auswirkungen aus dem Postbank-Verkauf sowie geringere Steuern zu einem Anstieg des Konzerngewinns auf 644 Mio. Euro (Vorjahr: -1,7 Mrd. Euro) beigetragen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine moderate Erholung der weltweiten Transportmengen. Das bereinigte EBIT solle zwischen 1,6 und 1,9 Mrd. Euro liegen, während der Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zulegen soll. Ferner hat die Deutsche Lufthansa für Februar auf Konzernebene ein Passagierplus von 19,6 Prozent auf 5.605 Millionen Fluggäste ausgewiesen. Der Münchener Autohersteller BMW hat für Februar ein deutliches Absatzplus von 14,0 Prozent auf 91.758 Modelle ausgewiesen. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres wurden weltweit insgesamt 173.911 Modelle verkauft, was einem Plus von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 150.893 Modellen entspricht. Im MDAX richteten sich die Blicke der Investoren vor allem auf den Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. . Nach hohen Rückstellungen für den Militärtransporter A400M sowie das Langstreckenflugzeug A380 musste der Konzern einen deutlichen Verlust in Höhe von -763 Mio. (2008: 1,57 Mrd.) Euro für das abgelaufene Fiskaljahr ausweisen. Außerdem wird der Wert durch den ebenfalls bekanntgegebenen Rückzug aus dem Bieterrennen um den milliardenschweren Tankflugzeugauftrag der US-Luftstreitkräfte belastet. Die Inflation in Deutschland hat sich im Februar 2010 nach endgültigen Angaben des Statistischen Bundesamtes abgeschwächt. Wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde, sank die Inflationsrate auf 0,6 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 0,8 Prozent im Januar 2010 und 1,0 Prozent im Februar 2009. Außerdem präsentierte das Statistische Bundesamt einen Anstieg beim deutschen Außenhandelsüberschuss für den Monat Januar. Demnach wies die Außenhandelsbilanz einen Überschuss von 8,0 Mrd. Euro aus, nachdem im Vorjahresmonat nur ein Aktivsaldo von 7,1 Mrd. Euro verzeichnet worden war. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss bei 8,7 Mrd. Euro. Nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank schloss die Leistungsbilanz mit einem Plus von 3,6 Mrd. Euro, nach 3,2 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Auf der Unternehmensseite stand die Aktie der Münchener Rück im Fokus, welche die endgültigen Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt hatte. Wie bereits veröffentlicht liegt das Gesamtergebnis der Gruppe bei 2,56 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,58 Mrd. Euro). Die Dividende soll auf 5,75 (5,50) Euro pro Aktie steigen. Für 2010 erwartet der Rückversicherer erneut einen Gewinn von über 2 Mrd. Euro. Zahlen gab es auch beim Energieversorger E.ON für das abgelaufene Geschäftsjahr: Dabei wurde beim bereinigten operativen Ergebnis aufgrund der Auswirkungen der Wirtschaftskrise ein leichter Rückgang von 2,3 Prozent auf 9,6 Mrd. Euro verbucht. Beim Konzernüberschuss nach Anteilen Dritter verzeichnete E.ON aufgrund hoher Sondereffekte im Vorjahr einen deutlichen Anstieg auf 8,40 Mrd. Euro, nach 1,28 Mrd. Euro im Vorjahr, während der bereinigte Konzernüberschuss um 5 Prozent auf 5,33 Mrd. Euro zurückging. Die Dividende soll mit 1,50 Euro je Aktie auf Vorjahresniveau liegen. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet der Konzern ein Adjusted EBIT um 0 bis 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Beim bereinigten Konzernüberschuss rechnet man mit einem Wert auf Vorjahresniveau. Auf wenig Begeisterung trafen die vom Flughafenbetreiber Fraport vorgelegten Passagierzahlen für den Monat Februar. Dabei wurde für den Flughafen Frankfurt ein leichter Passagierrückgang von 1,0 Prozent ausgewiesen, während die Fluggastzahl auf Konzernebene um 3,0 Prozent verbessert werden konnte. Im Fokus standen am Donnerstag vor allem Anteilsscheine des Düngemittelherstellers K+S, der für das abgelaufene Fiskaljahr erwartungsgemäß einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang publiziert hatte. Für 2010 erwartet der Konzern jedoch einen deutlichen Umsatzanstieg. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2010 ebenfalls deutlich höher ausfallen, so der Konzern. Bei Volkswagen schrumpfte das Ergebnis nach Steuern auf 911 (2008: 4.688) Mio. Euro. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit Steigerungen bei Auslieferungen, Umsatz und operativem Ergebnis. BMW verzeichnete ein Nachsteuerergebnis von 210 Mio. Euro, was einem Minus von 36,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 330 Mio. Euro entspricht. Für das laufende Fiskaljahr äußerte sich der Konzern 2verhalten optimistisch". Die Deutsche Lufthansa musste bei der Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für 2009 wie erwartet einen deutlichen Ergebniseinbruch hinnehmen. Positiver gestaltete sich da schon der Ausblick, zumal die Kranichlinie für 2010 einen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis anstrebt. Die deutschen Großhandelsverkaufspreise sind im Februar 2010 weiter angestiegen. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat kletterten die Preise um 2,1 Prozent, nach einem Plus von 1,9 Prozent im Januar 2010. Einem Pressebericht vom Freitag zufolge will Volkswagen in spätestens drei Jahren ein strombetriebenes Serienfahrzeug im Reich der Mitte bauen. Bereits Ende April werde VW die Elektroversion des speziell für China gefertigten Modells Lavida auf der Motorshow in Peking vorstellen. Siemens hat angekündigt, dass man die Präsenz in den USA weiter ausbaut und den Bau einer neuen Fertigungsstätte für 60-Hertz-Gasturbinen an seinem Standort Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina beschlossen hat. Ferner gab der Gesundheitskonzern Fresenius bekannt, dass er die Konditionen der syndizierten Kreditvereinbarung aus dem Jahr 2008 deutlich verbessert hat.

