Siemens Healthineers Aktie: Druck wächst

Der Medizintechnikkonzern sieht sich mit ethischen Vorwürfen zur Antikörpergewinnung konfrontiert, während die Diagnostiksparte und der Kursverlust weiterhin für Druck sorgen.

Kurz zusammengefasst:
  • Ethische Kritik an Antikörpergewinnung aus Tierversuchen
  • Aktienkurs notiert nahe dem 52-Wochen-Tief
  • Diagnostikgeschäft bremst durch China-Schwäche
  • Geplante Reduzierung der Siemens-Mehrheitsbeteiligung

Neben den bekannten operativen Baustellen muss sich das Management des Medizintechnik-Konzerns nun auch gegen ethische Vorwürfe verteidigen. Auf der jüngsten Hauptversammlung forderten Investoren und Aktivisten lautstark einen Kurswechsel bei der Antikörper-Gewinnung. Trifft diese neue ESG-Debatte den ohnehin angeschlagenen Titel zur Unzeit?

Tierschutz als Reputationsrisiko

Im Zentrum der Kritik steht die Verwendung von Antikörpern aus Kaninchenblut für diagnostische Tests. Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ sowie kritische Aktionäre verlangten vom Vorstand einen verbindlichen Ausstiegsplan. Hintergrund sind Berichte über angebliche Missstände bei einem Zulieferer, die bereits im September 2025 für Unruhe sorgten.

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Während die Kritiker auf die Verfügbarkeit tierversuchsfreier Alternativen verweisen, verteidigte der Vorstand seine Position. Eine interne Überprüfung beim betroffenen Lieferanten habe keine wesentlichen Abweichungen ergeben, weshalb die Geschäftsbeziehung fortgesetzt wurde. Für Anleger, die zunehmend auf ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) achten, bleibt dieses Thema jedoch ein potenzieller Belastungsfaktor für das Image des Unternehmens.

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Operative Schwäche belastet Kurs

Diese ethische Diskussion trifft Siemens Healthineers in einer ohnehin fragilen Phase. Der Aktienkurs spiegelt die Skepsis des Marktes wider: Mit einem aktuellen Kurs von rund 41,91 Euro notiert das Papier nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 40,30 Euro. Allein in den letzten zwölf Monaten verlor der Titel gut 22 Prozent an Wert.

Hauptverantwortlich für die schleppende Performance ist das Diagnostikgeschäft. Die Anfang Februar vorgelegten Zahlen für das erste Quartal enttäuschten, insbesondere aufgrund anhaltender Schwierigkeiten auf dem wichtigen chinesischen Markt. Während die Sparten Bildgebung und Krebstherapie wachsen, bremst die Diagnostik die Erholung aus.

Strategische Neuordnung im Fokus

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt die geplante Entkonsolidierung durch die Muttergesellschaft. Die Siemens AG hatte bereits Ende 2025 angekündigt, ihre Mehrheitsbeteiligung reduzieren zu wollen, um Healthineers für einen breiteren Anlegerkreis attraktiver zu machen. Dieser Schritt soll im laufenden Jahr 2026 konkretisiert werden. Ob dies gelingt, hängt jedoch maßgeblich davon ab, ob der Konzern die Probleme in der Diagnostik-Sparte und die aufkeimende Kritik an der Lieferkette schnell in den Griff bekommt.

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