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Meldung
New York (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Konjunkturdaten und der Pleite von Nortel Networks verzeichnen die New Yorker Börsen zur Wochenmitte erneut massive Einbußen und setzen damit die Talfahrt der vergangenen Tage fort. Der Dow Jones notiert derzeit mit einem Minus von 2,99 Prozent bei 8.196 Punkten. Der NASDAQ Composite gibt um 2,95 Prozent auf 1.501 Zähler nach. Daneben verzeichnet der S&P 500 ein Minus von 3,35 Prozent auf 843 Punkte.

Als Belastungsfaktor erweisen sich die vor Handelsbeginn veröffentlichten Einzelhandelsumsätze, die als wichtiges Signal für die Konjunkturentwicklung gelten. Laut Angaben des Handelsministeriums schrumpften die Umsatzerlöse im Dezember um 2,7 Prozent, nachdem sie im November nur um 1,8 Prozent gefallen waren. Damit lagen die Zahlen deutlich unter den Erwartungen. Volkswirte hatten lediglich einen Umsatzrückgang um 1,2 Prozent prognostiziert. Daneben ermittelte das Arbeitsministerium für Dezember erneut einen Rückgang der Außenhandelspreise. Während sich die Exportpreise um 2,3 Prozent verringerten, sanken die Importpreise um 4,2 Prozent.

Einzelhandelswerte verzeichnen daraufhin deutliche Einbußen. Während Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart mit einem Minus von 1 Prozent relativ stabil sind, verlieren Aktien des Discount-Händlers Target fast 4 Prozent. Anteilscheine des Einzelhandelsgiganten Sears geben derzeit um 3 Prozent nach.

Eine Hiobsbotschaft kommt von dem Netzwerkausrüster Nortel Networks. Nachdem die bisherigen Sanierungspläne gescheitert sind, hat der kanadische Konzern nach Abwägung aller Alternativen Gläubigerschutz beantragt. Man wolle sich nun entschlossen mit dem Thema Kosten und Schuldenlast beschäftigen, die Geschäftsaktivitäten effektiv restrukturieren und seinen strategischen Fokus eingrenzen. Nortel geht davon aus, sein normales Tagesgeschäft ohne Störungen weiterführen zu können. Wegen des Insolvenzantrags wurde der Handel mit Nortel-Aktien eingestellt. Vorbörslich brach die Aktie um mehr als drei Viertel ein.

Nahezu unverändert notieren dagegen Papiere von Yahoo. Der Internet-Medienkonzern gab am Vorabend bekannt, mit Carol Bartz einen neuen CEO gefunden zu haben. Bartz, bislang Executive Chairman des Softwarekonzerns Autodesk, wird den Mitgründer Jerry Yang ablösen, der vorübergehend wieder die Position des CEO übernommen hatte.

Aktien von Oracle verlieren im laufenden Handel 4 Prozent. Einem Pressebericht zufolge hat der Softwarekonzern am Freitag insgesamt ungefähr 500 Stellen in den Bereichen Vertrieb und Consulting in Nordamerika abgebaut. Offiziell wurde der Stellenabbau von Oracle bislang jedoch noch nicht bestätigt.

Im Blickpunkt stehen daneben einmal mehr Finanztitel. Wie am Vorabend bekannt wurde, fusionieren die Citigroup und Morgan Stanley ihr Brokergeschäft. Demnach sollen die Global Wealth Management Group von Morgan Stanley und die Citigroup-Sparten Smith Barney, Quilter (Großbritannien) und Smith Barney Australia in einem neuen Joint Venture zusammengeschlossen werden. Im Rahmen der Transaktion wird die Citigroup mit 49 Prozent an dem neuen Joint Venture beteiligt sein. Für die Einbringung ihrer Sparten erhält die Citigroup 2,7 Mrd. Dollar. Morgan Stanley wird 51 Prozent der Anteile an dem Joint Venture halten. Angesichts der allgemeinen Schwäche im Finanzsektor verlieren beide Aktien an Boden. Während Morgan Stanley um 5 Prozent nachgibt, bricht die Aktie der Citigroup um 17 Prozent ein.

Deutliche Verluste verzeichnen auch Papiere von Bunge. Der US-Agrarkonzern hat am Dienstagabend seine Ergebnisprognosen nach unten korrigiert. Als Begründung gab Bunge die zu erwartende rückläufige Düngemittelnachfrage insbesondere in Brasilien an. Die Aktie verliert daraufhin mehr als 12 Prozent. (14.01.2009/ac/n/m)



 
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