Wiesbaden (aktiencheck.de AG) - Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im Dezember 2009 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes angestiegen.
So belief sich die Gesamtzahl auf 13.586 Insolvenzen.
Hierbei entfielen 2.583 auf Unternehmen und 11.003 auf andere Schuldner. Diese teilen sich auf in Verbraucher mit 8.656, natürliche Personen als Gesellschafter mit 138, ehemals Selbstständige mit 1.957 und Nachlässe mit 232 Insolvenzen.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge um 8,1 Prozent. Hierbei wiesen die übrigen Schuldner einen Zuwachs um 6,5 Prozent aus, während die Unternehmensinsolvenzen um 15,5 Prozent zunahmen. Die Verbraucher verbuchten ein Plus von 6,5 Prozent.
Im Gesamtjahr 2009 verzeichneten die deutschen Amtsgerichte insgesamt 162.907 Insolvenzen, darunter 32.687 von Unternehmen und 101.102 von Verbrauchern. Dabei hat die Gesamtzahl der Insolvenzen um 5,0 Prozent, die der Unternehmensinsolvenzen um 11,6 Prozent und die der Verbraucherinsolvenzen um 3,0 Prozent zugenommen.
Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger im Jahr 2009 auf rund 85,0 Mrd. Euro. Dies war die bisher höchste Forderungssumme und ist auf die Insolvenzen einiger wirtschaftlich bedeutender Unternehmen zurückzuführen. Im Jahr 2008 beliefen sich die Forderungen auf 33,5 Mrd. Euro. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrages waren 2009 bei den insolventen Unternehmen 250.813 Personen beschäftigt. Im Vorjahr waren 121.675 Arbeitnehmer von Insolvenzen betroffen. (09.03.2010/ac/n/m)
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