Coinbase steht diese Woche gleich unter zwei Vorzeichen: Berichte über mögliche Investitionsgespräche mit der Offshore-Börse Bybit treiben die Fantasie an — und ein erholter Bitcoin-Kurs über 70.000 US-Dollar gibt zusätzlichen Rückenwind. Ob aus den Gerüchten ein konkreter Deal wird, bleibt offen.
Bybit-Deal: Was dahintersteckt
Am 14. März berichtete der Krypto-Journalist Wu Blockchain unter Berufung auf drei informierte Quellen, dass Coinbase eine Minderheitsbeteiligung an Bybit erwägt. Beide Unternehmen haben die Gespräche bislang weder bestätigt noch dementiert.
Die strategische Logik ist nachvollziehbar: Bybit ist nach Handelsvolumen die zweitgrößte Krypto-Börse der Welt, operiert aber überwiegend außerhalb der USA — einem Markt, den regulatorische Hürden bislang für Offshore-Plattformen weitgehend verschlossen haben. Coinbase hingegen verfügt über Bundeslizenzen, regulatorische Infrastruktur und die institutionelle Glaubwürdigkeit eines börsennotierten Unternehmens.
Bybit bringt dabei eigene Vorgeschichte mit: Im Februar 2025 erlitt die Plattform einen Hack in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar — damals der größte in der Geschichte von Krypto-Börsen. Zuletzt erhielt Bybit eine EU-MiCAR-Zulassung, was auf einen strategischen Schwenk Richtung Regulierungskonformität hindeutet. Eine Beteiligung eines Nasdaq-notierten Unternehmens an einer Offshore-Plattform würde regulatorisch genau beobachtet werden.
Starke Fundamentaldaten, schwieriges Umfeld
Trotz kurzfristiger Impulse bleibt das Umfeld belastet. Eskalationen im Nahen Osten trieben den Ölpreis über 100 US-Dollar je Barrel, schürten Inflationssorgen und lösten einen breiten Risikoabbau im Nasdaq aus. Krypto-Aktien gehörten zu den am stärksten betroffenen Werten. Hinzu kommt: Das Short-Interesse an Coinbase hat sich 2026 verdoppelt, was die erhöhte Skepsis vieler Marktteilnehmer widerspiegelt.
Die Jahreszahlen für 2025 zeigen dagegen ein solides Fundament. Der Umsatz lag bei rund 6,9 bis 7,2 Milliarden US-Dollar, das Handelsvolumen stieg um 156 Prozent auf 5,2 Billionen US-Dollar. Stablecoin-Erträge trugen 1,35 Milliarden US-Dollar bei — ein Anstieg von knapp 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Coinbase hält zudem 11,3 Milliarden US-Dollar in liquiden Mitteln und hat seit November 2025 eigene Aktien im Wert von über 1,7 Milliarden US-Dollar zurückgekauft.
Das Q4 2025 verfehlte die Erwartungen: Einem Umsatz von 1,78 Milliarden US-Dollar stand ein Nettoverlust von 666 Millionen US-Dollar gegenüber. Anleger reagierten dennoch positiv — der Fokus liegt offenbar auf der langfristigen Plattformdiversifikation.
Expansion auf mehreren Fronten
Coinbase treibt seine Transformation zur Universalplattform voran. Ende Februar startete das Unternehmen den 24-Stunden-Aktienhandel für US-Nutzer mit rund 6.000 Wertpapieren und ETFs ohne Kommission. Im Januar folgte der Einstieg in Prediction Markets über eine Partnerschaft mit Kalshi, Anfang März der Launch sogenannter Agentic Wallets — Infrastruktur, die KI-Agenten eigenständige Krypto-Transaktionen ermöglicht.
Die nächsten Quartalszahlen sind für den 7. Mai 2026 geplant. Bis dahin dürfte vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, ob die Bybit-Gespräche zu einem konkreten Abschluss führen — oder still versanden.
Coinbase-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coinbase-Analyse vom 16. März liefert die Antwort:
Die neusten Coinbase-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coinbase-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coinbase: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
