Der Weltmarktführer CATL läutet eine neue Phase der Batterieproduktion ein. Am Freitag bestätigte der Konzern den Start der kommerziellen Fertigung von Natrium-Ionen-Batterien – eine Technologie, die mehr Unabhängigkeit von teurem Lithium verspricht. Doch hinter der Innovation steckt mehr als technischer Fortschritt: Es ist der strategische Versuch, im hart umkämpften Nutzfahrzeugsektor verlorene Marktanteile zurückzuerobern und sich gegen die wachsende Konkurrenz zu behaupten.
Angriff auf die Kälte
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung stehen die neuen Akkupacks der „Techtrans II“-Plattform. Diese sind speziell für leichte Nutzfahrzeuge konzipiert und adressieren eine der größten Schwachstellen der Elektromobilität: den Leistungsabfall bei extremen Temperaturen. Selbst bei minus 40 Grad Celsius sollen die Batterien noch über 90 Prozent ihrer Kapazität behalten.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als gezielten Vorstoß in kältere Absatzregionen. Dies erscheint notwendig, da CATL im vergangenen Jahr im Segment der Nutzfahrzeuge einen Marktanteilsverlust von 11,9 Prozentpunkten hinnehmen musste. Mit der robusten und potenziell kostengünstigeren Natrium-Technologie setzt das Unternehmen nun zur Gegenoffensive gegen aufstrebende Zweitrunden-Hersteller an.
Expansion über Nutzfahrzeuge hinaus
Die Technologie soll nicht auf Lieferwagen beschränkt bleiben. Technikvorstand Gao Huan kündigte an, dass die Anwendung der Natrium-Ionen-Akkus ab dem zweiten Quartal 2026 auf Personenkraftwagen ausgeweitet wird. Als erster Partner steht der Autobauer GAC Aion bereit.
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CATL verfolgt damit eine sogenannte „Dual-Star“-Strategie: Natrium-Ionen- und Lithium-Ionen-Technologien sollen koexistieren. Dieser Mix ermöglicht es dem Konzern, verschiedene Marktsegmente flexibel zu bedienen und Risiken durch schwankende Rohstoffpreise beim Lithium abzufedern.
Fokus auf Kreislaufwirtschaft
Flankiert wird der operative Start von neuen Partnerschaften. Eine vertiefte Kooperation mit der Fujian Transportation Group soll die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs beschleunigen und sichert CATL einen wichtigen Absatzkanal. Gleichzeitig unterstreicht eine Zusammenarbeit mit der Ellen MacArthur Foundation die Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit. Ziel ist ein verbessertes System für das Batterierecycling, wobei CATL bereits heute Rückgewinnungsraten von 99,6 Prozent bei Nickel, Kobalt und Mangan erzielt.
Ausblick auf die Zahlen
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Stimmung am Markt angespannt, was sich auch im aktuellen Kursniveau widerspiegelt, das nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 343,08 CNY liegt. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun auf die kommenden Finanzdaten. Am 21. März 2026 wird CATL den Geschäftsbericht für das Jahr 2025 vorlegen. Entscheidend wird dann sein, ob sich die neuen Produktionskapazitäten auch in den Margen niederschlagen und die prognostizierten Wachstumsraten von rund 16 Prozent bestätigt werden können.
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