Pfizer Aktie: Entscheidende Wochen!
Pfizer steht vor einer entscheidenden Phase mit Hauptversammlung, Quartalszahlen und einer FDA-Entscheidung. Der Konzern erhöht trotz Regierungsdeal Preise und erwartet Gewinnrückgang.

Kurz zusammengefasst
- Drei wichtige Termine in sechs Wochen für Pfizer
- Erwarteter Gewinnrückgang im ersten Quartal 2026
- Trotz Regierungsdeal Preiserhöhungen für 80 Produkte
- FDA-Entscheidung zu Hämophilie-Mittel HYMPAVZI steht an
Drei Termine in knapp sechs Wochen — und jeder hat das Potenzial, die Pfizer-Aktie zu bewegen. Hauptversammlung, Quartalszahlen und eine FDA-Entscheidung fallen in einen engen Zeitraum zusammen. Für Aktionäre beginnt jetzt eine Phase, in der sich einiges entscheiden wird.
Hauptversammlung und Zahlenwerk
Am 23. April findet Pfizers virtuelle Jahreshauptversammlung statt. Auf der Agenda stehen die Wahl von zwölf Direktoren, die Bestätigung des Wirtschaftsprüfers KPMG sowie ein Aktionärsantrag auf einen unabhängigen Aufsichtsratsvorsitz. Fragen müssen bis zum 21. April eingereicht werden.
Das Proxy-Statement gibt einen Einblick in das Geschäftsjahr 2025. Der Gesamtumsatz lag bei 62,6 Milliarden Dollar — leicht unter den 63,6 Milliarden des Vorjahres. Ohne COVID-19-Produkte wuchs das Geschäft operativ um sechs Prozent. Das Kostensparprogramm soll bis 2026 netto 5,7 Milliarden Dollar einbringen. Hinzu kommen rund 1,5 Milliarden aus der Optimierung der Produktion bis 2027.
Am 5. Mai folgen die Zahlen für das erste Quartal 2026. Der Konsens erwartet einen Rückgang des Gewinns je Aktie von knapp 20 Prozent. Für das Gesamtjahr peilt Pfizer einen Umsatz zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar an. In dieser Prognose sind bereits die Auswirkungen der aktuellen Zölle sowie die Preisregulierung durch die Trump-Administration eingerechnet.
Preisdruck trotz Deal
Pfizer war das erste Pharmaunternehmen, das eine freiwillige Vereinbarung mit der Trump-Regierung schloss. Der Konzern verpflichtete sich, Medikamentenpreise an das Niveau anderer entwickelter Länder anzupassen und 70 Milliarden Dollar in US-Forschung und Produktion zu investieren. Im Gegenzug erhielt Pfizer eine dreijährige Ausnahmeregelung bei Zöllen.
Das Paradox: Trotz dieser Vereinbarung erhöht Pfizer die Preise für 80 Produkte — mehr als jedes andere Pharmaunternehmen. Betroffen sind unter anderem das Krebsmittel Ibrance, das Migränemittel Nurtec und das COVID-Therapeutikum Paxlovid.
Pipeline-Katalysator HYMPAVZI
Parallel läuft ein wichtiger regulatorischer Prozess für das Hämophilie-Präparat HYMPAVZI (Marstacimab). Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bereits eine positive Empfehlung ausgesprochen. Das Mittel soll künftig auch für Patienten ab zwölf Jahren mit Hemmkörpern gegen Faktor VIII oder IX zugelassen werden. In einer Studie reduzierte die einmal wöchentliche Injektion die jährliche Blutungsrate um rund 93 Prozent.
In den USA hat die FDA die Zulassungserweiterung mit Priority Review angenommen. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im zweiten Quartal 2026. Bei Zulassung wäre HYMPAVZI die erste nicht-faktorbasierte Prophylaxe für Kinder zwischen sechs und elf Jahren mit Hämophilie B.
Die Pfizer-Aktie notiert aktuell bei 23,05 Euro — rund sieben Prozent unter dem Jahreshoch von 24,66 Euro, das Anfang April erreicht wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut sieben Prozent. Ob die anstehenden Quartalszahlen am 5. Mai diesen Abstand zum Hoch wieder schließen können, hängt vor allem davon ab, wie stark der Gewinndruck im ersten Quartal tatsächlich ausgefallen ist.
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