In den USA wurde am Montag bekannt, dass MetLife, der größte US-Lebensversicherer, die American Life Insurance Company (ALICO), eine der internationalen Tochtergesellschaften der American International Group (AIG), für rund 15,5 Mrd. Dollar übernehmen wird. MetLife geht davon aus, dass die Übernahme sein operatives EPS in 2011 um rund 45 bis 55 Cents steigern wird. Das Papier von Boeing lag im Minus obwohl der Flugzeughersteller einen Großauftrag von der Fluggesellschaft Turkish Airlines an Land ziehen konnte. So hat die führende türkische Luftfahrtgesellschaft insgesamt 20 Maschinen vom Typ Boeing 737 bei Boeing geordert. Das Gesamtvolumen des Auftrags wurde laut Listenpreis auf 1,6 Mrd. Dollar beziffert. Die Schnellrestaurantkette McDonald`s konnte im Februar 2010 einen Anstieg bei den vergleichbaren Filialumsätzen erzielen. So erhöhten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, welche länger als ein Jahr geöffnet waren (Same-Store Sales), gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,8 Prozent. Damit wurde die Analystenprognose von 2,1 Prozent übertroffen. Die unter Gläubigerschutz stehende Gesellschaft Six Flags konnte im vierten Quartal 2009 ihren Verlust reduzieren. Wie der zweitgrößte Themenparkbetreiber in den USA bekannt gab, fiel der den Aktionären zuzurechnende Verlust von 208,4 Mio. Dollar oder 2,14 Dollar je Aktie auf 115,5 Mio. Dollar bzw. 1,18 Dollar pro Aktie. Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron beabsichtigt, im Downstream-Geschäft die Kosten zu senken, aus Märkten auszusteigen und die Aktivitäten zu verschlanken. Den Angaben vom Dienstag zufolge will der Konzern für bestimmte Aktivitäten in Europa (darunter auch die Pembroke-Raffinerie in UK), in der Karibik und in ausgewählten Märkten in Zentralamerika Angebote einholen. Zudem sei geplant, die Geschäftsaktivitäten in Hawaii und Afrika, außerhalb von Südafrika, auf den Prüfstand zu stellen. Kroger, der größte Lebensmittelhändler in den USA musste im vierten Quartal trotz eines Umsatzwachstums um 7,2 Prozent einen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 255,4 Mio. Dollar bzw. 39 Cents pro Aktie und lag damit 27 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Die Schnellrestaurantkette Burger King rechnet im dritten Quartal mit einem Umsatz- und Gewinnrückgang als Folge von ungünstigen Wetterverhältnissen. So wurden die vergleichbaren Filialumsätze in den USA und Kanada in den Monaten Januar und Februar 2010 durch widrige Wetterverhältnisse (Winterstürme) im Zentrum und im Osten der USA stark beeinträchtigt. Dabei wurde hier über den Zwei-Monats-Zeitraum zum 28. Februar 2010 ein Umsatzrückgang um 8,2 Prozent verzeichnet, gegenüber einem Wachstum von 3,1 Prozent in der vergleichbaren Vorjahresperiode. Wie am Mittwoch bekannt wurde stiegen die Umsatzerlöse des US-Großhandels gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent an, nachdem für den Vormonat ein Plus von 1,2 Prozent ausgewiesen worden war. Die Bekleidungskette American Eagle Outfitters konnte im vierten Quartal einen deutlichen Ergebniszuwachs verzeichnen. So kletterte der Nettogewinn von 32,7 Mio. Dollar oder 16 Cents je Aktie auf nun 59,3 Mio. Dollar bzw. 28 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereffekte belief sich das EPS auf 33 Cents. Analysten hatten ein EPS von 33 Cents sowie Umsätze von 969,3 Mio. Dollar erwartet. Beim Einzelhandelskonzern Children's Place Retail Stores sank der Nettogewinn indes auf 34,1 Mio. Dollar bzw. 1,23 Dollar je Aktie, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 38,8 Mio. Dollar bzw. 1,31 Dollar je Anteilsschein ausgewiesen hatte. Der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag mit 1,03 Dollar je Aktie deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 72 Cents je Anteilsschein. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,03 Dollar sowie einen Umsatz von 462,8 Mio. Dollar erwartet. Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im Januar 2010 reduziert. Den Anagaben vom Donnerstag zufolge hat sich das Handelsbilanzdefizit auf 37,9 Mrd. Dollar verringert, wogegen Volkswirte einen Zuwachs auf 41,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Für Dezember wurde der Passivsaldo von vorläufig 40,2 Mrd. auf 39,9 Mrd. Dollar revidiert. Exxon Mobil sieht sich für zukünftiges Wachstum gut positioniert. Wie der Konzern im Rahmen seiner jährlichen Analysten-Präsentation mitteilte, rechnet er für das Jahr 2010 mit Investitionen in Höhe von rund 28 Mrd. Dollar. Der US-amerikanische Fleischproduzent Smithfield Foods hat die Geschäftszahlen für das dritte Geschäftsquartal vorgelegt. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn von 37,3 Mio. Dollar bzw. 0,22 Dollar je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 105,7 Mio. Dollar bzw. 0,74 Dollar je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum. Der Einzelhandelsumsatz in den USA hat sich im Februar 2010 unerwartet erhöht. Dies teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Auf Monatssicht erhöhten sich die Umsatzerlöse um 0,3 Prozent, während sie im Januar um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,5) Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert.


