D-Wave Quantum liefert konkrete Beweise für den praktischen Nutzen von Quantencomputing. Nach erfolgreichen Raketenabwehr-Simulationen, einem 550-Millionen-Dollar-Zukauf und Großaufträgen notiert die Aktie bei rund 21 Dollar – während sich das Unternehmen operativ und geografisch neu aufstellt.
Am Dienstag handelte die D-Wave Quantum Aktie (NYSE: QBTS) bei 20,97 Dollar. Die jüngsten Wochen brachten eine Reihe strategischer Meilensteine, die das Geschäftsmodell des Quantencomputing-Spezialisten fundamental erweitern.
Raketenabwehr: 60 zusätzliche Treffer durch Quantentechnologie
Ende Januar veröffentlichte D-Wave Ergebnisse einer Kooperation mit den Rüstungstechnologie-Firmen Anduril Industries und Davidson Technologies. Im Fokus stand die Optimierung komplexer Luftverteidigungsszenarien.
Der hauseigene „Stride“-Hybrid-Solver bewältigte die Berechnungen mindestens zehnmal schneller als herkömmliche Systeme. In einer Simulation mit 500 anfliegenden Raketen ermöglichte die optimierte Ressourcenverteilung die Abwehr von 45 bis 60 zusätzlichen Zielen – eine Steigerung der Abfangrate um 9 bis 12 Prozent.
Diese Resultate verschieben Quantenannealing von theoretischen Experimenten in Richtung echter militärischer Anwendungen. Für zeitkritische Verteidigungslogistik könnte die Technologie zum Standard werden.
550-Millionen-Übernahme und zwei Großaufträge
Parallel sicherte sich D-Wave kommerzielle Vereinbarungen mit substanziellem Volumen. Die Florida Atlantic University (FAU) orderte ein Advantage2-Quantencomputer-System für 20 Millionen Dollar, das am Campus in Boca Raton installiert wird.
Ein Fortune-100-Unternehmen schloss einen Zweijahresvertrag über 10 Millionen Dollar für „Quantum Computing as a Service“ ab. Damit integrieren erstmals Konzerne dieser Größenordnung Quantenlösungen in ihre Produktivumgebungen.
Strategisch wegweisend war die im Januar abgeschlossene Übernahme von Quantum Circuits Inc. für rund 550 Millionen Dollar (300 Millionen in Aktien, 250 Millionen bar). Der Deal verschafft D-Wave Zugang zu fehlerkorrigierten Gate-Modell-Quantencomputern. Das Unternehmen bietet künftig beide Plattformen an – Annealing- und Gate-Modell-Systeme.
Umzug nach Florida
D-Wave verlegt seinen Hauptsitz von Palo Alto nach Boca Raton. Der neue Standort am dortigen Innovation Campus liegt im Zentrum des aufstrebenden Tech-Clusters „Quantum Beach“ und ermöglicht engere Zusammenarbeit mit der FAU.
Analysten bewerten die verbesserte Liquidität und die erweiterte Technologie-Roadmap mehrheitlich positiv. Die Konsensschätzungen deuten auf Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau hin.
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