New York (aktiencheck.de AG) - Die amerikanischen Börsen mussten am Montag kräftige Abschläge hinnehmen. Für Unsicherheit sorgten die jüngsten Diskussionen um die zweite Tranche des US-Konjunkturpakets. Zuvor hatte US-Präsident Bush beim Kongress die Freigabe der 350 Mrd. Dollar-Tranche erbeten. Mit Spannung warten die Anleger hier auf den Amtsantritt von Barack Obama in einer Woche.
Der Dow Jones verlor am Ende 1,46 Prozent auf 8.473,97 Punkte, der S&P 500 gab 2,26 Prozent auf 870,26 Zähler nach. Die Technologiebörse NASDAQ verzeichnete wiederum ein Minus von 2,09 Prozent auf 1.538,79 Punkte.
Der Aluminiumriese Alcoa wird heute nach Börsenschluss traditionell die Berichtssaison einläuten. Analysten erwarten, dass der Konzern im abgelaufenen Quartal in die Verlustzone gerutscht ist. Gleichzeitig hat die Deutsche Bank ihre Einschätzung für den Titel von "hold" auf "sell" zurückgenommen und das Kursziel um 2 Dollar auf 8 Dollar gesenkt. Der Wert knickte heute um fast 7 Prozent ein.
Papiere der Citigroup zeigten sich mit einem Minus von über 17 ebenfalls sehr schwach. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge beabsichtigt das Finanzinstitut, seine Wertpapiersparte für Privatkunden Smith Barney in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Bankgesellschaft Morgan Stanley (-1,4 Prozent) zusammenzuführen. Morgan Stanley könnte der Citigroup dabei für einen Mehrheitsanteil an Smith Barney bis zu 3 Mrd. Dollar zahlen. An der Wall Street werde dies als erster Schritt für eine Zerschlagung der Citigroup gewertet.
Im Pharmasektor wiederum steht eine milliardenschwere Übernahme im Blick. Um in den Markt für Augenpflegeprodukte und Laser Vision einzusteigen, übernimmt der Pharmakonzern Abbott Laboratories für fast 1,4 Mrd. Dollar das Medizintechnikunternehmen Advanced Medical Optics (AMO). Abbott Laboratories zahlt den Aktionären von AMO im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag eine Prämie von rund 150 Prozent. Deren Aktie sprang um 140 Prozent nach oben. Die Abbott-Aktie verlor dagegen über 2 Prozent.
Ford, der zweitgrößte US-Automobilhersteller, gab heute bekannt, dass der Absatz ihres chinesischen Gemeinschaftsunternehmens Changan Ford Mazda, dem Joint Venture mit der japanischen Mazda Motor, im abgelaufenen Jahr 2008 gesunken ist. Die Aktie legte dennoch leicht zu.
Der US-Krankenversicherer Aetna hält an seiner Ergebnisplanung für 2008 fest. Demnach rechnet der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr weiterhin mit einem Gewinn von 3,90 bis 3,95 Dollar pro Aktie vor Einmaleffekten. Die Aktie verlor 3,5 Prozent.
Der Medienkonzern DIRECTV Group, der größte Betreiber von Satellitenfernsehen in den USA, hat zuletzt ein Aktienrückkauf-Programm über 3 Mrd. Dollar abgeschlossen und ein neues im Volumen von 2 Mrd. Dollar gestartet. Die Aktie gab 2,4 Prozent nach. (12.01.2009/ac/n/m)
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