Energiekontor setzt sein Aktienrückkaufprogramm fort und liefert damit ein klares Update zur Kapitalpolitik. Für Anleger ist das vor allem deshalb interessant, weil der Rückkauf auf eine Phase folgt, in der das Unternehmen operative Fortschritte meldete. Doch wie groß ist der Schritt bislang wirklich – und was sagt er im Kontext der jüngsten Projektverkäufe aus?
Die Fakten im Überblick
- Update zum Rückkaufprogramm per Mitteilung vom 3. Februar 2026
- Käufe im Zeitraum 26. bis 30. Januar 2026: 1.274 Aktien
- Ausführung ausschließlich über XETRA
- Gesamt seit Start am 7. Juli 2025: 35.024 Aktien zurückgekauft
- Schlusskurs am Dienstag: 38,45 €
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (61,80 €): -37,78%
Rückkauf als Teil der Kapitalpolitik
Mit dem jüngsten Zwischenstand bleibt der Rückkauf eher ein stetiges, kontrolliertes Programm als ein großer Kurstreiber. 1.274 Stück in einer Woche sind operativ ein überschaubarer Baustein – aber eben ein Signal, dass das Unternehmen die Maßnahme planmäßig weiterführt.
Aus Marktsicht fällt der Zeitpunkt in eine Phase, in der die Aktie zwar zuletzt über dem 50-Tage-Durchschnitt (36,23 €) notiert, auf 12-Monats-Sicht aber weiter im Minus liegt (-14,46%). Auffällig ist zudem der sehr niedrige RSI (14 Tage) von 20,8, der auf eine technisch stark abverkaufte Situation hindeutet – ohne dass der Rückkauf allein daraus automatisch eine Trendwende macht.
Operativer Hintergrund: Projektverkäufe und Ausbaupläne
Der Rückkauf steht nicht isoliert. Energiekontor verwies zum Jahresende 2025 auf den Verkauf von sieben Windparkprojekten im Geschäftsjahr 2025. Diese Verkäufe sollen eine Ertragsbasis für die kommenden Jahre schaffen.
Parallel arbeitet das Unternehmen am Ausbau des eigenen Parkportfolios. Als nächster konkreter Schritt gilt der repowerte Windpark Oederquart, dessen Inbetriebnahme im ersten Quartal 2026 erwartet wird. Strategisch bleibt das Ziel, das konzerneigene Portfolio langfristig weiter zu vergrößern.
Zum Wochenstart-Update des Rückkaufs passt damit ein Gesamtbild: operative Projektpipeline und Verkäufe auf der einen Seite, Kapitalpflege über den Rückkauf auf der anderen.
Branchenkulisse 2026: Politik und Netze als Taktgeber
Für 2026 skizziert das Unternehmen ein Umfeld, in dem weniger die grundsätzliche Richtung der Energiewende, sondern die Umsetzung zählt: Versorgungssicherheit, Netzintegration und der Netzausbau rücken stärker in den Vordergrund. Dazu kommen mögliche regulatorische Änderungen, etwa bei Förderinstrumenten für Offshore-Windkraft, die das Investitionsklima beeinflussen können.
Für Projektentwickler bleibt damit vor allem der politische Rahmen entscheidend – ebenso wie Themen wie Netzüberlastung und die Entwicklung rund um grünen Wasserstoff, die Energiekontor als strategisch relevant für die Branche einordnet.
Unterm Strich: Der Rückkauf läuft weiter, die operativen Meilensteine liegen in Projektverkäufen und dem anstehenden Start von Oederquart im Q1 2026.
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