Am 5. März folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025 – und die Erwartungen sind hoch. Brasiliens staatlicher Ölriese hat 2025 seine Produktion massiv gesteigert und Exportrekorde aufgestellt. Die Frage ist nun: Können die Finanzergebnisse mit der operativen Leistung mithalten?
Operative Bestmarken prägen das Schlussquartal
Im vierten Quartal 2025 förderte Petrobras insgesamt 3,11 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag – ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ölproduktion in Brasilien allein kletterte um 20 Prozent auf 2,5 Millionen Barrel täglich.
Noch beeindruckender: Die Exporte erreichten mit 1,24 Millionen Barrel pro Tag einen Rekordwert – 79 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. China bleibt mit 52 Prozent aller Ausfuhren wichtigster Abnehmer, der Anteil stieg um 22 Prozentpunkte. Parallel dazu baut Petrobras seine Kundenstruktur gezielt aus, etwa durch einen erneuerten Liefervertrag mit indischen Raffinerien.
Für das Gesamtjahr 2025 bedeutet das eine Produktionssteigerung von 11 Prozent auf 2,99 Millionen Barrel pro Tag – oberhalb der eigenen Guidance. Haupttreiber waren höhere Kapazitäten und Effizienzgewinne bei Pre-Salt-Plattformen wie Almirante Tamandaré und Marechal Duque de Caxias. Die neue Einheit P-78 nahm am 31. Dezember im Búzios-Feld die Förderung auf.
Pre-Salt-Dominanz und Reservenwachstum
82 Prozent der gesamten Förderung stammen mittlerweile aus der Pre-Salt-Schicht. Das Mega-Feld Búzios allein überschritt die Marke von einer Million Barrel täglich – erreicht mit nur sechs Plattformen. Die Reservenersatzrate lag 2025 bei 175 Prozent, was 1,7 Milliarden Barrel Öläquivalent an neu hinzugekommenen Reserven entspricht.
Diese Zahlen unterstreichen die strategische Bedeutung der brasilianischen Pre-Salt-Vorkommen, die Petrobras zu einem der kosteneffizientesten Förderer weltweit machen.
Investitionsplan und Dividendenstrategie
Der Vorstand hat den Investitionsrahmen für 2026 bis 2030 auf 109 Milliarden Dollar festgelegt – zwei Prozent unter dem vorherigen Plan. Erstmals seit Präsident Lula da Silvas Amtsantritt 2023 wurde das Budget nach unten korrigiert, eine Anpassung an das gesunkene Ölpreisniveau.
69,2 Milliarden Dollar fließen in Exploration und Produktion, davon 62 Prozent in Pre-Salt-Projekte. Trotz der Kürzungen bekräftigt Petrobras seine Dividendenpolitik: Für den Zeitraum 2026 bis 2030 sind Ausschüttungen zwischen 45 und 50 Milliarden Dollar geplant. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 6,49 Prozent.
Ausblick: Produktion versus Ölpreis
Für 2026 peilt Petrobras eine Gesamtproduktion von 3,1 Millionen Barrel Öläquivalent und eine Ölförderung von 2,5 Millionen Barrel täglich an. Die Plattform P-79 soll bis August im Búzios-Feld in Betrieb gehen. Die operative Basis ist solide – die Frage ist, ob die Ölpreise die Leistung honorieren. Mit der Vorlage der Q4-Zahlen am 5. März wird sich zeigen, wie sich Rekordförderung und Preisdruck auf die Finanzen auswirken.
Petrobras-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Petrobras-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Petrobras-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Petrobras-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Petrobras: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