Im europäischen Markt lagen am Montag Petrofac deutlich im Plus. Der britische Ölfeld-Dienstleister gab bekannt, dass er seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 33 Prozent steigern konnte. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen 353,6 Mio. Dollar, gegenüber 265 Mio. Dollar im Vorjahr. Royal Dutch Shell, der größte Ölkonzern in Europa, und Chinas größter Ölkonzern PetroChina bieten rund 3,3 Mrd. Australische Dollar (AUD) für Arrow Energy. Wie der australische Kohleflöz-Gaserzeuger mitteilte, sind Royal Dutch Shell und PetroChina demnach bereit, Arrow Energy-Aktionären für jeden ihrer Anteilsscheine 4,45 AUD in bar zu zahlen. Indes verbuchte die Fluggesellschaft Air France-KLM im Februar erneut einen Passagierrückgang. Wie am Dienstag bekannt wurde, legt der Pharmakonzern Sanofi-Aventis seine Tiergesundheitssparte mit der des US-Konkurrenten Merck & Co. zusammen. So hat der französische Pharmahersteller von einer entsprechenden Option Gebrauch gemacht, seine Sparte Merial mit Intervet/Schering-Plough, dem Tiergesundheitsgeschäft von Merck, zusammenzuführen. An dem Joint Venture werden beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sein. Der Energieversorger International Power meldete, dass er seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2009 steigern konnte, was auf eine starke Geschäftsentwicklung in Asien und Australien zurückzuführen ist. Der Umsatz ging indes leicht zurück. Für das abgelaufene Geschäftsjahr will der Konzern eine Dividende von 12,53 Pence pro Aktie ausschütten, was zum Vorjahr einer Erhöhung um 3 Prozent entspricht. Der Minenbetreiber Antofagasta gab bekannt, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 61 Prozent gesunken ist, was auf geringere Preise und einen Produktionsrückgang zurückzuführen ist. An dem Produktionsziel für 2010 hält der Konzern unverändert fest, hieß es. Der belgisch-niederländische Finanzdienstleister Fortis teilte am Mittwoch mit, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war ein drastischer Milliarden-Verlust erwirtschaftet worden, was mit der Abspaltung des Bankgeschäfts zusammenhing. Für das Geschäftsjahr 2009 will der Konzern wieder eine Dividende in Höhe von 8 Cent pro Aktie ausschütten, nachdem im Vorjahr keine Dividende ausbezahlt worden war. Der britische Lebensversicherer Standard Life hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Kostensenkungen mehr als verdoppelt. Auch das operative Ergebnis konnte zulegen und die Erwartungen schlagen. Ferner will die britische Großbank Barclays Presseangaben zufolge eine Retail-Bank in den USA kaufen, um ihre Präsenz auf diesem Markt weiter auszubauen. Jedoch befinde sich das Kreditinstitut derzeit noch nicht in Gesprächen mit in Frage kommenden Bankgesellschaften. Wie das europäische Statistikamt am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, hat das Leistungsbilanzdefizit der EU27 im vierten Quartal 2009 abgenommen. Thomas Cook will seine operative Marge in den kommenden drei bis fünf Jahren auf 5,5 bis 6 Prozent erhöhen. Der britische Ölkonzern BP gab bekannt, dass er dem amerikanischen Öl- und Gasproduzenten Devon Energy 7 Mrd. Dollar in bar für die Übernahme von Assets in Brasilien, Aserbaidschan und im Golf von Mexiko zahlen wird. Den Angaben zufolge umfassen diese Assets Beteiligungen an zehn Tiefsee-Explorationsblocks vor der Küste von Brasilien, ein großes Portfolio an Tiefsee-Explorationsflächen im US Golf von Mexiko sowie eine Beteiligung an der von BP betriebenen Azeri-Chirag-Gunashli (ACG)-Entwicklung im Kaspischen Meer (Aserbaidschan). Zudem wird BP an Devon Energy einen 50 Prozent-Anteil an den BP-eigenen Kirby Ölsand-Beteiligungen in Alberta (Kanada) für 500 Mio. Dollar verkaufen. Weiteren Angaben zufolge hat der Pharmakonzern Sanofi-Aventis die vollständige Übernahme der US-amerikanischen Chattem erfolgreich abgeschlossen. Ferner konnte Wm Morrison Supermarkets, die viertgrößte Supermarktkette in Großbritannien, ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 30 Prozent steigern. Beim Ausblick auf 2010 sieht man jedoch noch Herausforderungen auf sich zukommen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag bekannt gab, ist die Industrieproduktion in der Eurozone im Januar 2010 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Der norwegische Düngemittelhersteller Yara International gab bekannt, dass er seine Offerte für den US-Konkurrenten Terra Industries nicht erhöhen wird. Der Konzern bietet insgesamt 4,1 Mrd. Dollar für Terra Industries. Dabei würden Terra Industries-Aktionäre 41,10 Dollar für jeden ihrer Anteilsscheine erhalten. Am Mittwoch teilte der Terra-Konzern mit, dass er von CF Industries ein Angebot in Höhe von 4,7 Mrd. Dollar erhalten hat und nun beabsichtigt, dieses anzunehmen, falls Yara nicht innerhalb von fünf Werktagen eine verbesserte Offerte vorlegt. Den jüngsten Angaben zufolge wird Yara sein Übernahmeangebot jedoch nicht dahingehend modifizieren, so dass es auf oder über dem Niveau der Offerte von CF Industries liegen wird. Der Pharmakonzern Roche hat mit einer klinischen Phase-III-Studie für Avastin (Bevacizumab) in Kombination mit einer Docetaxel-Chemotherapie und dem Mittel Prednison den primären Endpunkt bei Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium verfehlt.

