Siemens Aktie: Strukturen werden zerschlagen

Siemens-CEO Roland Busch plant die Auflösung der Kerngeschäftssegmente, während die neue Finanzchefin ein Zollrisiko von bis zu 500 Millionen Euro managen muss. Die Quartalszahlen am 13. Mai werden zum Stresstest.

Felix Baarz ·
Siemens Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Radikale Neuordnung der Konzernstruktur geplant
  • Zollrisiko in dreistelliger Millionenhöhe droht
  • Neue KI-Anwendung auf NVIDIA-Basis im Fokus
  • Quartalszahlen am 13. Mai als nächster Prüfstein

Hinter den Kulissen des Münchner Industriegiganten bahnt sich ein gewaltiger Umbruch an. CEO Roland Busch plant offenbar, die bisherige Konzernstruktur grundlegend neu zu ordnen und Kernsegmente aufzulösen. Gleichzeitig muss die frisch gebackene Finanzchefin ein drohendes Zollrisiko in dreistelliger Millionenhöhe abwehren.

Neue Struktur unter Busch

Berichten zufolge steht die „One Tech Company“-Strategie vor ihrem radikalsten Schritt. Die bisherigen Großsegmente Digital Industries und Smart Infrastructure sollen weichen und durch sechs bis sieben Einheiten ersetzt werden, die direkt dem Vorstand unterstehen. Im Mai will Busch diesen Plan mit dem Aufsichtsrat und den Arbeitnehmervertretern diskutieren.

Parallel hat Veronika Bienert zum 1. April das Finanzressort übernommen. Sie erbt von ihrem Vorgänger Ralf Thomas ein gut bestelltes Haus mit einem Rekord-Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro. Ihr Hauptaugenmerk liegt nun auf der Digitalisierung der Finanzfunktion und der Optimierung des Cashflows.

KI-Offensive trifft auf Zollrisiken

Auf der kommenden Hannover Messe ab dem 20. April rückt der Konzern seine technologische Stärke in den Fokus. Im Zentrum steht dabei der „Digital Twin Composer“, eine auf NVIDIA-Technologie basierende Anwendung für industrielle Künstliche Intelligenz, die bereits bei Großkunden im Einsatz ist.

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Operativ droht auf der anderen Seite des Atlantiks jedoch Gegenwind. Neue US-Zölle auf EU-Exporte könnten das Unternehmen mit bis zu 500 Millionen Euro an Zusatzkosten belasten. Als direkte Gegenmaßnahme forciert Siemens die lokale US-Produktion und eröffnet noch in diesem Jahr ein 220 Millionen US-Dollar teures Werk für Personenwaggons in North Carolina.

Fokus auf den 13. Mai

An der Börse honorieren Anleger die jüngsten strategischen Weichenstellungen. Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Plus von rund acht Prozent und notiert aktuell bei 226,95 Euro.

Ob diese Aufwärtsbewegung anhält, klärt sich am 13. Mai. An diesem Datum präsentiert Siemens die Zahlen für das zweite Quartal. Es ist der erste vollständige Bericht unter der neuen CFO. Die Daten müssen belegen, ob das starke Auftragsmomentum aus dem Jahresauftakt anhält und die anvisierte Jahresprognose von bis zu 11,10 Euro je Aktie intakt bleibt.

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Siemens Aktie

226,75 EUR

– 2,75 EUR -1,20 %
KGV 22,83
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 2,36 %
Marktkapitalisierung 175,01 Mrd. EUR
ISIN: DE0007236101 WKN: 723610

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