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Meldung
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben den negativen Vorgaben der New Yorker Leitbörse zum Wochenauftakt nicht viel entgegenzusetzen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,24 Prozent und notiert bei 2.480,73 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,88 Prozent ein auf 2.139,88 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verbucht ein Minus von 0,49 Prozent auf 563,18 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen liegen ebenfalls in der Verlustzone.

Die Aktie der Großbank UBS knickt in Zürich um fast 6 Prozent ein. Einem Pressebericht zufolge drohen dem Finanzinstitut in Zusammenhang mit einem Steuerverfahren in den USA Bußen in Milliardenhöhe. Konzernintern rechne man mit einer Geldbuße von 2 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Einem weiteren Zeitungsbericht zufolge zeichnet sich ab, dass die UBS ein weiteres schwieriges Quartal hinter sich hat. So sei zu erwarten, dass die Bank einen Verlust in Höhe von 8 Mrd. CHF verbuchen wird. Dennoch könne die UBS das Jahr 2008 ohne zusätzliche Kapitalmaßnahme abschließen. Davon völlig unbeeindruckt gewinnen Titel des Mitbewerbers Credit Suisse mehr als 2 Prozent.

In London stehen Finanzwerte hoch im Kurs. An der Spitze des Leitindex FTSE 100 finden sich Papiere des Versicherers Old Mutual mit einem Plus von 5,3 Prozent. Daneben gewinnen Lloyds 5,1 Prozent, RBS 4,7 Prozent, HBOS 4,2 Prozent und Barclays 3 Prozent. HSBC legen 1,7 Prozent zu. Rohstoffwerte stehen dagegen verstärkt unter Druck. So verlieren Antofagasta fast 7 Prozent. Vedanta und Eurasian geben jeweils mehr als 4 Prozent ab. Kursverluste von jeweils über 3 Prozent sind bei BHP Billiton, Rio Tinto und Anglo American auszumachen.

An der Pariser Börse schießen Peugeot nach mehreren positiven Analystenstudien um fast 8 Prozent nach oben. Renault verteuern sich um 1 Prozent.

Indexstände (13:05 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.480,73 (-0,24 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.139,88 (-0,88 Prozent)

EURONEXT 100: 563,18 (-0,49 Prozent)

FTSE 100 (London): 4.424,42 (-0,54 Prozent)

CAC40 (Paris): 3.288,50 (-0,33 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 20.098,00 (+0,02 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 9.330,40 (-0,51 Prozent)

SMI (Zürich): 5.621,71 (-1,33 Prozent)

ATX (Wien): 1.802,75 (-0,69 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die schweizerische Großbank UBS AG (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6) wird Presseangaben zufolge trotz eines drastischen Verlusts im Schlussquartal kein frisches Kapital benötigen. Wie die "SonntagsZeitung" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, wird der Konzern im vierten Quartal voraussichtlich einen Verlust in Höhe von 8 Mrd. Schweizer Franken (CHF) ausweisen. Trotzdem könne UBS das Jahr 2008 ohne zusätzliche Kapitalmaßnahme abschließen, wie aus dem Umfeld von Nationalbank und Finma (vormals Eidgenössische Bankenkommission, EBK) zu vernehmen sei. Der Gesamtverlust des Geschäftsjahres 2008 wird sich für UBS voraussichtlich auf über 20 Mrd. CHF belaufen - der wohl größte je registrierte Verlust eines Schweizer Unternehmens.

Der schweizerischen Großbank UBS AG drohen in Zusammenhang mit einem Steuerverfahren in den USA Bußen in Milliardenhöhe. Laut einem Bericht der Zeitung "Sonntag" rechnet man bei der UBS in Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen konzernintern mit einer Geldbuße von 2 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Derzeit löst die UBS laut dem Bericht 19.000 Bankkonten mit Guthaben von geschätzten 18 Mrd. Dollar auf, die beim amerikanischen Fiskus nicht deklariert waren. Mindestens 300 Mio. Dollar sollen dem Fiskus dabei jährlich entgangen sein.

Der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro ASA (ISIN NO0005052605 / WKN 851908) gab heute bekannt, dass er Svein Richard Brandtzęg zum neuen CEO bestellt hat. Den Angaben zufolge tritt Brandtzęg Ende März 2009 die Nachfolge von Eivind Reiten an, der nach fast acht Jahren seinen Rücktritt als CEO angekündigt hat.

Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001), der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen, gab heute bekannt, dass er vom führenden Telekombetreiber in Luxemburg, P&TLuxembourg (P&T), ausgewählt wurde, um dessen landesweites WCDMA/HSPA Netzwerk zu ersetzen. Im Rahmen des Abkommens mit einer Laufzeit von sechs Jahren liefert Ericsson ein WCDMA Access-Netzwerk einschließlich HSPA (High-Speed Packet Access)-Funktionalität.

Der schwedische Maschinenbauer Alfa Laval AB (ISIN SE0000695876 / WKN 577335) hat in Zusammenhang mit der schwierigen konjunkturellen Gesamtlage ein groß angelegtes Stellenabbauprogramm angekündigt. Demnach sollen innerhalb der ersten sechs Monate des Jahres 2009 weltweit rund 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden, teilte der Konzern heute im schwedischen Lund mit. Rund 300 Arbeitsplätze sollen in diesem Zusammenhang in Schweden wegfallen. Im vierten Quartal habe der Konzern inklusive positiver Wechselkurseffekte zwar einen Umsatzanstieg von rund 11 Prozent erzielt. Die Kundennachfrage sei indessen deutlich zurückgegangen, was in Verbindung mit den unsicheren Gesamtaussichten für das Fiskaljahr 2009 weitere Restrukturierungen notwendig gemacht habe. (12.01.2009/ac/n/m)



 
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