Aus Asien wurde am Montag bekannt, dass sich der japanische Leistungsbilanzüberschuss im Januar 2010 stabil entwickelt hat. So verringerte sich der Aktivsaldo geringfügig auf 899,8 Mrd. Japanische Yen (JPY), nach 900,8 Mrd. JPY im Vormonat. Im Vorjahresmonat war ein Defizit in Höhe von 132,7 Mrd. JPY ausgewiesen worden. Ferner reduzierte sich der Handelsbilanzüberschuss auf 197,2 Mrd. JPY, nach einem Aktivsaldo von 631,2 Mrd. JPY im Dezember. Die PCCW Ltd., die größte Festnetz-Telefongesellschaft in Hongkong, meldete am Dienstag, dass sie ihren Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19 Prozent gesteigert hat, was mit Kostensenkungen zusammenhängt. Ferner hat sich der Automobilkonzern Daimler AG von seiner Beteiligung (5,34 Prozent) an dem indischen Fahrzeughersteller Tata Motors Ltd. getrennt. Der Index der japanischen Frühindikatoren ist im Januar 2010 angewachsen. So kletterte der Index auf 97,1 Punkte, nachdem für Dezember ein Indexstand von 94,3 Punkten ausgewiesen worden war. Hierbei handelt es bereits sich um den elften Zuwachs in Folge. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 96,6 Punkte gerechnet. Die China Mobile Ltd., der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter, meldete am Mittwoch, dass sie sich für 39,8 Mrd. Chinesische Yuan (CNY) - umgerechnet 5,8 Mrd. Dollar - mit 20 Prozent an der Shanghai Pudong Development Bank Co. Ltd. beteiligen will. Damit baut China Mobile sein elektronisches Zahlungsgeschäft aus und wird zweitgrößter Anteilseigner bei Shanghai Pudong. Die Auftragseingänge im japanischen Maschinenbau wiesen im Januar 2010 einen Rückgang aus. In der Kernberechnung (bereinigt um Kraftwerksanlagen und Schiffbau) fielen die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 3,7 Prozent. Davor waren sie im Dezember um 20,1 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Auftragseingänge um 1,1 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,5 Prozent im Dezember. Da diese Entwicklung besser als erwartet ausfiel, stiegen Aktien der Maschinenbauer Okuma und Amada an. Die japanischen Erzeugerpreise verzeichneten im Februar 2010 erneut einen verlangsamten Rückgang. Gegenüber dem Vorjahresmonat verringerte sich das Preisniveau auf Erzeugerbasis um 1,5 Prozent. Für Januar war ein Preisrückgang von 2,1 Prozent ausgewiesen worden. Die japanische Regierung legte am Donnerstag ihre zweite Veröffentlichung zur Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2009 vor und gab bekannt, dass sich Japans Wirtschaft weniger stark entwickelt hat als zunächst gemeldet. So erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahresquartal um revidiert 3,8 Prozent, während zunächst sogar ein Plus von 4,6 Prozent ausgewiesen worden war. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs das BIP der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft um revidiert 0,9 (vorläufig: +1,1) Prozent. Wie weiterhin bekannt wurde, sind die chinesischen Verbraucherpreise im Februar 2010 mit beschleunigtem Tempo angestiegen. So kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7 Prozent. Davor war im Januar eine Inflationsrate von 1,5 Prozent ausgewiesen worden. Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Bank of Japan hellten am Freitag die Stimmung auf dem Börsenparkett in Tokio auf. Die japanische Industrieproduktion ist im Januar 2010 deutlicher angewachsen als bisher angenommen. So erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um revidiert 18,5 (vorläufig: 18,2) Prozent. Im Dezember hatte der Output der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft lediglich um 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

