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Meldung
Tokio (aktiencheck.de AG) - Äußerst schwache Vorgaben der Wall Street und enttäuschende Quartalszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa haben den asiatischen Börsen am Dienstag schwer zugesetzt. Mit Ausnahme von Seoul sind alle wichtigen Aktienmärkte deutlich unter die Räder gekommen. Für die Börsen in China ging es dabei um jeweils rund 2 Prozent nach unten. Nach dem verlängerten Wochenende sackte der Nikkei-Index in Tokio heute um 4,79 Prozent ab auf 8.413,91 Punkte. Beim TOPIX war ein Minus von 4,78 Prozent auf 814,12 Zähler auszumachen.

Die Aktie des Unterhaltungselektronik-Konzerns Sony lastete mit einem Abschlag von 8,9 Prozent auf dem Markt. Hier stand ein Pressebericht im Blick, demzufolge Sony im laufenden Geschäftsjahr erstmals seit 14 Jahren wieder einen operativen Verlust ausweisen dürfte. Anteilsscheine von Toshiba traf es mit -8,5 Prozent ähnlich hart. Einem Zeitungsbericht zufolge wird der zweitgrößte Elektronikkonzern und Chip-Hersteller in Japan im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich ebenfalls einen operativen Verlust verbuchen. Im Chip-Segment gaben außerdem Elpida Memory 7,8 Prozent, Advantest 7,5 Prozent und Tokyo Electron 7,2 Prozent ab.

Weitere Verlierer waren unter anderem Panasonic (-7,8 Prozent), Canon (-7,2 Prozent), Nikon (-6,8 Prozent) und NEC (-7,5 Prozent). Gegen den Trend verbesserten sich Nintendo um 0,9 Prozent.

Belastet von den katastrophalen Alcoa-Zahlen fielen Anteilsscheine des Stahlriesen Nippon Steel um 6,2 Prozent zurück. Daneben bröckelten JFE um 8,3 Prozent, Sumitomo Metal um 4,8 Prozent und Kobe Steel um 6,7 Prozent ab. Papiere des Ölkonzerns INPEX büßten 7,9 Prozent ein.

Im Automobilsektor stachen Nissan mit -8,5 Prozent hervor. Toyota schlossen mit 6,4 Prozent im Minus. Für Mazda und Honda ging es um 4,5 bzw. um 6,8 Prozent nach unten.

Nikkei 225: 8.413,91 (-4,79 Prozent).

TOPIX: 814,12 (-4,78 Prozent)

China:

Hang Seng: 13.668,05 (-2,17 Prozent)

Shanghai Composite: 1.863,37 (-1,95 Prozent)

Thailand:

SET-Index: 433,81 (-4,19 Prozent)

Südkorea:

Seoul Composite KOSPI: 1.167,71 (+0,95 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der japanische Unterhaltungselektronik-Konzern Sony Corp. (ISIN JP3435000009 / WKN 853687) wird aktuellen Presseangaben zufolge erstmals seit 14 Jahren wieder einen operativen Verlust ausweisen. Dies berichtet die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Dienstag. Demnach wird aufgrund der schwachen Nachfrage nach Flachbildschirmen und anderen Elektronikartikeln sowie der schwächelnden Margen infolge des starken Yen ein Verlust erwartet. Der operative Verlust soll sich im Gesamtjahr 2008/09 auf rund 100 Mrd. Japanische Yen (JPY) belaufen. Im Oktober noch hatte Sony einen operativen Gesamtjahresgewinn von 200 Mrd. JPY in Aussicht gestellt. Der Verlust wäre erst der zweite Verlust seit dem IPO in 1958.

Die Toshiba Corp. (ISIN JP3592200004 / WKN 853676), der zweitgrößte Elektronikkonzern und Chip-Hersteller in Japan, wird im laufenden Geschäftsjahr (31. März 2009) Presseangaben zufolge voraussichtlich einen operativen Verlust von rund 200 Mrd. Japanischen Yen (JPY) verbuchen. Wie der "Nikkei" heute berichtet, leidet der weltweit zweitgrößte Hersteller von NAND Flash-Speicherchips insbesondere unter dem schwachen Halbleiter-Geschäft. Daneben dürfte auch die Sparte Heimelektronik rote Zahlen schreiben. Die Infrastruktur-Sparte dürfte das gesetzte Ergebnisziel hingegen erreichen. Ursprünglich hatte der Konzern ein operatives Gewinnziel von 150 Mrd. JPY für das Gesamtjahr ausgegeben.

Die Infosys Technologies Ltd. (ISIN US4567881085 / WKN 919668), der zweitgrößte Software-Hersteller in Indien, legte heute die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Demnach lag der Umsatz im Berichtszeitraum um 8,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Beim Nettoergebnis wurde ebenfalls ein Anstieg verzeichnet. Nach Aussage von Infosys konnte man sich im dritten Quartal dank der weiterhin robusten Kundennachfrage erfolgreich gegen die widrigen Rahmenbedingungen behaupten. Die temporäre Schwäche der heimischen Währung gegenüber dem US-Dollar wirkte sich daneben positiv auf die Margenentwicklung des Konzerns aus, hieß es weiter. (13.01.2009/ac/n/m)



 
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