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Meldung
Tokio (aktiencheck.de AG) - Mit Ausnahme der Börse in Bangkok haben die wichtigsten Aktienmärkte in Asien am heutigen Donnerstag nach schwachen Vorgaben der Wall Street und enttäuschenden Daten vom US-Arbeitsmarkt kräftige Verluste hinnehmen müssen. In China fielen der Hang Seng um 3,8 Prozent und der Shanghai Composite um 2,4 Prozent zurück. In der südkoreanischen Metropole Seoul gab der KOSPI 1,8 Prozent ab. Nach dem Höhenflug der vergangenen Tage verlor der japanische Leitindex Nikkei 3,93 Prozent auf 8.876,42 Punkte. Der TOPIX büßte 3,08 Prozent ein auf 860,89 Zähler.

Die Verluste zogen sich dabei quasi quer durch alle Bereiche. Im Technologiesektor gaben unter anderem Sony 4,6 Prozent, Panasonic 5,7 Prozent, Nintendo 5,9 Prozent und Nikon 7,6 Prozent ab. In Reaktion auf die Umsatzwarnung des amerikanischen Chip-Konzerns Intel brachen Tokyo Electron um 13 Prozent und Advantest um 12 Prozent ein. Für Elpida Memory ging es um gut 7 Prozent in die Tiefe. TDK gaben fast 8 Prozent ab. Nach Börsenschluss hat der Konzern seine Prognosen für das laufende Fiskaljahr kassiert und einen massiven Stellenabbau angekündigt.

Der Automobilsektor zeigte sich vergleichsweise robust. Toyota gaben 1,9 Prozent, Honda 2,9 Prozent und Nissan 3,5 Prozent ab. Dagegen kletterten Mazda um 4,3 Prozent und Mitsubishi um 3,6 Prozent. Nach dem dramatischen Einbruch beim Ölpreis sackten Papiere des Ölkonzerns INPEX um 9 Prozent ab. Außerdem verloren Nippon Oil 5,9 Prozent und Mitsubishi Corp. 4,5 Prozent.

An der Hongkonger Börse brach die Aktie des Computerkonzerns Lenovo um fast 26 Prozent ein. Zuvor wurde ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm angekündigt, in dessen Rahmen insgesamt rund 2.500 Stellen wegfallen sollen.

Nikkei 225: 8.876,42 (-3,93 Prozent)

TOPIX: 860,89 (-3,08 Prozent)

China:

Hang Seng: 14.415,91 (-3,81 Prozent)

Shanghai Composite: 1.878,18 (-2,38 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 465,03 (+0,45 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.205,70 (-1,83 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die japanische TDK Corp. (ISIN JP3538800008 / WKN 857032), der weltgrößte unabhängige Hersteller von Magnetköpfen für Festplatten, hat heute angesichts eines dramatischen Auftragsrückgangs und aufgrund der Stärke Yen ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr reduziert. Ferner verwies der Konzern auf Restrukturierungskosten in Zusammenhang mit einem groß angelegten Stellenabbau. Demzufolge erwartet TDK für das Gesamtjahr nun einen Verlust statt eines Gewinns. Gleichzeitig wurde die Umsatzschätzung nach unten revidiert. Darüber hinaus kündigte der Konzern an, vier Produktionsstandorte und einen Forschungs- und Entwicklungsstandort im Ausland zu schließen. Gleichzeitig kündigte TDK an, in Übersee mehr als 8.000 Stellen zu streichen.

Der chinesische Computerkonzern Lenovo Group Ltd. (ISIN HK0992009065 / WKN 894983) hat heute ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm angekündigt. Demnach sollen konzernweit insgesamt rund 2.500 Stellen wegfallen, was rund 11 Prozent der gesamten Belegschaft des Konzerns entspricht. Dabei erhofft sich Lenovo für das am 31. März 2010 endende Fiskaljahr jährliche Einsparungen in Höhe von rund 300 Mio. Dollar. Dem stehen restrukturierungsbedingte Einmalaufwendungen in Höhe von 150 Mio. Dollar vor Steuern gegenüber, welche größtenteils das Ergebnis im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 belasten werden. (08.01.2009/ac/n/m)



 
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