In der kommenden Woche stehen unter anderem die Geschäftszahlen von Deutsche Postbank AG, Deutsche Bank AG, Deutsche Post AG, freenet AG, Österreichische Post AG, Smartrac N.V., UniCredito Italiano S.p.A., BMW, Drägerwerk AG, LANXESS, Linde AG, UBS AG, Adecco S.A., Balda AG, DEUTZ AG, HeidelbergCement AG, SGL Carbon, Allianz und Pfleiderer AG an.

Bei den Konjunkturdaten dürfte am Montag in Deutschland die IWH-Konjunkturprognose und die Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe, in der EU die Erwerbstätigkeit sowie in den USA der Empire State Index, die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung Aufmerksamkeit finden. Es folgen am Dienstag die ZEW Konjunkturerwartungen in Deutschland, die Inflation in der EU sowie die Wohnbaubeginne und Wohnbaugenehmigungen in den USA. Am Mittwoch stehen das BoJ-Sitzungsergebnis, die RWI-Konjunkturprognose in Deutschland, die Arbeitskosten in der EU sowie die Erzeugerpreise, Baubeginne und -genehmigungen in den USA im Blickpunkt. Am Donnerstag werden in Japan der BoJ-Monatsbericht, in der EU die Leistungsbilanz sowie in den USA die Verbraucherpreise, Leistungsbilanz, Frühindikatoren und der Philadelphia Fed Index vorgestellt. Zum Wochenschluss werden noch der japanische All-Industry-Index und die deutschen Erzeugerpreise veröffentlicht.

Der Ölpreis (Light Crude) hat in der vergangenen Woche Gewinne zugelegt und stieg über die Marke von 82 Dollar je Barrel. Der Goldpreis gab hingegen ab und wird derzeit mit 1.107,75 Dollar je Feinunze gehandelt. Der Euro gewinnt und steht über der Marke von 1,37 Dollar.

Indexstände (12.03., 17.57 Uhr) DAX: 5.945,11 TecDAX: 833,89 Dow Jones STOXX 50: 2.581,57 Nikkei 225: 10.751,26 Dow Jones: 10.622,00 NASDAQ Composite: 2.368,00 (12.03.2010/ac/n/m)


 

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