Der Dow Jones hat Geschichte geschrieben und die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten geknackt. Doch die Euphorie nach dem Rekordhoch erhält nun einen Dämpfer. Enttäuschende Einzelhandelsdaten wecken Zweifel an der Konsumlaune und zwingen den Index in eine Wartestellung. Kann das Börsenbarometer das neue Rekordniveau gegen die aufkommenden Konjunktursorgen verteidigen?
Konsumdaten bremsen, Anleihen stützen
Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung sind die frischen Einzelhandelsumsätze für Dezember. Mit einer Stagnation (0,0 %) verfehlten sie die Wachstumsprognosen der Volkswirte (+0,4 %) deutlich. Das schürt Ängste vor einer Ermüdung der US-Konsumenten – ein kritisches Narrativ für den Blue-Chip-Index.
Dass es dennoch nicht zu einem stärkeren Abverkauf kommt, liegt am Anleihemarkt: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen reagierte auf die schwachen Daten mit einem Rückgang auf ein Monatstief von 4,16 %. Diese Entlastung an der Zinsfront stützt die Aktienbewertungen und kompensiert derzeit die Sorgen um das Wirtschaftswachstum.
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Bilanzsaison sorgt für Divergenz
Innerhalb des Index zeigt sich ein geteiltes Bild, das den Dow in gegensätzliche Richtungen zieht. Während defensive Titel und Finanzwerte gefragt sind, belasten enttäuschende Unternehmenszahlen die Stimmung:
- Coca-Cola enttäuscht: Der Getränkeriese verfehlte mit einem Umsatz von 11,8 Milliarden Dollar die Erwartungen der Wall Street (12,05 Mrd. Dollar). Trotz eines leichten Gewinn-Beats drückt der Umsatzrückgang die Aktie ins Minus und bremst den preisgewichteten Index.
- JPMorgan profitiert: Im Gegensatz dazu nutzt die Großbank die aktuelle Marktlage. Sie profitiert von einer Umschichtung der Anleger (Sektor-Rotation) in zyklische Value-Titel und notiert fester.
- Caterpillar pausiert: Der Industrie-Gigant, der maßgeblich für den jüngsten Anstieg über 50.000 Punkte verantwortlich war, konsolidiert seine massiven Jahresgewinne und bewegt sich kaum vom Fleck.
Die technische Lage
Charttechnisch befindet sich der Dow Jones nach dem Überwinden historischer Widerstände im sogenannten „Price Discovery“-Modus. Die Marke von 50.000 Punkten fungiert nun als entscheidende Unterstützungslinie. Die Volatilität (VIX) bleibt mit Werten um 17 vergleichsweise ruhig, was darauf hindeutet, dass institutionelle Anleger trotz der schwachen Konjunkturdaten keine Panik-Absicherungen vornehmen.
Fazit
Für den weiteren Wochenverlauf ist der heutige Tagesschlusskurs entscheidend. Gelingt es den Bullen, die 50.000-Punkte-Marke zu halten, wäre dies angesichts der schwachen Konsumdaten ein starkes Signal der Resilienz mit Potenzial Richtung 50.500 Punkte. Ein Rutsch unter diese psychologische Grenze könnte hingegen einen kurzfristigen Rücksetzer in den Ausbruchsbereich bei 49.500 Punkten einleiten.
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