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Meldung
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte konnten am heutigen Handelstag nach volatilem Verlauf mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel gehen. Der DAX verbuchte ein Plus von 3,12 Prozent auf 4.531,79 Punkte, während der MDAX 0,91 Prozent auf 5.138,76 Punkte zulegen konnte. Am Morgen hatte der DAX nach äußerst schwachen Vorgaben aus Asien und Übersee deutlich niedriger eröffnet. Im weiteren Verlauf gelang es dem Leitindex jedoch, im Fahrwasser der deutlichen Erholung an den europäischen Leitbörsen nach und nach in die Pluszone vorzudringen. Am frühen Nachmittag konnte der DAX seine Zugewinne im Zuge einer festeren Eröffnung der Wall Street weiter festigen, hatte dann aber mit Gewinnmitnahmen zu kämpfen. Hintergrund war vor allem eine Gewinnwarnung des US-Mischkonzerns General Electric, welche auch die US-Börsen kurzzeitig belastete. Im weiteren Verlauf erholte sich die Wall Street nach den gestrigen Abschlägen recht deutlich, was auch dem DAX zugute kam.

An der Spitze des DAX rangierte die Commerzbank, die nach den herben Vortagesverlusten mehr als 7 Prozent fester tendierte. Im Blickpunkt standen auch Anteilsscheine der Deutschen Telekom, die am Nachmittag den Rücktritt ihres Finanzvorstands gemeldet hatte. Gestützt von positiven Analystenstimmen konnte sich die Aktie am Ende mit Aufschlägen von mehr als 6 Prozent in die Spitzengruppe einordnen. Kräftig nach oben ging es auch für Volkswagen, wobei die Aktie mit Zugewinnen von zeitweise mehr als 7 Prozent schließlich an dritter Stelle im DAX zu finden war. DIe Allianz und der Rückversicherer Münchener Rück konnten dank des freundlichen Sentiments bei Finanzwerten ebenfalls deutlich zulegen und rangierten im oberen Drittel des DAX. Ebenfalls gefragt waren Anteilsscheine der Hypo Real Estate, die trotz negativer Analystenkommentare kräftige Zugewinne vorzuweisen hatten. Am Vortag hatte die Aktie des angeschlagenen Hypothekenfinanzierers bereits als einzige im Plus geschlossen.

Auf der Überholspur befanden sich daneben die Anteilsscheine der Deutschen Post. Einem Pressebericht zufolge wird der Logistikkonzern der Deutschen Bank bei der Übernahme der Deutschen Postbank trotz der zuletzt rückläufigen Aktienkursentwicklung bei der Banktochter keinen Rabatt bei der geplanten Übernahme einräumen. Anteilsscheine der Deutschen Postbank tendierten daraufhin ebenfalls fester, während die Deutsche Bank fast über den gesamten Tagesverlauf hinweg mit deutlichen Abschlägen zu kämpfen hatte und erst gegen Handelsende deutlicher zulegen konnte.

Auf der Gewinnerseite waren im Vorfeld der am Abend anstehenden US-Absatzzahlen auch Automobilwerte zu finden. So rangierten Daimler und BMW über weite Strecken mit kräftigen Aufschlägen von jeweils mehr als 3 Prozent im oberen Mittelfeld. Bei BMW wurde zuvor eine Veränderung im Finanzressort des Vorstands gemeldet, während Daimler dank positiver Analystenstimmen zulegen konnte. Die Deutsche Lufthansa profitierte von weiter sinkenden Ölpreisnotierungen und konnte ebenfalls deutliche Zugewinne vorweisen.

Am unteren Ende des DAX befanden sich über den gesamten Tagesverlauf hinweg die Anteilsscheine der Deutschen Börse. Am Vorabend hatte der Börsenbetreiber enttäuschende Umsatzzahlen vorgelegt. Anleger quittierten dies mit Abschlägen von zeitweise mehr als 7 Prozent. Abschläge waren daneben bei Infineon auszumachen, wobei die Aktie des Halbleiterherstellers mehr als 1 Prozent abgeben musste. Daneben tendierten Merck KGaA und SAP leichter.

Schlusskurse (17:34 Uhr):

DAX: 4.531,79 (+3,12 Prozent)

MDAX: 5.138,76 (+0,91 Prozent)

Tagesgewinner: Commerzbank, Deutsche Telekom, Volkswagen

Tagesverlierer: Deutsche Börse Infineon, Merck KGaA

Unternehmensmeldungen:

Die Deutsche Börse AG (ISIN DE0005810055 / WKN 581005) gab am Montag die Handelszahlen für November bekannt. Demnach wurden im November auf Xetra 18,3 Millionen Geschäfte getätigt - ein Rückgang um knapp 5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Orderbuchumsatz auf Xetra ging um rund 50 Prozent zurück.

Die Linde AG (ISIN DE0006483001 / WKN 648300) gab am Montag die Begebung einer Anleihe bekannt. Demnach hat die Linde Finance BV mit Garantie der Linde AG am Anleihemarkt eine siebenjährige Anleihe über 600 Mio. Euro begeben und damit der Linde Group die weitere langfristige Finanzierung gesichert.

Die ALTANA AG (ISIN DE0007600801 / WKN 760080) hat am Montag ihre Prognosen angesichts der weltweit trüben Wirtschaftsstimmung zurückgenommen. Wie aus der Pressemitteilung des Chemiekonzerns hervorgeht, seien insbesondere in den letzten Wochen in den meisten Geschäftsbereichen Auftragsvolumen und Umsätze noch stärker als erwartet zurückgegangen.

Einem Pressebericht zufolge kann die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) bei der Übernahme der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) nicht mit einem Nachlass beim Kaufpreis für die Tochter der Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) rechnen. "Wir gehen davon aus, dass die Transaktion zu den vereinbarten Konditionen Anfang des Jahres abgewickelt wird", sagte eine Sprecherin der Post gegenüber der "Berliner Zeitung" (Dienstagausgabe).

Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) hat einen neuen Finanzvorstand. Wie der im DAX30 notierte Automobilkonzern am Dienstag erklärte, übernimmt Dr. Friedrich Eichiner mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für das Vorstandsressort Finanzen. Dr. Michael Ganal (54) hatte diese Funktion seit Oktober 2007 inne und bleibt Mitglied des Vorstands der BMW AG. (02.12.2008/ac/n/m)



 
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