Der Sportartikelriese kämpft an der Börse mit schweren Verlusten, doch operativ gibt es einen klaren Lichtblick. Die Strategie, Kunden direkt anzusprechen und den klassischen Zwischenhandel teilweise zu umgehen, trägt messbare Früchte. Kann der konsequente Fokus auf E-Commerce und eigene Stores die Talfahrt der Aktie langfristig bremsen?
Wachstumstreiber Direktvertrieb
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Adidas im E-Commerce einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro. Das entspricht einem starken Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Konzern die Abhängigkeit von externen Einzelhändlern reduziert und die Interaktion mit der Kundschaft zunehmend in die eigene Hand nimmt.
Der sogenannte Direct-to-Consumer-Bereich (DTC) hat sich damit zum dynamischsten Segment innerhalb des Konzerns entwickelt. Mittlerweile entfallen 40 Prozent der Gesamterlöse auf diesen Kanal. Dabei steuern die stationären Eigenfilialen 23 Prozent bei, während der Online-Handel für die restlichen 17 Prozent verantwortlich zeichnet.
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Umfeld bleibt herausfordernd
Diese strategische Neuausrichtung erfolgt in einem angespannten Marktumfeld für Sport- und Freizeitmode. Konkurrenten wie JD Sports berichteten zuletzt von schwierigen Bedingungen, was die Notwendigkeit für Adidas unterstreicht, die Markenhoheit durch eigene Kanäle zu stärken.
An der Börse wird dieser operative Fortschritt derzeit jedoch von der allgemeinen Skepsis überlagert. Das Papier steht massiv unter Druck und beendete den Handel am Freitag bei 142,75 Euro. Damit notiert die Aktie in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief von 141,60 Euro. Der Kursrutsch von über 40 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten zeigt, dass Investoren trotz der positiven Signale aus dem Online-Geschäft noch keine Trendwende einpreisen.
Die Digital-Offensive beweist, dass Adidas operativ handlungsfähig bleibt und sich gegen den Branchentrend stemmt. Für eine nachhaltige Bodenbildung muss das Unternehmen nun beweisen, dass das Umsatzwachstum im Direktvertrieb die Profitabilität signifikant genug steigert, um die charttechnische Abwärtsspirale zu durchbrechen.
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