D-Wave Quantum legte am 26. Februar seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025 vor – und präsentierte dabei ein gemischtes Bild. Trotz Rekordumsätzen im Jahresvergleich verfehlte das Unternehmen die Erwartungen für Q4 deutlich. Die Wall Street reagierte prompt: Mindestens zwei Analysten senkten ihre Kursziele, die Aktie geriet unter Druck.
Quartalszahlen enttäuschen trotz starkem Jahreswachstum
Die Bilanz für 2025 liest sich zunächst beeindruckend: Der Umsatz stieg um 179 Prozent auf 24,6 Millionen Dollar, die Bruttomarge erreichte 83 Prozent. Doch im vierten Quartal blieb D-Wave hinter den Prognosen zurück. Mit 2,75 Millionen Dollar Umsatz verfehlte das Unternehmen die erwarteten 3,72 Millionen Dollar um 26 Prozent. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,09 Dollar – die Analysten hatten 0,06 Dollar erwartet.
Der Nettoverlust für Q4 weitete sich auf 31,8 Millionen Dollar aus. Evercore ISI und Mizuho reagierten mit reduzierten Kurszielen. Bei einer Marktkapitalisierung von knapp 6,7 Milliarden Dollar ergibt sich ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260 – eine Bewertung, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.
Starker Auftragseingang signalisiert Geschäftsdynamik
Die Auftragslage zeichnet ein positiveres Bild. Im Januar 2026 allein verzeichnete D-Wave Buchungen von über 30 Millionen Dollar. Bis zum 25. Februar summierte sich der Auftragseingang im laufenden ersten Quartal bereits auf 32,8 Millionen Dollar.
Zu den Großaufträgen zählt ein 20-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Florida Atlantic University über einen Advantage2-Quantencomputer. Ein Fortune-100-Unternehmen schloss zudem einen zweijährigen Quantum-Computing-as-a-Service-Deal über 10 Millionen Dollar ab. In Europa sicherte sich D-Wave einen 10-Millionen-Euro-Auftrag für ein Advantage2-System. Mit über 100 zahlenden Kunden, darunter mehrere Forbes-Global-2000-Konzerne, verbessert sich die Umsatzvisibilität.
Quantum Circuits Übernahme erweitert Technologieportfolio
D-Wave gab die Übernahme von Quantum Circuits Inc. bekannt – ein strategischer Schritt mit weitreichenden Folgen. Der Kaufpreis beträgt 550 Millionen Dollar, bestehend aus 300 Millionen Dollar in D-Wave-Aktien und 250 Millionen Dollar in bar.
Quantum Circuits entwickelt fehlerkorrigierte supraleitende Gate-Model-Quantensysteme. Die Dual-Rail-Qubits des Unternehmens identifizieren 90 Prozent aller Fehler und erreichen Gate-Genauigkeiten von über 99,9 Prozent. D-Wave kombiniert diese Technologie mit seinen eigenen Annealing-Systemen und will so als erster Anbieter vollständig fehlerkorrigierte, skalierbare Gate-Model-Quantencomputer auf den Markt bringen.
Neue Struktur für Regierungsgeschäft
Das Unternehmen gründete eine eigene Geschäftseinheit für den US-Regierungsmarkt. Jack Sears Jr., ein Branchenveteran mit über 25 Jahren Erfahrung im Vertriebs- und Regierungsgeschäft, leitet die neue Sparte. Parallel verlagert D-Wave seinen Hauptsitz und seine Forschungseinrichtung nach Boca Raton, Florida, um die Entwicklung seiner Annealing-Quantencomputer voranzutreiben.
Aktie unter Marktdruck
Am 1. März notiert die D-Wave-Aktie bei 18,78 Dollar. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 4,45 bis 46,75 Dollar. High-Beta-Technologiewerte stehen 2026 generell unter Druck, da Anleger ihre Bewertungsmodelle angesichts hartnäckiger Inflation und der Erwartung anhaltend hoher Zinsen überdenken. Für Quantencomputing-Titel mit ungewissen Kommerzialisierungszeitplänen ist dieses Umfeld besonders herausfordernd.
Analysten von S&P Global Market Intelligence erwarten mehrheitlich, dass D-Wave ab 2028 einen positiven Free Cashflow generieren könnte. Die nächsten Quartalszahlen legt das Unternehmen am 20. Mai 2026 vor – ein wichtiger Termin, um zu prüfen, ob sich der starke Auftragseingang in Umsatzerlösen niederschlägt und die Integration von Quantum Circuits planmäßig verläuft.
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