Nach einer längeren Korrekturphase zeigt die Nel-ASA-Aktie erste Anzeichen einer Beruhigung. Der Kurs bewegt sich heute um 2,29 NOK (rund 0,19 Euro) an der Börse in Oslo. Technische Signale deuten kurzfristig auf eine mögliche Verbesserung der Dynamik hin, während die fundamentale Lage von Investitionen und rückläufigen Umsätzen geprägt ist.
Technische Lage und Kursmarken
Am Mittwoch wurde für die Aktie ein technisches Kaufsignal (CCI Long) registriert. Dieses Signal fällt in eine Phase, in der der Kurs sich oberhalb der Marke von 2,00 NOK stabilisiert. Diese Zone fungiert derzeit als zentrale Unterstützung.
Der Titel pendelt in einer engen Spanne, ohne bislang nachhaltigen Aufwärtsdruck zu entwickeln – trotz positiver Nachrichten gegen Ende des vergangenen Jahres.
Charttechnisch sind folgende Marken im Fokus:
- Aktueller Kurs: ca. 2,29 NOK
- Wichtige Unterstützung: ca. 2,00 NOK
- Erste Hürde: ca. 2,37 NOK
Ein bestätigter Ausbruch über 2,37 NOK würde auf eine robustere Erholung hindeuten. Dagegen könnte ein Rutsch unter etwa 2,20 NOK den Bereich der 52‑Wochen-Tiefs erneut ins Spiel bringen.
Herøya-Projekt als strategischer Rahmen
Im Dezember meldete das Unternehmen einen wichtigen operativen Schritt: Am 12. Dezember 2025 fiel die Final Investment Decision (FID) zur Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Herøya in Norwegen.
Kern des Projekts ist der Aufbau einer neuen Fertigungslinie für die nächste Generation der druckalkalischen Technologie mit einer Zielkapazität von bis zu 1 GW. Das Vorhaben wird durch den EU Innovation Fund unterstützt und soll eine über sieben Jahre entwickelte Plattform in den industriellen Maßstab überführen. Ziel sind höhere Effizienz und geringere Wasserstoff-Gestehungskosten (LCOH).
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nel ASA?
Trotz der Größe dieses Projekts spiegelt der Aktienkurs bislang keine anhaltend positive Reaktion wider. Ein wesentlicher Grund ist die Unsicherheit, wann diese Kapazitätsausweitung tatsächlich in messbare Umsätze übergeht.
Zahlen, Stimmung und Erwartungshaltung
Anleger stellen das langfristige Potenzial der Ausbaupläne der aktuellen Ertragslage gegenüber. Im dritten Quartal 2025 sank der Umsatz im Jahresvergleich um rund 17 % auf 303 Millionen NOK. Der Verlust je Aktie verringerte sich leicht auf -0,05 NOK, Profitabilität bleibt jedoch ein Kernthema – insbesondere für institutionelle Investoren.
Damit prallen zwei Entwicklungen aufeinander: operative Fortschritte durch die Industrialisierungsentscheidung einerseits und rückläufige Erlöse andererseits. Die bislang ausgebliebene Welle großer Aufträge nach dem FID hat dazu geführt, dass der Kurs auf einem niedrigen Niveau verharrt und viele Marktteilnehmer abwartend agieren.
Eine zentrale Orientierung bietet derzeit:
- Strategischer Hintergrund: FID für 1‑GW‑Kapazität druckalkalischer Elektrolyse
- Q3 2025 Umsatz: 303 Mio. NOK (-17 % YoY)
- Verlust je Aktie: -0,05 NOK
- Nächster Zahlenzeitpunkt: Q4‑Bericht am 4. März 2026
Ausblick auf die nächsten Wochen
Kurzfristig dürfte sich die Entwicklung der Aktie daran entscheiden, ob das jüngste technische Kaufsignal genügend Volumen mobilisiert, um die Hürde bei 2,37 NOK anzugreifen und zu überwinden. Auf fundamentaler Ebene richtet sich der Blick auf den Q4‑Bericht Anfang März. Dort erwartet der Markt Hinweise, ob die eingeleitete Industrialisierungsstrategie in einen wachsenden Auftragsbestand für die neue druckalkalische Plattform mündet.
Bleiben konkrete Großaufträge für diese Technologie zunächst aus, ist es wahrscheinlich, dass der Kurs weiter in der aktuellen Konsolidierungszone zwischen Unterstützung und erster Widerstandsmarke verharrt.
Nel ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nel ASA-Analyse vom 8. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Nel ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nel ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nel ASA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
