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Meldung
New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen liegen kurz nach Handelsstart deutlich im Minus. Der vorbörslich veröffentlichte Arbeitsmarktbericht zeichnet ein düsteres Bild der US-Wirtschaft, die allerschlimmsten Befürchtungen sind allerdings nicht eingetreten. Der Dow Jones verliert kurz nach der Eröffnungsglocke 0,87 Prozent und steht bei 8.666,56 Indexpunkten. Gleichzeitig gibt der NASDAQ Composite 1,46 Prozent ab auf 1.593,35 Zähler. Der S&P 500 fällt aktuell auf 899,31 Punkte (-1,15 Prozent) zurück.

Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitslosenquote im Dezember auf 7,2 Prozent erhöht. Das ist der höchste Stand seit Januar 1993. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 7,0 Prozent gerechnet. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 524.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen etwas deutlicheren Stellenabbau erwartet. Im Gesamtjahr 2008 sank die Beschäftigtenzahl um annähernd 2,6 Millionen. Dies ist der stärkste Rückgang seit 1945.

Die Aktie von Chevron verliert im frühen Handel knapp 2 Prozent. Wie der zweitgrößte US-Ölkonzern am Vorabend mitgeteilt hat, rechnet er für das vierte Quartal angesichts der zuletzt erheblich gesunkenen Öl- und Gaspreise mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Eine Aufstufung der Großbank JPMorgan spielt heute eine eher untergeordnete Rolle.

Titel der Citigroup büßen rund 1 Prozent ein. Das Finanzinstitut bezifferte sein Engagement beim zusammengebrochenen Petrochemiekonzern LyondellBasell zuletzt auf rund 2 Mrd. Dollar. In diesem Zusammenhang kündigte die Citigroup eine hohe Sonderbelastung an.

Einem Pressebericht zufolge nähert sich die Suche des Internet-Medienkonzerns Yahoo nach einem neuen CEO dem Ende, wobei eine Entscheidung frühestens nächste Woche fallen könnte. Der Wert reagiert positiv auf den Artikel und verzeichnet aktuell ein Plus fast 2 Prozent. Die Aktie des Baukonzerns KB Home, der seinen Verlust im vierten Quartal trotz eines dramatischen Umsatzeinbruchs deutlich reduziert hat, sackt indes um annähernd 5 Prozent ab. Nicht viel besser ist es um Titel des Elektronikhändlers Best Buy (-3,3 Prozent) bestellt. Der Konzern hat zuvor seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr eingegrenzt und eine Sonderbelastung für das Schlussquartal angekündigt. Außerdem wurde bekannt, dass seine vergleichbaren Umsätze im Dezember um 6,5 Prozent gesunken sind.

Unternehmensmeldungen:

Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. (ISIN US1667641005 / WKN 852552) meldete am Donnerstagabend, dass er für das vierte Quartal mit einem deutlich geringeren Gewinn rechnet, was mit den zuletzt erheblich gesunkenen Ölpreisen zusammenhängt. Auch die Erdgaspreise hätten sich in den ersten beiden Monaten des vierten Quartals deutlich reduziert.

Der US-Finanzkonzern Citigroup Inc. (ISIN US1729671016 / WKN 871904) gab am späten Donnerstag bekannt, dass sein Engagement beim weltweit drittgrößten Petrochemiekonzern LyondellBasell zum 31. Dezember 2008 bei rund 2,0 Mrd. Dollar lag. Den Angaben zufolge wird der Konzern in diesem Zusammenhang im vierten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von voraussichtlich 1,4 Mrd. Dollar vor Steuern verbuchen, vor allem um seine Rückstellungen für Kreditausfälle auszubauen. Wie die Citigroup weiter mitteilte, wird sie an der so genannten Debtor-in-Possession-Finanzierung von LyondellBasell partizipieren. LyondellBasell ist in dieser Woche unter seiner milliardenschweren Schuldenlast zusammengebrochen.

Presseangaben zufolge nähert sich die Suche des Internet-Medienkonzerns Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061 / WKN 900103) nach einem neuen CEO dem Ende, wobei eine Entscheidung frühestens nächste Woche fallen könnte. Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag berichtete, gehört Carol Bartz, der ehemalige CEO der Autodesk Inc. (ISIN US0527691069 / WKN 869964), zu den Kandidaten, die nach wie vor in Betracht gezogen werden. Yahoo hofft, noch vor der Veröffentlichung der Ergebnisse zum vierten Quartal zum Ende dieses Monats einen neuen CEO präsentieren zu können, so die Zeitung.

Der größte US-Elektronikhändler Best Buy Co. Inc. (ISIN US0865161014 / WKN 873629) meldete heute, dass er seine Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr eingegrenzt hat. Zudem wurde eine Sonderbelastung für das Schlussquartal angekündigt. Darüber hinaus sind die vergleichbaren Umsätze im Dezember um 6,5 Prozent gesunken. Dagegen konnte der Gesamtumsatz in dem Berichtsmonat zum 3. Januar 2009 um 4 Prozent zulegen.

Der amerikanische Stahlkocher AK Steel Holding Corp. (ISIN US0015471081 / WKN 890363) kündigte am Donnerstagabend ein Stellenabbauprogramm an. CEO James L. Wainscott verwies in diesem Zusammenhang auf die schwierige konjunkturelle Gesamtsituation und äußerte sich zuversichtlich, dass es sich bei den Maßnahmen lediglich um eine zeitlich befristete Maßnahme handelt. Sollte sich die schwierige Nachfragesituation jedoch weiter verschärfen, könnte sich daraus jedoch durchaus ein dauerhafter Stellenabbau ergeben.

Der US-Baukonzern KB Home (ISIN US48666K1097 / WKN 876635) meldete heute, dass er seinen Verlust im vierten Quartal deutlich reduziert hat. Der Umsatz ist jedoch deutlich eingebrochen, was auf den anhaltend schwachen US-Häusermarkt zurückzuführen ist. Der Umsatz verringerte sich um 56 Prozent.

Der US-Elektronikhändler Circuit City Stores Inc. (ISIN US1727371080 / WKN 863207), der im November einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt hat, meldete heute, dass er sich zurzeit in Verhandlungen mit zwei interessierten Parteien befindet, um die Bedingungen für eine Transaktion zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs festzulegen. Den Angaben zufolge ziehen die zwei nicht genannten Parteien nach dem weitgehenden Abschluss einer Due Diligence in Betracht, dem Unternehmen eine zusätzliche Finanzierung zur Verfügung zu stellen, um es diesem damit zu ermöglichen, die Geschäftsaktivitäten fortzuführen und danach einen Restrukturierungsplan zu verfolgen. Daneben sei auch ein Verkauf des Unternehmens möglich. (09.01.2009/ac/n/m)



 
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