New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen gingen am letzten Handelstag der Woche nahezu unverändert aus der Sitzung. Vor Handelsbeginn wurde ein Bericht vorgelegt, wonach der Einzelhandelsumsatz in den USA im Februar um 0,3 Prozent gestiegen ist.
Ferner hat sich die Verbraucherstimmung im Februar verschlechtert. Der Dow Jones gewann am Ende 0,12 Prozent auf 10.624,69 Punkte. Währenddessen gaben der NASDAQ Composite 0,03 Prozent auf 2.367,66 Punkte und der S&P 500 0,02 Prozent auf 1.149,99 Zähler ab.
Der US-amerikanische Einzelhandelsumsatz ist im Februar 2010 unerwartet gestiegen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums nahmen die Umsatzerlöse auf Monatssicht um 0,3 Prozent zu, während sie im Januar um revidiert 0,1 (vorläufig: 0,5) Prozent geklettert waren. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche stiegen die Umsätze gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent. Experten waren hier nur von einem Umsatzplus von 0,1 Prozent ausgegangen. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März 2010 verschlechtert. So lag der Gesamtindex der Universität Michigan bei 72,5 Punkten. Volkswirte waren von einem Stand von 74,0 Punkten ausgegangen. Die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen wiesen im Januar 2010 einen unveränderten Stand gegenüber dem Vormonat aus. Volkswirte hatten zuvor ein Plus von 0,1 Prozent erwartet. Der Umsatz bei den Industrie- und Handelsunternehmen erhöhte sich gegenüber dem Vormonat hingegen um 0,6 Prozent.
Charles Schwab (
ISIN US8085131055 /
WKN 874171 ) verloren nach einer Gewinnwarnung 3,40 Prozent. Das Unternehmen sieht das Ergebnis je Aktie im laufenden Quartal um bis zu 0,04 Dollar unter dem Wert des Vorquartals. Im vierten Quartal 2009 hatte Charles Schwab ein EPS von 0,14 Dollar erzielt.
Analysten erwarten derzeit noch einen Gewinn von 0,15 Dollar je Aktie. CEO Joe Martinetto zufolge bestehe weiterhin Druck auf den Umsatz des Unternehmens. Im Februar hat das Unternehmen täglich im Durchschnitt 302.000 Transaktionen für seine Kunden durchgeführt. Dies entspricht einem Rückgang um 14 Prozent im Jahresvergleich und um 15 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
Der Mischkonzern United Technologies (
ISIN US9130171096 /
WKN 852759 ) hält an seinem Ausblick für das Geschäftsjahr 2010 fest. Den Angaben zufolge rechnet der Konzern demnach für das laufende Geschäftsjahr weiterhin mit einem Gewinn von 4,40 bis 4,65 Dollar pro Aktie sowie einem Umsatz von 54 bis 55 Mrd. Dollar. Analysten prognostizieren für 2010 derzeit ein EPS-Ergebnis von 4,63 Dollar sowie Erlöse von 54,78 Mrd. Dollar. Die Unternehmensaktie verzeichnete einen Abschlag von 0,75 Prozent.
Der norwegische Düngemittelhersteller Yara International (
ISIN NO0010208051 /
WKN A0BL7F ) wird seine Offerte für den US-Konkurrenten Terra Industries (
ISIN US8809151033 /
WKN 868066 ) nicht erhöhen. Der Konzern bietet insgesamt 4,1 Mrd. Dollar für Terra Industries. Dabei würden Terra Industries-Aktionäre 41,10 Dollar für jeden ihrer Anteilsscheine erhalten. Am Mittwoch teilte der Terra-Konzern nun mit, dass er von der CF Industries Holdings (
ISIN US1252691001 /
WKN A0ES9N ) ein Angebot in Höhe von 4,7 Mrd. Dollar erhalten hat und nun beabsichtigt, dieses anzunehmen, falls Yara nicht innerhalb von fünf Werktagen eine verbesserte Offerte vorlegt. Die Aktien von Terra Industries und CF Industries Holdings verloren 1,32 Prozent bzw. 3,96 Prozent.
Für Titel der Citigroup (
ISIN US1729671016 /
WKN 871904 ) ging es derweil über 5 Prozent abwärts. Das Unternehmen sieht sich nach den schweren Auswirkungen der internationalen Finanzkrise wieder auf dem Weg der Besserung. Einer Analystenpräsentation des Geldhauses zufolge hat die Citigroup in den vergangenen zwei Jahren substanzielle Verbesserungen erzielen können. Unter anderem habe man die in Anspruch genommenen staatlichen Beihilfen aus dem TARP-Programm zurückgezahlt und das Exposure bei riskanten Vermögenswerten deutlich verringert. Daneben habe man die Kosten weiter gesenkt und die Marktposition in den Kerngeschäftsfeldern deutlich verbessert. Mittelfristig soll die Gesamtkapitalrentabilität von derzeit 1,15 Prozent auf 1,25 bis 1,50 Prozent verbessert werden, heißt es weiter.
Der Einzelhändler AnnTaylor Stores (
ISIN US0361151030 /
WKN 881771 ) hat im vierten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erwirtschaftet hat. Der Nettogewinn belief sich auf 41.000 Dollar bzw. 0 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 375,6 Mio. Dollar bzw. 6,66 Dollar pro Aktie im Vorjahr. Dabei beinhaltete das Vorjahresergebnis eine hohe Goodwill-Abschreibung. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 0,05 Dollar pro Aktie erzielt. Der Umsatz nahm um 2,9 Prozent auf 469,1 Mio. Dollar ab. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 0,01 Dollar und einem Umsatz von 472,3 Mio. Dollar ausgegangen. Die Aktie von AnnTyalor verlor 0,93 Prozent. (12.03.2010/ac/n/m)