Während Lufthansa Millionen in die Aufwertung ihrer A380-Flotte investiert, braut sich beim Premiumkunden-Programm Miles & More ein Sturm zusammen. Der Wechsel des Kreditkartenpartners von DKB zur Deutschen Bank sorgt für erheblichen Unmut – ausgerechnet bei jener Kundengruppe, die für den Konzern von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung ist.
Partnerwechsel mit Nebenwirkungen
Der Ärger entzündet sich an den Modalitäten der Umstellung. Bestehende Miles & More-Karteninhaber müssen sich komplett neu legitimieren, inklusive erneuter Offenlegung von Einkommens- und Vermögensverhältnissen sowie Schufa-Abfragen. Besonders bitter: Selbst langjährige Kunden erhalten zunächst Kreditrahmen von teilweise nur 2.500 Euro – ein deutlicher Rückschritt für viele Statuskunden.
Die wichtigsten Fakten zum Kartenwechsel:
- Alte DKB-Karten verlieren spätestens am 30. April 2026 ihre Gültigkeit
- Erhöhter Meilen-Bonus bei Wechsel bis 15. Februar 2026
- Betroffen ist eine „substanziell sechsstellige Zahl“ an Kunden
- Deutsche Bank bessert bei Kreditrahmen nach ersten Beschwerden nach
Die Brisanz liegt im Detail: Es handelt sich um jene Vielfliegerklientel, die überproportional zum Airline-Umsatz beiträgt. Lufthansa steht damit vor der heiklen Aufgabe, die Wogen zu glätten, bevor loyale Kunden zur Konkurrenz abwandern.
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Investition in die Langstrecke
Parallel treibt der Konzern die Produktverbesserung voran. Ab Februar beginnen die Elbe Flugzeugwerke in Dresden mit der Umrüstung aller acht Airbus A380. Im Oberdeck werden 68 neue Business-Class-Sitze der Generation „Allegris“ (Modell Thompson VantageXL) installiert.
Der Zeitplan ist ambitioniert: Bereits im April 2026 soll das erste modernisierte Flugzeug ab München wieder abheben. Bis Mitte 2027 soll die gesamte A380-Flotte umgerüstet sein. Der Hintergrund: Die Auslieferung der neuen Boeing 777X verzögert sich erneut bis 2027, weshalb die Superjumbos länger im Einsatz bleiben müssen als ursprünglich geplant.
Spagat zwischen Investition und Kundenbeziehung
Die Lufthansa-Aktie notiert aktuell bei 8,70 Euro und hat sich im Jahresvergleich um knapp 38 Prozent verteuert. Die Modernisierungsinvestitionen zeigen die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Ob diese Strategie aufgeht, hängt jedoch auch davon ab, wie schnell sich die Irritationen beim Miles & More-Programm auflösen lassen. Die nächsten Wochen bis zum Ende der Wechselfrist Mitte Februar dürften zeigen, wie viele Premiumkunden dem Konzern die Treue halten.
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