Unitedhealth Aktie: Verwirrung voraus?

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth verzeichnet den größten Tagesverlust seit einem Jahr, nachdem eine schwache Umsatzprognose für 2026 und niedrige Medicare-Vergütungspläne der US-Regierung den Markt schockierten.

Kurz zusammengefasst:
  • Erster Umsatzrückgang seit 1989 prognostiziert
  • Aktie bricht nach CMS-Vergütungsvorschlag ein
  • Medicare Advantage-Mitgliederschwund belastet Prognose
  • Branche verliert Milliarden an Börsenwert

Der US-Krankenversicherer UnitedHealth hat am Montag seinen größten Tagesverlust seit fast einem Jahr verzeichnet. Während die Quartalszahlen noch solide ausfielen, schockierte das Unternehmen mit einer schwachen Umsatzprognose für 2026 – dem ersten Umsatzrückgang seit 1989. Parallel dazu sorgte die US-Regierung mit einem Vorschlag für nahezu stagnierende Medicare-Vergütungen für zusätzlichen Druck auf die gesamte Branche.

Zahlen gut, Ausblick katastrophal

UnitedHealth meldete für das vierte Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,11 Dollar – knapp über der Analystenschätzung von 2,10 Dollar. Der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 stieg um 12 Prozent auf 447,6 Milliarden Dollar.

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Doch die Prognose für 2026 enttäuschte massiv: Das Unternehmen erwartet Erlöse von mehr als 439 Milliarden Dollar – ein Rückgang von rund 2 Prozent. Analysten hatten mit 454,6 Milliarden Dollar gerechnet. CFO Wayne DeVeydt nannte gegenüber CNBC drei Hauptgründe: Veräußerungen in Großbritannien und Südamerika, ein Mitgliederschwund von über 3 Millionen in den USA und der Auslauf einer Medicare-Codierungsumstellung, die allein 6 Milliarden Dollar kostet.

Hinzu kommt: UnitedHealth rechnet mit einem Rückgang der Medicare Advantage-Mitglieder um 1,3 bis 1,4 Millionen im laufenden Jahr. Im vierten Quartal belastete zudem eine Sonderabschreibung von 1,6 Milliarden Dollar nach Steuern, bedingt durch den Cyberangriff auf Change Healthcare und Restrukturierungskosten.

Medicare-Schock trifft die Branche

Einen Tag vor der Zahlenvorlage hatte die US-Gesundheitsbehörde CMS einen Vorschlag veröffentlicht, der die durchschnittlichen Zahlungen für Medicare Advantage-Pläne 2027 um lediglich 0,09 Prozent erhöhen soll. Die Wall Street hatte mit 4 bis 6 Prozent gerechnet. CMS-Chef Dr. Mehmet Oz begründete den Schritt mit dem Ziel, „unnötige Ausgaben für Steuerzahler zu vermeiden“.

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Die Reaktion der Märkte war heftig: UnitedHealth-Aktien brachen zeitweise um 19 Prozent auf 282,45 Dollar ein. Die gesamte Branche verlor rund 80 Milliarden Dollar an Börsenwert. Konkurrent Humana stürzte ebenfalls um 19 Prozent ab, CVS verlor 11 Prozent, Elevance zwischen 5 und 11 Prozent.

Turnaround verzögert sich

CEO Stephen Hemsley, der 2025 nach der Entlassung von Andrew Witty zurückkehrte, versuchte zu beruhigen: „Wir haben die Herausforderungen direkt angegangen und 2025 als deutlich stärkeres Unternehmen beendet.“ Doch Morningstar-Analystin Julie Utterback warnte, dass „Investoren, die auf eine schnelle Wende gehofft hatten, möglicherweise länger warten müssen“.

Die endgültigen Medicare Advantage-Sätze will die CMS am 6. April 2026 bekanntgeben. Bis dahin bleibt offen, ob noch Anpassungen am Vorschlag vorgenommen werden. Für UnitedHealth dürfte es ein entscheidendes Datum werden: Nach dem historischen Kurseinbruch muss das Unternehmen beweisen, dass die schwache Prognose nicht der Beginn einer längeren Durststrecke ist.

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