Tilray Aktie: Rekordumsatz mit Makel

Tilray Brands meldet Rekordumsatz, angetrieben vom florierenden Cannabisgeschäft in Europa, während die Getränkesparte deutliche Umsatzeinbußen verzeichnet.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordumsatz übertrifft Analystenerwartungen
  • Deutliche Verbesserung des Nettoverlusts
  • Starkes Wachstum im europäischen Cannabismarkt
  • Umsatzrückgang im Getränkesegment

Tilray Brands liefert Zahlen, die Anleger in ein Wechselbad der Gefühle stürzen. Während das Cannabis-Geschäft international floriert und für einen Rekordumsatz sorgt, bremst die Getränkesparte die Euphorie spürbar. Gelingt dem Konzern die Balance zwischen Expansion in Europa und Sanierung des Biergeschäfts?

Licht und Schatten in der Bilanz

Am 8. Januar präsentierte das kanadische Unternehmen die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Nettoumsatz kletterte auf den Rekordwert von 217,5 Millionen Dollar und übertraf damit die Prognosen der Analysten, die lediglich mit rund 210 Millionen Dollar gerechnet hatten.

Tilray

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Besonders positiv fällt die Entwicklung beim Ergebnis auf: Der Nettoverlust verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum drastisch um 49 Prozent auf 43,5 Millionen Dollar. Das Unternehmen bestätigte zudem seine Prognose für das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr von 62 bis 72 Millionen Dollar.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
* Umsatz: 217,5 Mio. Dollar (+3 % zum Vorjahr)
* Nettoverlust: 43,5 Mio. Dollar (deutliche Verbesserung)
* Liquidität: 292 Mio. Dollar in Barreserven und Wertpapieren

Wachstumsmotor Europa

Treibende Kraft hinter den soliden Zahlen ist das internationale Geschäft mit medizinischem Cannabis. Hier verzeichnete Tilray ein sattes Plus von 36 Prozent. Deutschland und Italien etablieren sich dabei als Schlüsselmärkte.

Das Management treibt diese Entwicklung aktiv voran: Erst am 22. Januar startete mit Tilray Medical Italia eine neue Offensive, um das Portfolio im italienischen Markt zu erweitern. Im Heimatmarkt Kanada legte der Umsatz im Erwachsenensegment hingegen nur moderat um 6 Prozent zu.

Sorgenkind Getränkesparte

Weniger berauschend läuft es dagegen im Getränkesegment. Der Umsatz brach hier um rund 21 Prozent auf 50,1 Millionen Dollar ein. Verantwortlich dafür sind die allgemeine Schwäche im Craft-Beer-Markt sowie interne Umstrukturierungen. Unter dem Namen „Project 420“ optimiert Tilray sein Portfolio, was kurzfristig Umsatz kostet, aber die Effizienz steigern soll.

Das Sparprogramm zeigt bereits Wirkung: Im ersten Halbjahr wurden jährliche Kosteneinsparungen von 27 Millionen Dollar realisiert. Das Management sieht sich auf Kurs, das Ziel von 33 Millionen Dollar zu erreichen.

Blick auf die USA und Ausblick

Fantasie weckt die regulatorische Entwicklung in den USA. Durch die Neueinstufung von Cannabis in „Schedule 3“ ergeben sich neue Marktchancen, auf die Tilray mit der Gründung von Tilray Medical USA reagiert hat. Gleichzeitig hält das Unternehmen laut eigenen Angaben weiterhin über 45 Prozent Marktanteil bei THC-Getränken in Kanada.

Der nächste wichtige Termin für Aktionäre steht bereits fest: Anfang April 2026 wird Tilray die Bücher für das dritte Quartal öffnen. Dann muss sich zeigen, ob die Stabilisierung der Getränkesparte gelingt, ohne das Wachstum im Kerngeschäft abzuwürgen.

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